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Skopje vs. HC Leipzig 26:22 – Dickes Polster sicherte Viertelfinale

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    Der klare 12-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel hat den Handballerinnen des HC Leipzig den Einzug ins Europacup-Viertelfinale gesichert. Im Rückspiel am Sonntag gönnten sich die Leipzigerinnen in Skopje eine 26:22-Niederlage. Nach starker erster Halbzeit kam die Madsen-Sieben im zweiten Abschnitt unnötig ins Trudeln.

    „Zwölf Tore sind ein ziemlicher Brocken!“, hatte HCL-Kapitän Katja Schülke den klaren Hinspielsieg ihres Teams im Achtelfinale des Cupwinners Cups kommentiert. Dieser „Brocken“ hatte offenbar auch in Mazedonien Eindruck gemacht. So richtig schienen die Fans von Metalurg Skopje nicht mehr an die große Wende zu glauben. Nur rund 300 der 900 zur Verfügung stehenden Zuschauerplätze in der Sporthalle „Avtokomanda“ waren beim Rückspiel am Sonntag belegt. Ein mazedonischer Hexenkessel sieht anders aus.
    Das Team von Skopje begann die Partie dennoch couragiert, hatte anfangs leichte Vorteile. Nach einer Dreier-Serie führten die Gastgeber mit 6:4 (13. Minute). Aber auch Leipzig ging konzentriert zu Werke, wollte sich die dicke Butterschicht keinesfalls vom Brot kratzen lassen. Torfrau Schülke zeigte – wie schon im Hinspiel – eine tadelsfreie Leistung und ermöglichte somit eine Reihe schneller Kontertore des HC Leipzig. Nach fünf Kisten in Folge hatten die Gäste das Blatt nachhaltig gewendet (6:9, 19.) und schwebten nun im Gleitflug dem Viertelfinale entgegen. Im Aufwind gelang den Leipzigerinnen sogar ein sehenswertes Kempa-Trick-Tor. Mette Ommundsen hatte die heranschwebende Karolina Kudlacz bedient, die das zwischenzeitliche 7:10 (21.) markierte. Überhaupt blühte Karolina Kudlacz in diesem Europacupspiel förmlich auf, glänzte erstmals seit ihrem Comeback mit 9 Treffern als beste HCL-Werferin.

    Beim Stand von 10:13 für Leipzig wurden die Seiten gewechselt – und unter den 300 Zuschauern dürften wohl nicht allzu viele gesessen haben, die ernsthaft daran glaubten, dass Metalurg die inzwischen 15 Tore Gesamt-Differenz noch knacken könnte. Schon gar nicht, als drei Minuten nach Wiederanpfiff dann schon ein 11:16 zu verzeichnen war.

    Womit vertreibe ich mir die Zeit auf dem Rückflug? Wer wird wohl der Gegner im Viertelfinale sein? Gewinnen wir am Mittwoch in Buxtehude? – vielleicht waren es Fragen wie diese, die ab Minute 36 den Fokus der HCL-Spielerinnen vom Geschehen in der „Avtokomanda“-Halle lösten. Plötzlich ging gar nichts mehr in den Reihen der Madsen-Truppe, während Skopje ein zartes Lüftchen Morgenluft witterte. Eine knappe Viertelstunde lang kriegte Leipzig keinen einzigen Wurf in den mazedonischen Maschen unter, während Skopje sieben Kugeln in das inzwischen von Julia Plöger gehütete HCL-Tor beförderte. 18:16 hieß es dann doch ein wenig überraschend in der 47. Minute. Zur Erinnerung: Im Hinspiel war es der HCL, der kurz nach Wiederanpfiff mit zehn Toren hintereinander die Grundlage für seinen komfortablen Vorsprung legte.
    Karolina Kudlacz konnte mit dem Anschluss zum 18:17 den drohenden Fall ins Bodenlose zunächst stoppen, doch die Leipziger Sieben blieb auch in den folgenden Spielminuten torarm. Negativer Höhepunkt – aus Leipziger Sicht – war der 25:19-Rückstand, sechs Minuten vor dem Ende. Doch zumindest ruckte es nun doch noch einmal im HCL-Team. Luisa Schulze, Karolina Kudlacz und Anne Hubinger sorgten mit einer kleinen Serie für einen halbwegs eleganten Abgang der Gäste, auch wenn es dennoch Skopje war, das beim 26:22 den Schlusspunkt setzte.

    Der allseits erwartete Sprung ins Viertelfinale ist der Mannschaft von Trainer Stefan Madsen somit geglückt. Ein Wermutstropfen dabei war jedoch der Ausfall von Mette Ommundsen, die sich eine Prellung am Knie zuzog und die Partie nicht fortsetzen konnte.

    Für den HCL geht es bereits am Mittwoch anspruchsvoll weiter. Ab 19:30 Uhr kämpfen die Leipzigerinnen dann beim Tabellendritten Buxtehuder SV um wichtige Bundesligapunkte. Bleibt zu hoffen, dass Mette Ommundsen dann wieder fit ist.
    HC Leipzig:
    Katja Schülke, Julia Plöger – Rannveig Haugen, Natalie Augsburg (3), Anne Müller, Luisa Schulze (5), Karolina Kudlacz (9/1), Ania Rösler (2), Saskia Lang (1), Anne Hubinger (1), Marlene Windisch, Mette Ommundsen (2/2).
    Sportska Sala „Avtokomanda“ Skopje – 300 ZuschauerRostov Don (RUS) vs. FTC Rail Cargo Hungaria (HUN) 23:22/ 23:32
    U Jolidon Cluj (ROU) vs. Dinamo Volgograd (RUS) 24:29/ 31:35
    Byasen Trondheim (NOR) vs. Metr. Zaglebie Lubin (POL) 37:23/ 19:23
    HC Leipzig (GER) vs. WHC Metalurg (MKD) 25:13/ 23:26
    BM. Mar Sagunto (ESP) vs. DVSC-Forum Debrecen (HUN) 25:31/ 28:28
    Alcoa FKC (HUN) vs. RK Zajecar (SRB) 24:20/ 17:24
    Viborg HK (DEN) vs. IK Sävehof (SWE) 37:26/ 29:28
    Randers HK (DEN) vs. Zvzda Zvenigorod (RUS) 26:25/ 23:30
    (die fett gedruckten Teams haben das Viertelfinale erreicht)

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