Seit ihrer Gründung 1980 in der Bergarbeiterstadt Trbovlje im damals noch kommunistischen Jugoslawien haben Laibach immer wieder Konventionen gebrochen und Barrieren überschritten. Das Künstlerkollektiv „Neue Slowenische Kunst“ (NSK), als Teil dessen sich Laibach verstehen, erhebt das Spiel mit der Ideologie zur höchsten Kunst und eckt dementsprechend oft an. Die einerseits affirmative, andererseits aber auch zutiefst ironische Ästhetik der NSK prägt das Künstlerkollektiv bis heute.

Laibach sind Weltmeister der Dialektik und finden immer neue Synthesen und Antithesen zum Weltgeschehen und eigenen Wirken. Bereits 2017 macht das Kollektiv weiter mit der Produktion einer erneuten Soundtrackarbeit. Diesmal geht es um Friedrich Nietzsches „Also Sprach Zarathustra“. Die Platte ist der perfekte Schachzug zum optimalen Zeitpunkt. Denn wie kein anderer vereint der umstrittene deutsche Philosoph alle Widersprüchlichkeit in sich.

Für die einen ist „Zarathustra“ die absolute Befreiung des Denkens und Handelns, für andere die Verkörperung einer soziopathischen, totalitären und bellizistischen Gesinnung. Für Laibach ist es ein gefundenes Fressen, dem eigenen Katalog ein weiteres Juwel hinzu zu fügen. Statt auf grellen Sound oder typisches Getöse setzen sie mit „Also Sprach Zarathustra“ auf eine musikalische Umsetzung, die man für ihre Verhältnisse als nahezu fluffig beschreiben kann.

Tickets ab sofort an allen bekannten VVK-Stellen, Einlass: 19:00, Beginn: 20:00 Uhr im Täubchenthal.

http://www.laibach.org/

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