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Damendegen Weltcup: Polen gewinnt – Deutschland mit gutem 5. Platz

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    Einen Auftakt nach Maß erwischte die deutsche Damendegen-Mannschaft am Sonntag gegen Kanada. Mit 45:20 fegten sie über ihre Gegnerinnen hinweg wie ein Blizzard. Als nächste Fechterinnen standen ihnen die USA auf der Planche gegenüber und lieferten einen hochspannenden Kampf, den die Deutschen knapp verloren.

    Dabei schien es nach sieben Gefechten schon, als hätten die Amerikanerinnen alles klar gemacht. 28:23 Treffer lagen sie in Führung, dann holte Imke Duplitzer den gesamten Rückstand gegen Susannah Scanlan auf und setzte dabei vier Treffer während der letzten Minute. Ihre Gegnerin musste das erst einmal verarbeiten und vergoss ein paar Tränen der Enttäuschung. So ging also Britta Heidemann mit einem Gleichstand in das entscheidende Gefecht und blieb zur Verwunderung der Zuschauer untätig, genau wie auf der anderen Seite Courtney Hurley.
    Der Obmann unterbrach und verkürzte den Regeln entsprechend auf eine Minute Kampfzeit. Jetzt drehte Hurley auf und konnte mehr Treffer landen. Die Amerikanerin erkämpfte sich einen Vorsprung, und so blieb Britta Heidemann nur noch ein letztes Mittel. Sie rannte auf die Gegnerin zu und versuchte schnelle Treffer zu setzen, was beim ersten Mal mit dem Überraschungsmoment auch gelang. Dann allerdings reagierte Hurley gut und setzte ebenso ihre Konter. Schlussendlich unterlagen die Damen von Trainer Piotr Sozinski mit 36:39 und kämpften damit um die Plätze fünf bis acht.

    Dabei gelangen ihnen zwei deutliche Siege gegen die beiden laut Weltrangliste stärksten Mannschaften, nämlich Rumänien und China. „Es war gut, nach zwei Jahren auch mal wieder gegen die Chinesinnen zu kämpfen und zu sehen, welche taktische Entwicklungen sich dort abgespielt haben“, sagte Imke Duplitzer nach den Kämpfen. „Mit Xiaojan Luo versuchen sie wohl irgendwie Britta zu klonen, sie macht genau die gleichen Bewegungen. Damit das aber klappt, müsste sie auch verstehen, warum Britta das so macht. So ist es wie mit japanischen Motorrädern früher, die sahen aus wie eine Harley-Davidson, fuhren aber nicht so.“
    Auch die „echte“ Britta Heidemann war nicht unglücklich über den Ausgang des Turniers. „Gegen die USA kann es besser laufen, aber die beiden nächsten Siege geben uns ein gutes Gefühl auf dem Weg nach London.“ Bundestrainer Piotr Sozanski imponierte vor allem die taktische Disziplin seiner Mädels. „Besonders gegen die Chinesinnen haben sie wunderbar nach der Vorgabe gefochten.“ In den vier Wochen bis zum Olympischen Turnier werde nun noch an technischen Feinheiten und der Taktik gearbeitet.

    Das Finale kämpften mit Estland und Polen zwei Mannschaften, die dann zu Hause sitzen. Dabei ließen die Polinnen zu keiner Zeit Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Eine kurze Beschwerde, weil gleich zwei Mal während eines Gefechts das Licht wechselte, war auch schon alles was für sie nicht optimal lief. Besonders Malgorzata Stroka ließ ihre Gegnerinnen schlecht aussehen, Kristina Kirpu verließ sogar bei noch 1:40 Minute Restzeit und 0:4 Treffern freiwillig die Planche. Somit war der 33:28-Sieg hoch verdient.
    Viertelfinals:
    Polen – Rumänien 45:43
    USA – Deutschland 39:36
    Italien – Ukraine 45:43
    Estland – China 34:33

    Halbfinals:
    Polen – USA 32:31
    Italien – Estland 44:45

    Finale:
    Polen – Estland 45:38

    Gefecht um Platz 3:
    Italien – USA 45:44Die Endplatzierungen:
    1. Polen
    2. Estland
    3. Italien
    4. USA
    5. Deutschland
    6. China
    7. Rumänien
    8. Ukraine

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