Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Stadtrat Siegfried Schlegel (Die Linke): Richtigstellung zum Artikel der Leipziger Internetzeitung vom 25. Januar 2019 „Bürgerbeteiligung Pleißemühlgraben sehenden Auges vor die Wand gefahren + Video“

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Julke, ich bitte um Richtigstellung bezüglich meiner vermeintlich gemachten Äußerungen in Ihrem Artikel vom 25. Januar im nachfolgenden Abschnitt, der mit einem ehrabschneidenden Einstieg beginnt und in dem Äußerungen aus dem Zusammenhang gerissen und verfälschend dargestellt wurden.

Zitat aus dem L-IZ-Beitrag vom 25. Januar 2019 „Bürgerbeteiligung Pleißemühlgraben sehenden Auges vor die Wand gefahren + Video“: „Aber auch diesmal zeigte Siegfried Schlegel, dass er eigentlich nicht in der Materie steckt. Angefangen mit seiner Behauptung, die Hauptfeuerwache sei im Bauhausstil errichtet, bis hin zu den „Hinterhöfen in Privathand“. Hätte er die Vorlage gelesen, hätte er gewusst, dass auch die Grundstücke, unter denen der verrohrte Pleißemühlgraben heute fließt, alle der Stadt gehören.“

Da Sie auf meinen Redebeitrag abzielen gilt das gesprochene Wort! Der gehaltene Redebeitrag wurde auf der Internetseite der Linksfraktion ins Netz gestellt und ist dort nachlesbar. Deshalb die Textpassagen aus der Rede: „Wo bleibt der Aufschrei der Stiftung für Baukultur, wenn ein in Deutschland einmaliges Gebäude der Bauhaustradition an einem solch prominenten Standort mit notwendigen eingeschossigen Hallen zur Schauseite der Stadt verbaut wird.“

Es ist ein Unterschied, ob eine direkte Zuordnung zu einem Baustil erfolgt, oder von Traditionslinien die Rede ist, wie klare und einfache Bau- und Fassadenstrukturen ohne übertriebene Schnörkel. Das Bauhaus steht bis heute für kühne, rationale und funktionale Entwürfe in modernen Bauweisen. Zitat ARD Planet Wissen: „Für die Zeitgenossen, die in den 1920er Jahren erstmals mit der modernen Architektur konfrontiert waren, waren die neuen Häuser und Gegenstände hingegen oftmals ein Schock.“ Nicole Enderle 2014: Den einen Bauhaus-Stil gibt es gar nicht – auch wenn man umgangssprachlich vom Bauhaus-Stil spricht. Gibt es einen „Bauhaus-Stil“?

Während Gropius das flexible und kostensparende Bauen mit Fertigbauteilen vorantrieb, richteten sich Meyers Bauten vollkommen auf die Bedürfnisse ihrer Bewohner aus. Mies van der Rohe ging es dagegen hauptsächlich um die Auflösung der Grenzen zwischen Innen- und Außenraum. So wie sich die Bauten der drei Direktoren stark voneinander unterscheiden, weisen auch die Bauten der Studierenden und Meister keinen einheitlichen Stil auf.

In der Schlussbemerkung sagte ich zusammenfassend, was für die Linksfraktion bei Gewässerfreilegungen allgemeinverbindlich gilt: „Sehr geehrte Stadtratskolleginnen und –kollegen, wir sind der Auffassung, dass Flussläufe für die Leipziger und Gäste unmittelbar erlebbar sein sollen und nicht über Hinterhöfe zwischen privaten Grundstücken geführt werden. Ebenso soll das Hochhaus Goerdelerring unmittelbar am Straßenrand stehen. Deshalb soll es auch am Goerdelerring heißen:  Auf zu neuen Ufern und einseitiges Denken überwinden!  Bleibt zu wünschen, dass es eventuell einem Leipziger Büro beim Architekturwettbewerb für die Gestaltung des Gewässerlaufs gelingt, den Entwurfsauftrag zu erhalten.“

Zu den Eigentumsverhältnisse auf dem Hof der Hauptfeuerwoche hatte ich mich überhaupt nicht geäußert. Was die Anforderung und künftigen Ansprüche an den Innenhof von Hauptfeuerwache, IHK, LWB-Bebauungen und –planungen sowie das Hochhaus im Detail angeht, hatte ich mich im ersten Teil der Rede geäußert.

Mit Ihrem Einstieg versuchen Sie offensichtlich die unterstellenden Behauptungen von Heinz-Jürgen Böhme vom Förderverein Neue Ufere. V. zu verstetigen, die der Fraktionsvorsitzende Sören Pellmann in einem von Ihnen am 27. November veröffentlichten Artikel bereits richtig gestellt hatte.

