Wie sag ich Wunder: Wenn fünf beschwingte Dresdner mit Nora Gomringer Gedichte zu Liedern machen

Gedichte sind Musik. Manchmal merkt man es, wenn sich begnadete Künstler trauen, aus Gedichten Lieder zu machen. Dann merken auch Leute, die für gewöhnlich keine Gedichte lesen, dass Sprache Musik ist. Und dichte Sprache ganz dichte Musik. Eine Gruppe junger Dresdner Musiker hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gedichte ihrer Lieblingsdichter in Musik zu verwandeln. Im Oktober 2013 haben sie es mit einer der sinnlichsten Lyrikerinnen der Gegenwart getan: mit Nora Gomringer.

Das Produkt, das dabei entstanden ist, haben sie zur Leipziger Buchmesse präsentiert. Zuvor fragte sich selbst der Verlag: Wie wird das klingen? – „Wie klingt es, wenn fünf A-cappella-Könner die Texte einer Dichterin vertonen, die noch so lebendig ist, dass sie Einspruch erheben könnte? Die Sängerinnen und Sänger des Wortart Ensembles summen, verdichten und be-’swingen‘ die lebhaften Texte der Lyrikerin Nora Gomringer.“

Eigentlich beantwortet sich die Frage, die der CD-Titel stellt, von selbst: „Wie sag ich Wunder“? – So.Das Wortart Ensemble hat sich an der Hochschule für Musik in Dresden zusammengefunden und besteht aus den Sängerinnen Lena Sundermeyer, Anne Munka, Hannah Ginsburg sowie den Sängern Lars Ziegler und Christoph Mangel. Seit mehreren Jahren schon haben die Fünf zeitgenössische deutsche Lyrik vertont. Bertolt Brecht, Mascha Kaléko, Marie-Luise Kaschnitz, Felix Wetzel und Wolf Wondratschek haben sie ihre Sangeskunst angedeihen lassen.

Sie verweben Einflüsse aus Klassik, Jazz und Pop. Aber das nur am Rande. Denn ein Wort wie Pop kann in die Irre führen. Sie tun nämlich das Gegenteil. Wo der heutige Pop den Mainstream bedient und Songs aus der Maschine klont, die den breitestmöglichen Musikgeschmack (der keiner ist) bedienen und das Produkt von den absehbaren Verkaufszahlen und Einschaltquoten her denken (was dann logischerweise die heutige übliche Einheitssoße ergibt), widmen sich die fünf Dresdner dem Stoff, aus dem die Lieder sind.

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Und der ist bei Nora Gomringer eindeutig ein eigener, unverwechselbarer – voller Naivität, Schau- und Lebensfreude, Sagelust und liebenswerter Widersprüchlichkeit. Es sind ja Texte wie direkt aus dem Leben, zwinkernd Beobachtetes, Gesagtes und Interpretiertes. Ernst hat sich Nora noch nie genommen. Nicht im üblichen Sinn des deutschen Schwergemüts. Denn ernst ist das Leben ja auch so, es gibt Dellen und Beulen und Verwirrungen. Gerade wenn es menschelt. Wer hat gesagt, dass Menschen einfach sind? – Nora nie. Aber sie macht sich nichts draus. Wer mit einem kompliziert-berühmten Vater groß geworden ist und von ihm gelernt hat, was für sensible Dinger die Worte und Sätze und Phrasen sind, die wir benutzen, der weiß die Lust zu leben an diesem Material, das man so Sprache nennt.

Gelobt seien Dadaismus, Expressionismus und Konkrete Poesie. Es sind die Gegenstücke zu Jazz und Blues und Pop in der Lyrik. Sie sind sich auf der Bühne immer wieder begegnet. Immer dann, wenn die Zeiten danach waren und das jüngere Publikum offen für das eigentliche Wispern, das unser Leben ist. Oder Noras Leben. Die sich für uns alle noch allerliebst zu wundern weiß über das Leben, das Schicksal der Schnecke oder die seltsamen Erziehungsversuche unserer Mitmenschen. Gerade jener, die uns nahe sind und behaupten, sie würden uns lieben. Und dann wird die Partnerschaft zu einem andauernden Versuch, an unsereinem herumzubasteln und auszusortieren und auszuwechseln. Also an Nora.Aber da fühlen sich viele ganz gut getroffen, wenn Nora Gomringer ihre Texte auf der Bühne spricht. Das passt. Also haben sich die fünf aus Dresden und die Schweizerin im letzten Herbst zusammen getan und elf Gedichte von Nora gemeinsam vertont. Sie sind verschmolzen. „Jetzt sind wir sechs!“ freuten sich die fünf aus Dresden und haben es sichtlich genossen, mit Nora zum Sextett zu werden.

Die Idee zur Kooperation zwischen Wortart Ensemble und Nora Gomringer entstand sogar schon im Herbst 2011, weiß Noras Verlag Voland & Quist zu erzählen. Das Wortart Ensemble vertonte damals anlässlich der Verleihung des Jacob-Grimm-Preises Nora Gomringers Texte. Die Dichterin war beeindruckt von den Interpretationen – und die Idee, die Zusammenarbeit in einem abendfüllenden Programm zu vertiefen, welches Konzert und Lesung zu einer neuartigen Darbietung verschmilzt, war geboren. Es folgten Auftritte beim Literaturfest in Fürth und den Stuttgarter Stimmtagen, eine gemeinsame Tour mit dem Goetheinstitut nach Kanada und in die USA sowie eine einwöchige Tour durch die deutschen Literaturhäuser im Januar 2013.

Und nun liegt ihre CD da und zeigt, wie Lyrik und Musik wie selbstverständlich verschmelzen. Was bei Nora Gomringer schon angelegt ist, die Lust am Aus-Sprechen, Drum-Herum-Reden, dem Ausloten und Austesten von Sätzen, die man oft einfach so mal sagt, das bekommt mit dem Gesang der jungen Dresdner eine neue spielerische Dimension. Aus Szenen werden kleine Dramen. Bühnendramen und Bühnenlust. Denn das Gemeinsame verstärkt natürlich das, was bei Nora Gomringer schon immer da ist: Die Verblüffung des zum Ich gewordenen Menschleins, das sich immernoch wundern kann darüber, dass sich die Welt drumherum so seltsam verhält und gar nicht mehr wundert. Nicht mal über sich selbst.

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Wortart Ensemble trifft Nora Gomringer „Wie sag ich Wunder“, CD
Verlag Voland & Quist, Dresden und Leipzig 2014, 14,90 Euro

Mit Nora wird man selbst wieder Monster. Und das ist gut so. Und tröstlich. Gerade für alle, die am „Siehmichan“ und „Dumichauch“ so oft stranden, verzweifeln und müde werden. Kann denn alles das nicht ganz einfach sein? – Haha, sagt Nora. Irgendwie. „Gibmichher“ und „Seimeindu“. Man möchte ja so gern. Ganz inniglich verschmelzen. Mit Nora und dem Wortart Ensemble darf man es. Zumindest mit den Ohren, eintauchen, wegfliegen und alsbaldigst merken, dass das Ganze mit dem Du-Sein und dem Ich-Sein genau so kompliziert ist, wie man schon immer dachte. Aber das ist nicht schlimm. Zumindest so lange man diese Sechs hier im Ohr hat. Es läuft sich von ganz allein beschwingter. Und dass ein Griesgram kommt und einen wieder auf die harte Erde holt, darum muss man sich wirklich nicht sorgen. Das passiert von ganz allein.

www.wortartensemble.de

www.noragomringer.de

www.voland-quist.de


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