Am 22. und 23. Februar im Westflügel: Gastspiel der Numen Company mit Cocon & Limen

Ein Schrei durchbricht die Stille einer Sandwüste. In undurchsichtige Dunkelheit kommt Bewegung. Eine filigrane, skelettähnliche Hand gräbt sich heraus, eine zweite kommt hinzu. Die jedoch scheinen zu einem Wesen aus einer anderen Welt zu gehören … Bin ich der, der ich bin? könnte die Frage dieses wie von Geisterhand initiierten, mehrteiligen Schöpfungsaktes heißen.

„Cocon versetzt den Zuschauer in eine zeitlose Welt; aus den Sandtränen einer mythischen Mutter-Göttin entsteht ein seltsames Wesen, das sich um einen kleinen Mann kümmern wird, der wie ein Schmetterling aus einem Kokon schlüpft und allein nicht überleben könnte.

Cocon
handelt vom Bedürfnis nach Schutz und vom Streben nach Erkenntnis
Konzeption/ Regie/ Spiel: Uta Gebert – Musik: Morgan Daguenet – Bühne/ Puppen: Uta
Gebert – Licht: Uta Gebert, Paul Friedrich – Video: Silja Lex

Die plastische Arbeit an den Puppen, die Ausdruckskraft der Figuren, die Geschicklichkeit der Puppenführung, die Offenbarung des Lebendigen und der metaphysischen Fragen, die damit Fragen, die damit verbunden sind, sind einfach faszinierend. Große Kunst.“ !MM, Théâtre Paris Villette

„Wortlos ist das Spiel von Uta Gebert.(…) Dafür sind die Szenen – zeitweise begleitet durch wie leise murmelnde Musik – voller Zärtlichkeit.(…) Und wenn in Geberts behutsamen Spiel mit der Marionette der instrumentale Singsang verstummt, dann ist es so still im Theatersaal, dass man meinen könnte, die Besucher würden den Atem anhalten.“ !Lucía Tirado, Neues Deutschland

Limen
ein seltsames und beunruhigendes Zusammentreffen zweier Menschen im Schnee Konzeption/Regie/Spiel: Uta Gebert – Künstlerische Beratung: Ursula Gebert, Gabriel Hermand-Priquet – Musik: Ulrich Kodjo Wendt, Mark Badur – Bühne/Puppen: Uta Gebert – Licht: Uta Gebert, Paul Friedrich – Kostüme: Sonja Albartus, Uta Gebert

Limen (lateinisch, die Schwelle) kennzeichnet die Stelle des Zugangs und des Übergangs. Ursprünglich frei inspiriert von Franz Kafkas Prosatext „Vor dem Gesetz“ stellt Limen in seinem kurzen, dichten Szenario das Zögern, die gefühlte Ambivalenz einer Grenzüberschreitung in den Mittelpunkt.

Gerade als es aufhört zu schneien, erwacht ein eiskalter Wanderer zum Leben. Ein langer Weg liegt noch vor ihm. Doch plötzlich erscheint ein Unbekannter, eine dunkle Gestalt und stellt sich ihm in den Weg. Dieser Schatten versucht seine Macht mit einem eindeutigen Schweigen zu demonstrieren. Der Wanderer schwankt zwischen Angst und Rebellion.

„Uta Geberts Stücke sind kurz, zeigen das Wesentliche, sprechen das Gefühl an und bleiben einem noch eine gewisse Zeit in den Gedanken. So, als wollten sie sich mit den Erfahrungen des Zuschauers zusammentun und von ihm nach eigenem Ermessen ausgeschmückt werden. Jedes Mal setzt Uta Gebert dieses Gedanken- Spiel in Gang. Das ist schon eine besondere Kunst. Die Inszenierungen der Puppenspielkünstlerin sind optisch immer in Dunkel getaucht, jedoch nie kalt. Uta Gebert führt ihre selbst erscha enen Puppen für den Betrachter fast ffenbarung des Lebendigen und der metaphysischen Fragen, die damit unsichtbar aus dem Hintergrund. So sorgfältig wie die Puppen für Limen gebaut sind und bewegt werden, würden sie auch als Darsteller im Animationsfilm eine gute Figur abgeben.“ !Lucía Tirado – Neues Deutschland

„In den Stücken von Uta Gebert agieren die Puppen oder die Objekte wenig, Uta Geberts Stücke sind viel mehr choreographisch als erzählerisch. Der Künstlerin geht es darum, zu dem Innersten ihrer Objekte oder Formen zu gelangen und diese Innerlichkeit im irrealen Raum der Bühne erscheinen zu lassen. Utas Puppen schwanken zwischen An- und Abwesenheit. (…) Uta Gebert appelliert an unsere Fähigkeit zu glauben oder zu erahnen, dass es etwas anderes Unsichtbares gibt.“ !Renaud Herbin

Uta Gebert
studierte Puppenspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und an der École Supérieure Nationale des Arts de la Marionnette Charleville-Mézières in Frankreich. Seit 1996 ist sie als freiberufliche Puppenspielerin im In- und Ausland tätig.

