Hildesheim vs. SC DHfK 25:21 – Der Kampf stimmte, das Ergebnis nicht

Die Niederlagenserie des SC DHfK geht weiter. Bei Bundesligaabsteiger Eintracht Hildesheim verloren die Jungandreas-Schützlinge mit 21:25 (12:12). Die Grünweißen lagen bis in die zweite Halbzeit vorn, mussten aber dem hohen Aufwand schließlich Tribut zollen und kassierten die vierte Niederlage in Folge. Zwei Punkte trennen den SC DHfK nun nur noch vor einem Abstiegsplatz.
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Bei einem Bundesligaabsteiger nur 25 Gegentore zu bekommen, ist eigentlich gar nicht schlecht. Doch dem SC DHfK war trotz ansprechender kämpferischer Leistung am Sonntagnachmittag kein Sieg beim zweitgrößten niedersächsischen Sportverein vergönnt. „Unsere Chancenverwertung war heute das große Manko. Wenn man hier gewinnen will, muss man einfach alle freien Würfe reinmachen“, analysierte Rechtsaußen René Boese nach dem Spiel enttäuscht.

Seine Mannschaft hatte gut begonnen, im Gegensatz zum Spiel in Bad Schwartau von Anfang an Tempo und Spiel bestimmt. Folgerichtig lagen die Grünweißen die meiste Zeit vorn und gingen auch nach Gleichstand zur Pause kurz nach Wiederbeginn erneut in Führung. Doch binnen neun Minuten war aus dem Zwei-Tore-Vorsprung (14:12/33.) ein 14:17 (42.) geworden. Die Gäste mussten vor 1.332 Zuschauern in der Arena Hildesheim abreißen lassen. Die Gastgeber siegten letztlich mit vier Toren Vorsprung. „Wenn wir kein einziges Tor aus dem Rückraum machen, können wir das Spiel einfach nicht gewinnen“ kommentierte Trainer Uwe Jungandreas nach der Niederlage gefrustet. „Aufgrund unserer personellen Probleme ist uns bei dem Aufwand dann einfach die Puste ausgegangen, und wir haben uns technische Fehler geleistet.“ Jungandreas musste auch diesmal verletzungsbedingt auf Rückraum-Torgarant Eric Jacob verzichten. So blieb der Rückraum in Sachen Torgefahr eher zurückhaltend.

Trotzdem waren genügend Möglichkeiten vorhanden, wie Ersatzkapitän Rico Göde nach dem Spiel bekannte. „Wir müssen uns selbst den Vorwurf machen, zu viele klare Chancen ausgelassen zu haben.“ Wohl der größte Grund für die vierte Niederlage in Folge. Auch Göde stünde eine Entlastung am Kreis, die Thomas Oehlrich geben könnte, gut zu Gesicht. Aber auch die wird längerfristig nicht möglich sein. Immerhin: „Kämpferisch sind wir das Spiel gut angegangen und haben das auch auf dem Parkett gezeigt. Jetzt müssen wir dort weitermachen, dann werden wir auch wieder Spiele gewinnen“, so der Hüne.
Geschäftsführer Karsten Günther war zwar ebenfalls vom Spielausgang enttäuscht, macht allerdings nicht den Anschein, dass mit Turbulenzen rund um die Trainerbank zu rechnen ist. „Wir werden uns als Verantwortliche Montagvormittag zusammensetzen und das Spiel und die Lage noch einmal ausführlich und in Ruhe analysieren. Dann werden die Weichen für das Heimspiel am Sonntag gegen Erlangen gestellt. Wir wollen schließlich die Kuh wieder vom Eis holen.“ Den Ausflug nach Hildesheim bewertete der 31-Jährige jedenfalls nicht nur negativ. „Wir haben endlich mal wieder das abgerufen, was im letzten Jahr unser Standard war und warum wir in der Vergangenheit auch so erfolgreich waren. Die Jungs haben sich zerrissen und waren am Ende komplett ausgepowert.“

Dies ist auch Grundvoraussetzung für den nächsten Punktgewinn. Am besten schon am dritten Advent, 17 Uhr, zu Hause gegen den HC Erlangen. Die Franken haben bisher erst zweimal in der Fremde gewinnen können, an diesem Wochenende verloren sie beim Aufsteiger Henstedt-Ulzburg. Klingt nach einer spannenden Begegnung, die letzte Saison noch ein Spitzenspiel war. Diesmal wird es ein Kampf auf der Kellertreppe zur 3. Liga.
Eintracht Hildesheim: Klockmann (TH), Schulz (TH) – von Hermanni, Tzimourtos, Nikolov 1,Quist 3, Weißbach 1, Murawski 4/2, Chantziaras 5, Jonsson 5, Herbold 3, Meschke 3, Eichenberger, Nartey.
SC DHfK Leipzig: Galia (TH), Pulay (TH) – Müller, Dietzmann, Emanuel 4, Streitenberger 1, Baumgärtel 1, Binder, Boese 3, Riehn 3, Prokopec 3/1, Telehuz, Feld 2, Göde 4.

Siebenmeter: Hildesheim 3/2, Leipzig 2/1, Zwei-Minuten-Strafen: Hildesheim 4x, Leipzig 1x, Zuschauer: 1.332 in der Arena Hildesheim.
1. TV Emsdetten (15 Spiele/ 24:6 Punkte/ +50 Tore)
:
13. SC DHfK Leipzig (15/ 12:18/ -37)
14. ASV Hamm-Westf. (16/ 11:21/ -21)
15. HC Empor Rostock (15/ 10:20/ -31)
16. Henstedt-Ulzburg (15/ 10:20/ -35)
17. EHV Aue (15/ 10:20/ -23)


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