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Zoo Leipzig zieht Bilanz: Wieder über 2 Millionen Besucher, ein Preis und 2013 neue Reviere für Flamingos und Leoparden

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    Letztes Jahr wurde das anvisierte Ziel leicht übertroffen. Dieses Jahr wird's eine Punktlandung. 2,1 Millionen Besucher wird der Leipziger Zoo zum Jahresende verzeichnen. "Plus minus", sagt Zoodirektor Dr. Jörg Junhold. Gondwanaland hat gebracht, was man sich versprach. Auch Übernachtungen.

    Denn eigentlich braucht man allein für die Riesentropenhalle Gondwanaland, die im Frühsommer 2011 eröffnete, einen ganzen Tag, um sie zu erleben. 64 Arbeitsplätze hat das überdachte Dschungelprojekt gebracht. Und an manchen Tagen reicht der Platz vor der Zoo-Kasse in der Pfaffendorfer Straße nicht mehr aus, um die Warteschlangen zu fassen.

    Aber Jörg Junhold wäre nicht Jörg Junhold, hätte er das nicht geahnt. Tatsächlich ist selbst das Teil seines Masterplans „Zoo der Zukunft“, Teil 2, den er im Frühsommer dem Stadtrat vorlegte. Und der Stadtrat gab am 18. Juli seine Zustimmung für das 56-Millionen-Euro-Projekt, mit dem der weitere Umbau des Zoogeländes bis 2020 abgesichert wird.

    2013 heißt das: 8,5 Millionen Euro für die neue Leopardenanlage, die gleich neben der Tiger-Taiga entstehen soll, für die im rückwärtigen Bereich der Tropenhalle gelegene Wasservogelzucht und für die Flamingos. Die standen bislang immer brav in ihrem bescheidenen Fußbad gleich hinter dem Kassenbereich. Damit ist 2013 Schluss. Der komplette Eingangsbereich des Zoos wird umgestaltet. Der Vorplatz draußen an der Pfaffendorfer wird größer, damit die Warteschlangen Platz finden. Und drinnen entsteht eine neue – mit mehr Wasserfläche versehene und damit angemessenere Flamingoanlage.
    „Im Grunde wird im nächsten Jahr die komplette Gründerzeitanlage neu gestaltet“, sagt Junhold. Das betrifft auch den Gründerzeitgarten hinter der Kongresshalle, die selbst auch wieder in den Fokus rückt. Denn fertiggestellt ist erst ein Bauabschnitt auf der Nordseite der Kongresshalle. Um den großen Gründerzeitbau auch für die geplanten Großveranstaltungen nutzbar machen zu können, muss jetzt der 2. Bauabschnitt in Angriff genommen werden. Bis 2015 soll der fertiggestellt sein, so dass 2015 – zum 1.000-jährigen Jubiläum der Leipziger Ersterwähnung – der Empfangsbereich des Leipziger Zoos sich in neuer Schönheit zeigt.

    2013 ist – was den Zoo selbst anbetrifft – auch ein kleines Feierjahr. Das 135-jährige Jubiläum der Zoogründung ist dabei sogar eher das kleinere Jubiläum. Viel mehr Aufsehen wird das Zehnjährige der MDR-Serie „Elefant, Tiger & Co.“ erregen, das 2002 startete, als auch der „Zoo der Zukunft“ so langsam Gestalt annahm. Am 18. Januar soll die 500. Folge der Sendung ausgestrahlt werden, die mittlerweile einen ganzen Schwarm von Nachahmer-Sendungen im deutschen Fernsehen mit anderen Zoos im Lande gefunden hat. Im April soll dann das Zehnjährige ganz offiziell gefeiert werden, kurz nach Saisonstart. Denn am 21. März beginnt im Zoo wieder ganz offiziell die Hochsaison, in der auch die Preise wieder auf das Sommerniveau steigen. In der winterlichen Nebensaison sind sie etwas geringer, betonte Junhold bei seiner Jahresendbetrachtung am 14. Dezember.

    In der er auch den Besuchern dankte für ihren Zuspruch. Das gehört dazu. Denn 2,1 Millionen Besucher, die es wohl zum 31. Dezember sein werden, kommen nicht allein in der 500.000-Einwohner-Stadt Leipzig zustande. Das sind hunderttausende Neugierige, die mit Zug, Auto oder Bussen angereist kommen, um in Leipzig eventuell ein paar Quolls oder Dikdiks zu sehen. Und die Busunternehmen kommen augenscheinlich gern. Am 14. Dezember bekam der Zoo Leipzig in München den Internationalen Busplaner-Nachhaltigkeitspreis 2013 in der Kategorie „Freizeit- und Erlebniswelten“, natürlich speziell für die Tropenerlebniswelt Gondwanaland, die man auch dann mit seiner Reisegruppe ansteuern kann, wenn’s draußen kalt und nass ist.

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    Die einen haben es warm, sehen lauter krabbelndes, kriechendes und flatterndes Getier und können sich in den Restaurants bestens verpflegen. Und der Zoo hat stabile Einnahmen. 28,5 Millionen Euro wohl am Jahresende, davon 66 Prozent aus Besuchereinnahmen. Was ungefähr dasselbe Niveau ist, das auch die LVB erzielen. Der Zoo hat es geschafft, die Zuschüsse, die er von der Stadt braucht – von ursprünglich 42 Prozent im Jahr 2000 auf mittlerweile 10 Prozent zu senken. Was für die Stadt immer noch ein Geschäft ist, auch wenn es nicht gleich so aussieht.

    Denn wenn LTM-Chef Volker Bremer am Jahresende für Leipzig einen Übernachtungsrekord von um die 2,4 Millionen verkünden können wird, dann hat auch der Zoo mit seiner wachsenden Attraktion seinen Anteil daran. Wofür er ja bekanntlich schon zwei Mal den begehrten Tourismuspreis verliehen bekam.

    Ein Bonbon gibt es auch für die Zoobesucher: 2013 sollen die Eintrittspreise nicht steigen. „Ich denke, wir wirtschaften mittlerweile so gut, dass wir das hinkriegen“, sagt Junhold. Was zumindest – er deutet es an – auch ein kleiner Spagat ist. Noch sind nicht alle Häuser energetisch auf neuestem Stand. Auch bei der Riesentropenhalle Gondwanaland hat man noch einiges zu tun mit der Feinabstimmung, „die gerade in der kalten Jahreszeit doch ein bisschen schwierig ist“, wie Junhold sagt. Denn einfach die Fenster aufmachen um zu lüften, kann man ja nicht. Dann geht auch die Luftfeuchtigkeit verloren, die man so mühsam auf Dschungel-Niveau hochgeregelt hat.

    2014 könnten die Eintrittspreise dann freilich wieder ein Thema sein, so Junhold. „Das hängt aber davon ab, welche neuen Angebote wir bis dahin machen können. Aber drei Jahre stabile Preise sind ja auch schon eine Leistung.“

    www.zoo-leipzig.de

    Der Busplaner-Nachhaltigkeitspreis:
    www.busplaner.de/aktuelles/omnibus-news-touristik-nachrichten/9080/Internationaler-busplaner-Nachhaltigkeitspreis-erstmals-verliehen/14-Preistrae

    Elefant, Tiger & Co.:
    www.mdr.de/elefanttigerundco/index.html

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