Die Rede von Siegfried Schlegel am 23. Januar 2019 im Stadtrat Leipzig

Quelle: Livestream der Stadt Leipzig

Bürgerbeteiligung Pleißemühlgraben sehenden Auges vor die Wand gefahren + Video

* Leserbrief ** Video *MelderStadtratPleißemühlgraben
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
3 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder--> Neue Aufrufe für Waldverjüngungsmaßnahmen und -bewirtschaftungspläne gestartet
Mitteldeutsche Basketball Academy (MBA) bietet Try-out für Nachwuchs an
„Tag gegen Lärm“ am 24. April: UiZ berät zu Lärm im Alltag
Exkursion: Auf den Spuren der Europäischen Wildkatze
Bürgersprechstunde zur inneren Jahnallee
Am 24. April: „Die amerikanische Päpstin“ – Theater in der Kirche Panitzsch
100 Jahre Abschiebehaft – Vortrag & Diskussion am 24. April
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr



Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Gibt es auch die LVZ bald nur noch online?
LVZ-Sitz am Peterssteinweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Das Jahr 2019 wird bitter“, schrieb Markus Brauck am 26. Februar in einem Kommentar auf „Spiegel Online“, in dem er sich mit den jüngsten Hiobsbotschaften vom deutschen Zeitungsmarkt beschäftigte. Kurz zuvor geisterte die Nachricht durchs Land, Dumont wolle seine Lokalzeitungen verkaufen. Eine Nachricht, die DuMont eher zurückhaltend dementierte.
Uraufführung „Mädchenmonstermusik“ Clara Schumann Wunderkind feiert am 4. Mai Premiere
Theater der Jungen Welt. Foto L-IZ.de

Foto L-IZ.de

Wunderkind, Romantik-Popstar, Powerfrau, Teenie in Love und Papatochter. Das TdJW zeigt das Lebens-Universum der jungen Clara Schumann-Wieck! Was es dafür braucht: Eine Showbühne, einen Flügel und fünf Claras!
Dem bedrohten Eschen-Scheckenfalter geht in der Elster-Luppe-Aue der Lebensraum verloren
Mittelwald-Bewirtschaftung im Luppe-Gebiet. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Problem beim Artensterben ist: Es geht ganz still vor sich. Die verschwindenden Arten hinterlassen keine Abschiedsbriefe. Sie pflanzen sich einfach nicht mehr fort, wenn ihr Lebensraum verschwindet. Und die Anwohner wissen oft nicht mal, wer da Seltenes in ihrer Nachbarschaft lebte. So wie der Eschen-Scheckenfalter, dessen letztes Vorkommen in Mitteldeutschland gerade schmilzt. Es liegt im eigentlich streng geschützten Naturschutzgebiet Leipziger Auensystem.
Linksfraktion beantragt Aufstellungsbeschlüsse zu den Leipziger Gebieten mit Erhaltungssatzung
Biedermannstraße in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls Leipzigs Stadtverwaltung Anfang März ihre Befragung zur sozialen Erhaltungssatzung startete, war man in der Linksfraktion ein wenig entsetzt. Denn noch im September 2018 hatte die Vorlage des Dezernats Stadtentwicklung und Bau mehrere dutzend Stadtgebiete festgestellt, in denen der Verdrängungsdruck heute schon groß ist, wo die Stadt also dringend handeln muss, um die Verdrängung finanziell schwächerer Bewohner zu verhindern.
Lesepicknick im Clara-Park, ein geschenkter Drache und die Freuden des (Vor-)Lesens
Vorlesen auf der Lesewiese. Foto: LeseLust e.V.

Foto: LeseLust e.V.

Für alle LeserBevor wir es vergessen: Am heutigen 23. April ist natürlich auch wieder Welttag des Buches. Tausende Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen bieten zum Welttag des Buches etwas Besonderes an. Und rund 1 Million Mädchen und Jungen bekommen in diesem Jahr zum Welttag des Buches den Fantasyroman „Der geheime Kontinent“ des Kinderbuchautors THiLO, mit Illustrationen von Timo Grubing, geschenkt.
Wenn sieben Menschen ihr ganzes Geld zusammenschmeißen: Finanzcoop oder Revolution in Zeitlupe
FC-Kollektiv: Finanzcoop oder Revolution in Zeitlupe. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserUnsere Welt ist nicht so, weil Menschen dumm sind und besessen davon, eine Müllhalde zu hinterlassen, wenn sie abtreten. Sie ist so, weil keiner den Zwängen entkommen kann, weil eine zur furiosen Marktkonformität zwingende Gesellschaft jede Form des Andersmachens fast unmöglich macht. Obwohl sich viele Menschen danach sehnen. Und manche haben dann auch den Mut, etwas anderes zu probieren. Zum Beispiel eine Finanzkooperative zu gründen.
Die zwiespältigen Zahlen aus der Sanktionspraxis der deutschen Jobcenter 2018
Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 10. April veröffentlichte die Bundesarbeitsagentur eine Meldung, die das ganze falsche Denken in der Sanktionspraxis vor allem gegenüber jungen Arbeitslosen deutlich machte: „Die Jobcenter mussten im letzten Jahr 904.000 Sanktionen gegen erwerbsfähige Leistungsberechtigte (sog. ‚Hartz IV-Empfänger‘) aussprechen. Die Zahl der Leistungsminderungen ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 49.000 gesunken“, las man da. Acht Tage später meldete unter anderem der „Spiegel“: Viele Sanktionen sind unrechtmäßig.
Gerade mit Parks und Naherholung sind die Leipziger zufrieden, aber die Zustimmungswerte sinken
Zufriedenheitswerte der Leipziger. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Für alle LeserWer die jährlichen Leipziger Bürgerumfragen liest, der merkt nicht nur, dass verschiedene Alterskohorten in völlig verschiedenen Welten leben und deshalb völlig unterschiedliche Probleme als wichtig wahrnehmen. Der kann auch nachlesen, warum eigentlich junge Leute zwischen 18 und 25 nach Leipzig kommen und hier versuchen, einen Berufsstart zu wagen.
Polizeisoftware PreCops wird seit einem Monat in Leipzig getestet
In Leipzig ist PreCops jetzt im Testeinsatz. Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

