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SC DHfK vs. Bergischer HC 18:32 – Leipzig nimmt den Rhythmus nicht auf

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    Der SC DHfK hat nach einer desaströsen Leistung die zweite Heimniederlage der Saison einstecken müssen. Beim 18:32 (9:18) gegen Bundesliga-Absteiger Bergischer HC vor 1.730 Zuschauern in der Arena, waren die Hausherren geistig nie auf der Höhe des Geschehens und zudem viel zu leidenschaftslos und unbeweglich. Nach nur drei Siegen in sieben Spielen verbleiben die Grün-Weißen im unteren Tabellen-Mittelfeld.

    Gabor Pulay schüttelte erst den Kopf, schaute nach unten und brauchte drei Sekunden, um wieder aufzublicken und Worte zu finden. „Ohne Thomas keine Aggressivität in der Abwehr, kein Siebenmeter für den Gegner, nur zwei Strafminuten gegen uns und im Rückraumspiel immer nur Eric, Eric, Eric!“, fasste der DHfK-Torhüter die Gründe für die schlimme Heimniederlage seines Teams gegen den Bergischen HC (Solingen) zusammen, bei der Kapitän Thomas Oehlrich wegen einer Schambeinentzündung zuschauen musste. Sein Trainer Uwe Jungandreas hatte in der Schlussphase bei den Fehlern seiner Mannschaft nur noch resignierend zu Boden geschaut. „Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, schimpfte einer seiner verlässlichsten Spieler Uli Streitenberger nach der Schlusssirene. „Gegen so eine Mannschaft musst du hinten arbeiten, stehen wie eine Wand und kämpfen. Wir wollten mitspielen statt mitkämpfen. Da kannst du nicht gewinnen.“
    Die Hausherren zeigten sich schon in der Anfangsphase einmal mehr in dieser Saison leidenschaftslos, kassierten über das gesamte Spiel einfache Gegentore aus dem Rückraum oder durch die Mitte und zeigten in der Offensive viel zu wenig. „Vorn war das undiszipliniert. Da werfen wir viel zu viel leichtfertig weg“, so Streitenberger. Der Bergische HC, nach dem Auswärtssieg in Leipzig nun Tabellenführer der 2. Liga, hatte von Anfang an das Zepter in der Hand, zog über die Stationen 4:1 (7.) und 9:4 (17.) bis auf 18:9 zur Pause weg. „Wir haben konzentriert begonnen und in der Anfangsphase viele einfache Tore gemacht, was eigentlich das Leipziger Spiel ist. So waren wir schnell vorn. Uns einzuholen, wird dann schwer“, so BHC-Torhüter Mario Huhnstock, der im Tor deutlich glücklichere Momente hatte als Gabor Pulay. Dieser bekam immer mal einen Finger an den Ball, hatte aber insgesamt auch nicht seinen besten Tag. „14 Tore Abstand sind viel zu viel, fünf oder sechs wären in Ordnung gewesen“, so Pulay sauer.

    Die undankbarste Aufgabe an diesem Abend hatte allerdings nicht Pulay, sondern Hallensprecher Sascha Röser. Der bemühte sich redlich, trotz miserablen Spiels, die 1.730 Zuschauer bei Laune zu halten, „kitzelte“ das Publikum („Mit euch im Rücken schaffen wir das noch!“) und verbreitete selbst noch zur Pause Optimismus: „Da geht noch was!“. Um dann bei fortwährender Spieldauer immer wieder elegant den Pokalhit gegen den THW Kiel am 24. Oktober in den Fokus zu rücken. Was blieb ihm auch anderes übrig? Nach einem Doppelschlag zu Beginn der zweiten Hälfte und guten zwei Minuten in denen man den Eindruck gewann, die Gastgeber hätten Emotionen getankt, waren die Gäste wieder da und liefen anschließend mehr oder weniger intensiv aus. Gäste-Trainer Sebastian Hinze nahm zeitig seinen besten Torschützen Maximilian Wolf (8 Tore) vom Parkett, Uwe Jungandreas schickte für die letzten Minuten Nachwuchstalent Max Emanuel auf die Platte.

    Die 50 aus Solingen mitgereisten Fans feierten derweil die weißgekleideten Gäste als Spitzenreiter. Für ihr Team war es selten kaum mehr als ein Trainingsspiel, die Leistung des SC DHfK war dafür zu bedenklich.
    Beste Werfer: SC DHfK: Göde, Boese (je 4), Bergischer HC: Weiß (8), Emil Berggren (5). Zuschauer: 1.730 in der Arena Leipzig. Strafminuten: SC DHfK Telehuz, Bergischer HC: Hegemann (2x).
    1. Bergischer HC (7 Spiele/ 12:2 Punkte/ +34 Tore)
    2. TV Emsdetten (7/ 12:2/ +27)
    3. ThSV Eisenach (7/ 10:4/ +20)
    (…)
    13. SC DHfK Leipzig (7/ 6:8/ -19)
    (…)

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