Leipziger Gründerpreisträger 2012: nextbike auf Expansionskurs, der Nachwuchs misst, zimmert und lernt

Die Vergabe der Leipziger Gründerpreise ist jedes Mal ein kleiner Gradmesser für das, was an neuen Entwicklungen in Leipzigs junger Wirtschaft sichtbar wird. Mal wird eine Idee gekürt, mal wird eine Vision gewürdigt, mal einfach der Businessplan für erfolgversprechend gewertet. Am Dienstag, 12. Juni, wurden im Mediencampus Villa Ida in Gohlis die Preisträger 2012 gekürt.
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Fünf regionale Unternehmen wurden am Dienstag mit Preisgeldern in einer Gesamthöhe von 8.500 Euro geehrt.

Den mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis der Sparkasse Leipzig in der Kategorie Aufsteiger bekam die nextbike GmbH zugesprochen. Es ist nicht wirklich mehr ein junges Unternehmen. Seit 2005 ist es mit seinem Fahrrad-Order-System in Leipzig aktiv. Das in Leipzig gegründete Unternehmen überzeugte aber auch 2012 die Jury wieder mit ihrem öffentlichen Fahrradverleihsystem. Die Geschäftsidee ist simpel und erfolgreich: Egal, wo sich ein potenzieller Radler befindet, soll ein nextbike bereitstehen, das unkompliziert und preiswert genutzt werden kann. Heute sitzt nextbike mit rund 10.000 Mietfahrrädern in mehr als 30 deutschen Städten sowie in Österreich, Lettland, Polen, Schweiz, Türkei, auf Zypern und in Neuseeland fest im Sattel.

Die sechsköpfige Jury – bestehend aus Vertretern der Stadt Leipzig, der IHK zu Leipzig, der Handwerkskammer zu Leipzig, des Landkreises Leipzig, der S-Beteiligungen sowie der Sparkasse Leipzig – kürte auch einen Gewinner des Hauptpreises der Stadt Leipzig, Kategorie StartUp (2.000 Euro Preisgeld): Der Preis ging an die VivoSens Medical GmbH. Das junge Leipziger Unternehmen hat das Ziel, die Diagnostik für die Frauengesundheit zu verbessern und neue Standards für die Gynäkologie, Reproduktions- und Sexualmedizin zu setzen. Dabei ist ein Messsystem für die Körperkerntemperatur von OvulaSens der erste Baustein.Den Preis der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig mit 1.000 Euro Preisgeld bekam die VIATEC GmbH, Baumesstechnik, aus Markkleeberg zugesprochen.

Den Preis der Handwerkskammer zu Leipzig mit ebenfalls 1.000 Euro Preisgeld erhielt die Tischlerei und Zimmerei Christian Engel und Martin Breitfeld GbR aus Dahlen .

Mit dem Preis der S-Beteiligungen der Sparkasse Leipzig gingen 1.000 Euro Preisgeld an die Lecturio GmbH, eine eLearning Plattform aus Leipzig.

Den Überraschungspreis des Handelsverbandes Sachsen e. V. mit 500 Euro Preisgeld bekam Thomas Fischer mit der Weingalerie Leipzig.

Zuvor hatten die Juroren für jede Kategorie (außer Aufsteigerpreis und Überraschungspreis) jeweils drei Kandidaten nominiert. Die Jungunternehmer mussten die Jury in einer fünfminütigen „Fahrstuhlpräsentation“ von sich und ihrer Geschäftsidee überzeugen. Während der Wettbewerbsphase haben die Experten des ugb alle Konzepteinreicher mit dem notwendigen Rüstzeug ausgestattet: von Informationsgesprächen, Seminaren und Workshops über eine Software zur Erstellung des Geschäftsplanes bis hin zur Finanzierungsberatung.

Andreas Koch, Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Leipzig, hob bei der Preisverleihung die Bedeutung der Jungunternehmer für die lokale Wirtschaft hervor: „Die Teilnehmer des Leipziger Gründerpreis zeigen, dass sie ihre Zukunft in die eigene Hand nehmen. Sie schaffen neue Arbeitsplätze und unterstützen damit unsere Volkswirtschaft. Mit dem Leipziger Gründerpreis möchten wir den Existenzgründern unsere Anerkennung für deren Mut, ihren Ideenreichtum und ihr Engagement aussprechen und gleichzeitig künftigen Gründern Mut machen, ihre Ideen in einem eigenen Unternehmen umzusetzen. Dabei stehen wir ihnen als verlässlicher Partner zur Seite. Allein 2011 haben wir rund 140 Neugründungen finanziell begleitet, aus denen insgesamt 300 Arbeitsplätze hervorgegangen sind.“

Teilnahmeberechtigt für den Leipziger Gründerpreis sind alle Gründungswilligen sowie bestehende Unternehmen, sofern die Gründung nicht länger als sieben Jahre zurückliegt. Die Gewinner erhalten Geldpreise und umfangreiche Coachingleistungen. Nach ihrer erfolgreichen Gründung haben die besten Jungunternehmer zudem die Chance, für den Deutschen Gründerpreis nominiert zu werden und in den Kategorien StartUp oder Aufsteiger zu gewinnen.


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