In ihren Soloarbeiten entwickelte sie eine sehr eigene ästhetische Sprache. Das gesprochene Wort tritt hinter den sehr reduzierten, geheimnisvollen Bildern als Sinnträger zurück.

Parallel zu ihrer solistischen Arbeit kooperiert Uta Gebert mit verschiedenen internationalen Regisseuren. Von 2001 bis 2007 gastierte sie als Puppenspielerin in mehreren Produktionen des amerikanischen Regisseurs, Szenografen und Puppenspielers Roman Paska. Seit 2015 ist sie als Puppenspielerin und Darstellerin für die Inszenierung The Ventriloquists Convention von Gisèle Vienne engagiert.

„Uta Geberts Puppen verwenden viel Zeit, ihren Blick schweifen zu lassen. Aber niemals verraten sie, wohin sie sehen oder was genau sie betrachten. Sie schauen symbolische Räume, die nicht zu lokalisieren sind. Sie sind irgendwo und nirgends. Sie sind Zukunft, Vergangenheit, Leben, Tod. So entstehen Welten in einem leeren Raum: versucht man sie zu betreten, verschwinden sie. (…) Und auch wenn der Blick weit ins Fremde geht, bleibt für uns Betrachter doch immer das Gefühl einer Welt, die uns auf seltsame Weise nahe ist, die wir alle genau kennen, jeder für sich.“ Gert Engel (Das Portrait – www.fidena.de)

2015 wurde Uta Gebert vom Institut International de la Marionnette in Frankreich mit dem Preis in der Kategorie „Création/Expérimentation“ ausgezeichnet.

Karten
Reservierung: service@westfluegel.de | Tel. 0341/260 90 06 (Mailbox)
Onlinekartenkauf über www.westfluegel.de
Westflügel Leipzig | Hähnelstr. 27 | 04177 Leipzig | www.westfluegel.de

MelderTheater
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Polizei durchsucht Wohnungen der „Thügida“-Anführer – auch Alexander Kurth betroffen
Alexander Kurth (Die Rechte) bei LEGIDA. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserUnter den zahlreichen rechtsradikalen „Bürgerbewegungen“, die sich in den vergangenen Jahren im Osten Deutschlands gegründet haben, gehört „Thügida“ zu den bekanntesten und aktivsten. Doch die mittlerweile als „Volksbewegung“ auftretende Organisation könnte weiter an Bedeutung verlieren. David Köckert, eine der Führungsfiguren, sitzt seit Monaten in Untersuchungshaft. Am Dienstag, den 19. Februar, durchsuchte die Polizei im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Köckert mehrere Wohnungen – auch die des Leipziger Neonazis Alexander Kurth.
365 Euro im Jahr: Ökolöwe sammelt Unterschriften für Wiener Modell im Leipziger ÖPNV
Moderne XL-Straßenbahn am Augustusplatz. Foto:Ökolöwe

