Bewegungsmelder Handball: Die Stunde des Abschieds

Für die Handballer des SC DHfK schlägt am heutigen Samstag gleich in mehrfacher Hinsicht die Stunde des Abschieds. Die Grün-Weißen bestreiten gegen die HSG Düsseldorf ihr letztes Heimspiel der Saison, sagen einigen bisherigen Weggefährten Lebewohl und lassen selbst die Ernst-Grube-Halle nur als schöne Erinnerung zurück.
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Sieben Jahre lang war die Halle auf dem Uni-Gelände Heimstätte der DHfK-Handballer, die damals noch als SG Motor Gohlis-Nord auf dem Parkett standen. Spätestens als 2007 – nun auch unter dem Namen SC DHfK – der Einzug in die sächsische Oberliga gelang, begann ein Leipziger Handballmärchen, dessen Ende heute noch längst nicht in Sicht ist. Im kommenden Spieljahr schielt man ganz unverhohlen auf die 1. Bundesliga, zieht deshalb in die größere Arena Leipzig um.
Wenn es ganz verrückt kommt – und rechnerisch ist das durchaus möglich – könnten sich die Jungs des SC DHfK sogar an den letzten beiden Spieltagen noch auf einen Aufstiegsplatz ins Oberhaus mogeln. Ein Heimsieg gegen das Schlusslicht aus Düsseldorf wäre dazu genauso Pflicht wie ein Auswärtssieg gegen den bisher punktgleichen Tabellenvierten HC Erlangen. Die weitaus schwerere Übung liegt allerdings nicht mehr in Leipziger Hand. Denn der aktuelle Dritte – TV 1893 Neuhausen – müsste beide noch ausstehende Partien verlieren, um noch vom SC DHfK überholt werden zu können. Ein Auswärtsspiel bei der HG Saarlouis (Platz 14) und ein Heimspiel gegen Minden (Platz 1) stehen dabei für die Neuhausener noch auf dem Programm.

Doch an solche Rechenspielchen verschwenden Trainer Uwe Jungandreas und seine Schützlinge keine Gedanken. Ihnen geht es zunächst vor allem darum, sich heute mit einer guten Leistung beim eigenen Publikum zu bedanken und damit auch die Weste bei Rückrunden-Heimspielen weiß zu halten. Außerdem würde ein Sieg die Stimmung auf der Abschlussparty deutlich heben.
Besinnliche Momente wird es dennoch geben. Besonders dann, wenn mit Co-Trainer Sven Strübin (Abschluss Studium) sowie den Spielern Philipp Seitle (Neuhausen), René Wagner (SG LVB), Sebastian Schulz (SG LVB) und Maik Wolf (Spergau) gleich fünf Weggefährten der letzten Jahre aus dem Verein verabschiedet werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Maik Wolf. Mit seinem Wechsel geht nun auch der letzte aktive Spieler des historischen „Gründungskaders“ von 2005 seiner Wege.

Dafür konnte der SC DHfK den Vertrag mit René Boese vorfristig bis 2015 verlängern. Er ist gültig für die 1. und die 2. Bundesliga. „Mit René haben wir einen Leistungsträger gebunden, mit dem wir ab der kommenden Saison um den Aufstieg spielen wollen. Er besticht durch konstante Leistungen, ist zweitbester Torschütze des Teams und Führungsspieler“, freut sich Geschäftsführer Karsten Günther.

Die Partie des SC DHfK gegen die HSG Düsseldorf beginnt heute um 19:30 Uhr in der Ernst-Grube-Halle. Bereits um 18:00 Uhr startet das Saisonabschlussfest.


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