Am 16. Januar im Kupfersaal: René Marik – Wie einmal ein Bagger auf mich fiel

Bekannt wurde René Marik in den 2000er Jahren, als er mit seinen Puppen Maulwurf, Eisbär Kalle und dem Frosch Falkenhorst die deutschen Comedy-Bühnen eroberte und wenig später auch in TV-Shows sein Publikum begeisterte. Aber für René Marik gibt es ein Leben vor dem Maulwurf & Co, das sich im - manchmal gar nicht so beschaulichen - Westerwald der 70er Jahre zugetragen hat.
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Der Autor berichtet auf mitreißende wie lustige und teilweise auch herzzerreißende Weise über sein Leben zwischen Pickeln, schönen Mädchen, Tod durch Langeweile, Spießertum und frisierten Mofas.

Die Lesetour

Seine Puppen, die René Marik so berühmt gemacht haben, werden bei seinen Lesungen keine Rolle spielen, so, wie sie in seinem Buch auch nicht vorkommen. Obwohl René Mariks Buch durchaus schwere Themen behandelt, legt der Auto Wert darauf, dass seine Lesung ein unterhaltsamer und gleichzeitig berührender Abend wird. Aus 240 Buchseiten hat er eine stimmige Lesefassung zusammengestellt, wobei ihm wichtig war, die Waage zwischen lustigen und tragischen Episoden zu halten.

So beginnt er seine Lesung mit einem Stück aus dem Anfang seines Buches, damit das Publikum in das Setting und die Atmosphäre eingeführt wird, um anschließend einzelne Kapitel, die exemplarisch für das Buch sind, zu lesen. Da René Marik neben seiner Arbeit als Puppenspieler auch in einer Band spielt, lag es nahe, Musik in die Lesung einzubauen. So wird er auch immer wieder zur Gitarre greifen, um passend zur Thematik Songs zu spielen.

Die Idee, eigene Stücke zu verwenden, verwarf er sehr schnell. Für ihn war es stimmiger, Songs auszuwählen, die assoziativ zu den einzelnen Kapiteln passen und es schaffen, eine Emotion noch zu verstärken und so eine zweite Ebene aufzumachen. Das geht von Radiohead und Coldplay, über die Scorpions bis zu Christina Aguilera.

Als Unterstützung an seiner Seite ist der Schauspieler und Musiker, Bodo Goldbeck, der Kontrabass und Maultrommel spielt und zudem auch einige Rollen aus dem Buch übernimmt.

Das Buch

René Mariks erste Lebensjahre spielen sich an einem ziemlich schrägen Ort ab: Mit seiner Familie lebt er in einer Bundeswehr-Kaserne im Westerwald, wo seine Eltern die Kantine betreiben. Wie ein Außerirdischer wächst René in einer Familie auf, in der das gemeinsame Schweigen und der Bratensoßengeruch sein Leben nicht nur sonntags wie Fichtenharz überziehen.

Doch zum Glück gibt es Leidensgenossen. Gemeinsam durchläuft die gelangweilte Dorfjugend den Wahnsinn namens Schule, frisiert lahme Mofas, und in der Zeit der sprießenden Pickel tauchen da plötzlich die Mädchen auf, so wunderschön und unerreichbar.

Mit großem erzählerischem Gespür führt René Marik mitten hinein in sein Coming-of-Age in der Provinz der 1970er-Jahre. In eine Geschichte, in der Tragik und Komik nahe beieinanderliegen und das Gift eines Familien-Geheimnisses langsam beginnt, seine Wirkung zu entfalten…

Biografisches

René Marik, geboren 1970, ist Komiker, Gitarrist, Sänger, Schauspieler und diplomierter Puppenspieler. Anfang der Nullerjahre gelang ihm mit seinem Bühnenprogramm Autsch’n rund um die liebenswert-cholerische Figur des Maulwurfs der Durchbruch. Der Künstler lebt in Berlin.

Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
VVK: 15 €*

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