Foto: Ökolöwe

Für alle LeserDie jüngste Vorlage zum Luftreinhalteplan hat es wieder vor aller Augen geführt: Mit kosmetischen Maßnahmen löst Leipzig weder seine Luftschadstoffprobleme noch die im Verkehr. Und im ÖPNV ist seit dem letzten Luftreinhalteplan 2009 viel zu wenig passiert. Jetzt hängt auch der neue Nahverkehrsplan wieder nach. Und der Ökolöwe Leipzig appelliert dafür, in Leipzig das attraktive Wiener Modell einzuführen.
Ulf Schirmer macht 2022 Schluss: Oper Leipzig sucht neuen Intendanten
Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserDie Oper Leipzig sucht einen neuen Intendanten. Wie die Stadt am Montag mitteilte, wird Ulf Schirmer seinen Vertrag über Juli 2022 hinaus nicht verlängern. Die Trennung sei im Einvernehmen erfolgt und trage der weiteren privaten Lebensplanung des Opernchefs Rechnung.
Fluglärmaktivisten stellen ihre Minimalforderungen für die Leipziger Stadtratswahl vor
Flugzeug beim Flug übers Leipziger Stadtgebiet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur Landtagswahlen sind in diesem Jahr in Sachsen. Leipzig wählt in diesem Jahr am 29. Mai auch einen neuen Stadtrat. Und es gibt gefühlt noch viel mehr große und schwierige Themen, die den Leipzigern auf den Nägeln brennen, als zur letzten Stadtratswahl. Einfach auch deshalb, weil in den vier Jahren nichts wirklich Helfendes passiert ist. So geht es auch beim Fluglärm zu. Und augenscheinlich haben das mittlerweile mehrere Parteien auf der Liste und fragen bei den Fluglärminitiativen an, was denn nun eigentlich gemacht werden soll.
Grüne schnüren ein richtiges Bio-Landwirtschafts-Paket für Leipzig
Im Projektgebiet von „stadt PARTHE land“. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit Jahren laufen die Diskussionen um die Umweltschäden in der und durch die intensive Landwirtschaft, zuckt der Landwirtschaftsminister die Schultern, wenn es um Nitrat im Grundwasser, belastete Flüsse, schwindende Artenvielfalt und Bodenverluste geht. Und tut nichts. Leipzig als Besitzer von immerhin noch 1.800 Hektar landwirtschaftlicher Fläche könnte etwas tun. Mit acht Stadtratsanträgen wollen die Grünen die Leipziger Verwaltung dazu bewegen, es auch wirklich zu tun.
Chance auf renommierte Literaturpreise für zwei sehr aufmerksame Autorinnen
Luise Boege. Foto: Tobias Neumann

Foto: Tobias Neumann

Für alle LeserManchmal klappt es, da erreichen auch Bücher, die in der L-IZ besprochen wurden, die Aufmerksamkeit der großen Buchpreis-Jurys. Das ist gerade in zwei sehr eindrucksvollen Fällen der Fall: Anke Stelling wurde mit ihrem Roman „Schäfchen im Trockenen“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Am 22. Februar kann man die Autorin auch im Schauspiel Leipzig erleben. Und der kleine Leipziger Verlag Reinecke & Voss freut sich über die Nominierung seiner Autorin Luise Boege für den BDI-Literaturpreis „Text und Sprache“.
Grüne wollen wissen, warum die Stadt die Beschlüsse zur Biolandwirtschaft einfach nicht umsetzt
Schöner saftiger Ackerboden im Leipziger Norden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs war in den vergangenen Jahren immer wieder Thema im Stadtrat: Der Leipziger Stadtrat beschloss mutige Vorgaben zum Ausbau des Biolandbaus, zu Hecken und Biotopschutz. Sogar im Integrierten Entwicklungskonzept (INSEK) der Stadt tauchen die Ziele auf. Aber die Realität zeigt das Gegenteil: Augenscheinlich fühlt sich kein einziges Leipziger Amt bemüßigt, die Stadtratsbeschlüsse auch umzusetzen. Die Grünen legen deshalb ein dickes Antragspaket vor. Und wir reisen zurück ins Jahr 2007.
Linke-Stadträtin: Es ist zynisch, Geflüchtete gegeneinander auszuspielen
Die Mission Lifeline Crew am 4. August 2018 bei der Seebrücke-Demo in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserErst stutzt man, dann schüttelt man den Kopf – und dann fragt man sich: Ist diese CDU-Fraktion jetzt endgültig durchgedreht? Was treibt eine biedere Bürgerfraktion in Leipzig dazu an, einen menschlichen Antrag der Linksfraktion einfach völlig auszuhöhlen und aus einem Hilfsantrag für Menschen, die aus dem Mittelmeer gerettet wurden, einen ideologischen Antrag zu machen, mit dem nun aus Venezuela Geflüchtete in Leipzig aufgenommen werden sollen? Was hat das miteinander zu tun?
„Kästner2019“: Schaubühne startet Themenreihe zu Erich Kästner
Die Schaubühne Lindenfels in der Karl-Heine-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Am 23. Februar, zu Erich Kästners 120. Geburtstag, startet die Schaubühne Lindenfels eine Themenreihe zu dem bedeutenden Künstler. Bis zur Europawahl am 23. Mai und auch darüber hinaus werden Kästners Werke auf Bühne und Leinwand, aber auch in die Stadtgesellschaft getragen. Den Auftakt macht die erste Verfilmung von „Emil und die Detektive“.
Neandertaler ernährten sich am liebsten von Rentieren und Pferden
Zahn einer erwachsenen Neandertalerin aus Les Cottés in Frankreich. Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie/ A. Le Cabec