Für alle LeserAnfang 2018 wurde noch diskutiert, war auch noch offen, was alles von der Wunschliste des damaligen Innenministers Markus Ulbig aus dem Jahr 2016 umgesetzt würde. Aber mittlerweile ist ziemlich deutlich, dass auch Roland Wöller (CDU) den Kurs seines Vorgängers ungeschmälert fortsetzt. Seit dem 15. März wird auch die „Vorhersagesoftware“ PreCops in Sachsen eingesetzt – natürlich in Leipzig.
Kleiner Business-Knigge: Ein paar kleine Verhaltensregeln für das Leben in gehobenen Berufsfeldern
Frauke Weigand: Kleiner Business-Knigge. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAdolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge (1752-1796) hätte sich wahrscheinlich nicht gewundert, dass sein Familienname heute regelrecht zum Synonym für Benimm-Bücher geworden ist. „Sein Name steht heute stellvertretend, aber irrtümlich, für Benimmratgeber, die mit Knigges eher soziologisch ausgerichtetem Werk im Sinne der Aufklärung nichts gemeinsam haben“, behauptet Wikipedia. Auch Wikipedia erzählt eine Menge Blödsinn, wenn der Tag lang ist und keiner kontrolliert.
Die größten Probleme Leipzigs aus Sicht der befragten Bürger
Die größten Probleme aus Bürgersicht. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Für alle LeserDie Leipziger Bürgerumfragen fragen auch jedes Jahr aufs Neue die Problemsicht der Leipziger ab. Welches sind – aus Sicht der Bewohner – die größten Probleme der Stadt? Das könnte eine sehr gute Orientierung für die Verwaltung sein, wo sie in den nächsten Jahren ihre Schwerpunkte setzen sollte. Aber die Tabellen verraten dann auch sehr deutlich, dass es 1. darauf ankommt, wen man fragt, und 2. was für einen Medienkonsum die Befragten haben.
Bürgerinitiativen aus dem Leipziger Osten laden zum Informationspaziergang am 3. Mai ein
Straße An der Tabaksmühle mit Wilhelm-Külz-Park (rechts). Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser250 Demonstranten zählte die LVZ am 3. April bei einer Demonstration über Paunsdorfer, Engelsdorfer und Sommerfelder Straße. Zwei Bürgerinitiativen demonstrierten dort gegen den überhand nehmenden Durchgangsverkehr durch Mölkau und für den Bau des Mittleren Rings. Zum Entsetzen jener Bürgerinitiativen, die nun seit Jahren gegen den Ausbau des östlichen Mittleren Rings kämpfen.
Leipzigs Umweltdezernat hat eigentlich keine Lust auf ein regionales Biosiegel
Ein paar Äpfel aus der Region, noch ohne Siegel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Biosiegel des Märkischen Wirtschaftsverbunds e. V. „Fair regional“ könnte ein Vorbild sein, fand die Grünen-Fraktion im März. Da reichte sie einen entsprechenden Antrag ein: Leipzig soll ein „Siegel für regionale Bioprodukte entwickeln“.
Jugendparlament beantragt, dass die Stadt das Black Triangle kaufen oder pachten soll
Graffiti zum Black Triangle. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Dienstag, 15. Januar, rückte Leipzigs Polizei mit Großaufgebot an und durchsuchte das zuvor zwei Jahre lang besetzte Gelände des Black Triangle. Eine Riesenshow. Obwohl kein Mensch das Gelände wirklich erwerben möchte. Selbst die Stadt Leipzig winkte im Februar ab: Allein die Kosten der Altlastenbeseitigung und des Denkmalsschutzes würde die Sache aus ihrer Sicht völlig unbezahlbar machen.
Stadt Land Volk: Der Versuch, sich über Nation, Migration und Demokratie zu streiten
Michael Bröning, Michael Wolffsohn: Stadt Land Volk. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas passiert, wenn man zwei streitbare Leute zu einem Streitgespräch über Demokratie, Migration, Volk und Nation einlädt? Immerhin alles fette Brocken, an denen man sich richtig Beulen holen kann. In diesem Fall hat es der F.A.Z.-Redakteur Reinhard Bingener versucht und Michael Bröning und Michael Wolffsohn zum Streitgespräch gebeten.