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Hallenhockey-EM: Deutsche Damen-Mannschaft fast im Halbfinale

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    Komplizierte Gruppenkonstellation am Ende des ersten Tages der Hallenhockey-EM in der Gruppe der deutschen Damen: Obwohl Deutschland am ersten Tag beide Spiele gewonnen hat, ist der Halbfinaleinzug nicht sicher.

    Trotz zweier Siege kein Halbfinale? Klingt nach einer Horrorvorstellung, was den deutschen Damen nach einem guten Start in die Hallenhockey-Europameisterschaft blühen könnte. Zwar haben die Deutschen auch ihr zweites Spiel gegen Spanien mit 2:1 gewonnen, aber weil sowohl Polen als auch Spanien einen Sieg haben, ist über die Vorrundenplatzierung dieser drei Truppen das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Im letzten Spiel gegen Polen brauchen wir noch mindestens einen Punkt um ganz sicher zu sein“, weiß Bundestrainer i.A. Marc Herbert.
    Sein Team hat mit dem 2:1-Sieg die besten Voraussetzungen für ein Weiterkommen geschaffen. Gegen den amtierenden Vizeeuropameister im Hallenhockey Spanien war das allerdings kein seichtes Flötenspiel. Schon nach vier Minuten waren die Iberer in Führung gegangen. Nach einer Strafecke, die Viktoria Wiedermann großartig parierte, verhinderte eine ihrer Mannschaftskameraden mit ihrem Körper auf der Torlinie einen Torerfolg für Spanien. Den folgerichtigen Siebenmeter verwandelte Yurena Panadero. Die deutsche Gegnerschaft machte danach einen auf Österreich. Wie die Alpenrepublikaner gegen die deutschen Herren am frühen Nachmittag, zogen sich nun auch die Spanierinnen weit zurück und warteten ab. „Unser Sieg kam nur zustande, weil wir sehr geduldig gegen diesen defensiven Gegner gespielt haben“, analysierte Kerstin Holm nach dem Spiel. Die Hallenhockey-Weltmeisterin sorgte fünf Minuten vor der Pause per Strafecke für den Ausgleich, nachdem Maria Rosa im spanischen Tor mehrmals großartig reagierte. Gegen den präzisen Schlenzer von Holm war die beste Torhüterin der letzten Europameisterschaft allerdings machtlos, und sie war es auch beim nächsten deutschen Angriff, den Geburtstagskind Eva Frank – wird heute 23 – nach Kombination mit Lea Loitsch und Rebecca Landshut mit einem Tor aus Nahdistanz abschloss. Der wichtige Doppelschlag vor der Pause.
    Direkt nach der Pause hätten die deutschen Damen dann weiter erhöhen müssen, aber nach einem präzise ausgespielten Konter über Schulz-Lonkholt und Lea Loitsch hielt erneut Rosa. Die 32-jährige vernichtete auch noch zwei deutsche Strafecken und hielt damit die weiter zögerlich spielenden Spanierinnen im Spiel, die erst acht Minuten vor dem Ende auf Attacke umstellten. Davon unbeeindruckt schien Marc Herberts Team das Kind zu schaukeln, bis die Schiedsrichter elf Sekunden vor dem Ende noch einmal auf Strafecke für Spanien entschieden. Doch wie Rosa auf der Gegenseite, entschärfte diesmal Wiedermann den allerletzten Schuss des Spiels. Die deutschen Damen konnten zufrieden zurück ins Hotel fahren. „Viel wird heute nicht mehr passieren, wir werden was essen und die Spielerinnen bekommen erste Anweisungen für das letzte Gruppenspiel gegen Polen.
    Die Geburtstagsfeier von Eva Frank muss im Sinne des Erfolgs leider ausfallen“, so Bundestrainer Marc Herbert. 22 Uhr ist Zapfenstreich im Hotel, 7 Uhr morgens wird zur Morgenaktivität geladen. Herbert wird bis in die Nacht die Spiele der polnischen Mannschaft analysieren und auch schon mal die potenziellen Halbfinalgegner sezieren. „Wir müssen vorbereitet sein“, lautet sein Credo für den Samstag. Doch Herbert auch ein Problem weniger: Gegen Spanien stand die Hintermannschaft schon viel besser als gegen Tschechien und sie soll sogar noch besser werden. „Wir arbeiten erst seit dieser Woche zusammen, dafür sind wir schon sehr weit und ich bin sicher, dass die Mannschaft noch mal einen Sprung macht“, ist sich die 30-jährige Kerstin Holm sicher. Sonnabend, 10:40 Uhr, kann die deutsche Mannschaft die Zuschauer an diesem Entwicklungsschritt teilhaben lassen, dann geht’s gegen Polen.

    Durch den 5:1-Sieg Polens gegen Tschechien und den spanischen 5:4 gegen Polen zu Beginn des Turniers sind die Tschechen als einzige Mannschaft der Gruppe bereits so gut wie ausgeschieden. Nur ein Sieg gegen Spanien mit mehr als sechs Toren Unterschied und ein hoher deutscher Sieg gegen Polen würde sie im Turnier halten. Gleichzeitig brauchen die Deutschen mindestens einen Punkt gegen Polen, um ganz sicher durch zu sein. Bei einer Niederlage gegen Polen und einem hohen spanischen Sieg, wäre Deutschland draußen.
    Frauen, Gruppe B:
    Spanien – Polen 5:4
    Deutschland – Tschechien 5:3
    Deutschland – Spanien 2:1
    Polen – Tschechien 5:1

    Am Samstag spielen:
    Große Arena
    09:30 Uhr: Spanien – Tschechien
    10:40 Uhr: Deutschland – Polen

    Frauen, Gruppe A:
    Ukraine – Weißrussland 4:4
    Niederlande – Österreich 3:2
    Weißrussland – Österreich 2:3
    Niederlande – Ukraine 7:3

    Am Samstag spielen:
    Kleine Arena:
    09:00 Uhr: Ukraine – Österreich
    10:10 Uhr: Weißrussland – Niederlande

    Halbfinals und Spiele um Platz 7 und 5 ab 15:00 Uhr.

    Mehr Informationen:
    www.eurohockey2012.de

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