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Zweitlängste Bahnbrücke Deutschlands in Sachsen-Anhalt: Bahn schafft Brückenschlag über das Unstruttal

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    Es ist das Vorzeigeprojekt der Deutschen Bahn, die Schienenbosse sprechen vom Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE8) nur mit vor Ehrfurcht und Stolz zitternder Stimme. Jetzt ist ein weiterer Meilenstein an der rund 500 Kilometer langen Aus- und Neubaustrecke zwischen Erfurt - Leipzig/Halle - Berlin gesetzt worden: Der Brückenschlag über das Unstruttal mit zweitlängster Bahnbrücke Deutschlands in Karsdorf.

    Am letzten Wochenende wurde die Überbrückung des Unstruttales bei Karsdorf durch eine neue 2.668 Meter lange Eisenbahnbrücke mit einem symbolischen Lückenschluss feierlich begangen. Die neue Konstruktion ist Teil des Bahnprojektes Nürnberg – Berlin. Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Harri Reiche, Landrat des Burgenlandkreises, Anwohner, Abgeordnete, Politiker der umliegenden Kommunen und Jobst Paul, Konzernbevollmächtigter für das Land Sachsen-Anhalt, würdigten die großen Leistungen der Bauleute und Verantwortlichen, das Verständnis der Anwohner während der Hauptbauzeit sowie die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.
    Die Brücke hat trotz ihrer Größe eine sehr schlanke Erscheinung, weil sie nach modernsten Konstruktionsprinzipien in so genannter integraler Bauweise errichtet wurde. Sie besteht aus monolitischen sehr stabilen Stahlbetonsegmenten ohne die bisher üblichen Lager. Vier große A-förmige Elemente überbrücken je 108 Meter, der Abstand der übrigen Pfeiler beträgt 58 Meter.

    Die bis zu 49 Meter hohe Brücke wuchs ab 2008 von Süd nach Nord über das Tal. Die Fundamente, die Gründungen, sind fast genauso tief, wie die Brücke hoch ist. Im Umfeld entstanden umfangreiche Maßnahmen zum Ausgleich des Eingriffs in die Natur, zum Beispiel ein neuer Altarm für die Unstrut.

    Der Brückenschlag markiert auch eine neue Etappe im Baugeschehen: Mit der Fertigstellung der Trasse, rohbaufertigen Brücken und Tunneln zwischen Erfurt – Halle/Leipzig folgt nun die Ausrüstung mit Fahrbahn, Gleisen, Oberleitungen, elektrischen und elektronischen Einrichtungen.

    In unmittelbarer Nähe, in 06268 Steigra/Kalzendorf, Hauplanweg 6, befindet sich das moderne Informationszentrum zum Projekt, geöffnet Mittwoch bis Sonntag 12 bis 19 Uhr. Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 umfasst die 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg – Erfurt – Leipzig/Halle – Berlin. Finanziert wird es vom Bund, der Europäischen Union und der Bahn. Die Investition beträgt etwa 10 Milliarden Euro. Die neue Bahnverbindung ermöglicht eine Reisezeit von München nach Berlin in etwa 4 Stunden und bietet eine umweltfreundliche Trasse für den Güterverkehr. Die neue Strecke soll 2017 betriebsbereit sein. Auf dem 123-Kilometer-Abschnitt von Erfurt nach Halle beziehungsweise Leipzig sollen 2015 die Züge rollen: Reisezeit 30 bzw. 40 Minuten.

    www.vde8.de

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