Foto: MPI f. evolutionäre Anthropologie/ A. Le Cabec

Für alle LeserImmer wieder brandet unter Wissenschaftlern der Streit auf, ob denn nun der Mensch am Verschwinden der großen Säugetiere schuld sei, als er sie nach dem Ende der letzten Eiszeit massiv bejagte. Denn da starben sie alle aus – ob Riesenhirsch, Wollnashorn oder die Festlandspopulationen des Mammuts. Zu viele Jäger sind des Mammuts Tod, könnte man sagen. Nun stellt sich heraus: Auch der Neandertaler hat zu seinen Lebzeiten fleißig mitgejagt.
Polizei behindert Medien am Rande einer Neonazidemo in Dresden
Gegendemonstranten 15. Februar in Dresden. Foto: Marco Arenas

Foto: Marco Arenas

Für alle LeserSchon im vergangenen Jahr sah sich die Polizei nach einer rechtsradikalen Demonstration rund um den 13. Februar in Dresden mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Unter anderem soll ein Beamter die Hinweise von Journalisten auf Gewalt gegen Gegendemonstranten ignoriert haben. In diesem Jahr waren es die Journalisten selbst, die während ihrer Arbeit von Polizisten behindert wurden. Zahlreiche Videos belegen das. Die Opposition bekräftigt deshalb ihre Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht.
Meineid-Prozess gegen Ex-AfD-Chefin Petry hat begonnen
Frauke Petry,hier noch bei einer AfD-Veranstaltung. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserDie ehemalige AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry möchte im kommenden Spätsommer mit ihrer „Blauen Partei“ erneut in den sächsischen Landtag einziehen. Laut Wahlumfragen stehen die Chancen dafür nicht gut. Ein am Montag, den 18. Februar, gestarteter Prozess am Landgericht Dresden könnte ihre Chancen sogar auf Null reduzieren. Sollte Petry wegen Meineids zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt werden, dürfte sie bei der Wahl nicht antreten.
Auch Leipzigs „verbrannte Orte“ bekommen jetzt ein Gesicht
Das Volkshaus in der Karl-Liebknecht-Straße. Archivfoto: Ralf Julke

Archivfoto: Ralf Julke

Für alle LeserIn die historische Erzählung eingegangen als tiefer Sturz der einstigen Dichternation Deutschland ist der 10. Mai 1933, als in Berlin und mehreren Hochschulstädten Deutschlands mit großem Pomp Bücherverbrennungen inszeniert wurden. Oft ist nur diese Inszenierung im Gedächtnis der Menschen noch lebendig. Und in Leipzig galt lange Zeit die Feststellung, hier habe es am 10. Mai keine Bücherverbrennung gegeben. Eben weil es die Buchstadt Deutschlands war. Aber das Projekt „Verbrannte Orte“ kann jetzt eine etwas andere Geschichte erzählen.
Baumfällungen von Sachsenforst bei Gundorf und Dölzig waren mit den Naturschutzbehörden abgestimmt
Baumfällungen im Kanitzsch. Foto: NuKLA e.V.

Foto: NuKLA e.V.

Für alle LeserFür eine gewisse Aufregung sorgten in jüngster Zeit die Baumfällungen im Kanitzsch bei Gundorf und im Dölziger Waldgebiet, beide bewirtschaftet vom Staatsbetrieb Sachsenforst. Beide Waldgebiete aber liegen auch im geschützten Leipziger Auensystem. Da kann man doch nicht einfach die Eichen fällen, fand der NuKLA e.V., der die gefällten Baumriesen mit einigem Entsetzen sah, und Anzeige erstattete. Aber so funktioniert das nicht, teilt uns Sachsenforst mit.
Warum härteres Vorgehen gegen Suchtbetroffene die Sucht nicht aus der Welt schafft
360 Kilogramm Drogen, gefunden im Fall Shiny Flakes. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserWer sich auch nur ein bisschen mit unserer Wirtschaftsweise beschäftigt hat, der weiß, dass sie davon lebt, immer neue Süchte und Begehren zu erzeugen. Ein Großteil aller Waren sind reine Lustprodukte. Und viele lösen Süchte aus, die nur noch mit immer größeren Dosen kurzfristig beruhigt werden können. Umso schizophrener ist die Unterscheidung von legalen und illegalen Drogen und der Glaube sächsischer Ordnungspolitiker, die illegalen Süchte mit Polizeigewalt „bekämpfen“ zu können. Ein Thema für René Jalaß.