Warum ein Zweifler und Zürner wie dieser Luther heute so aktuell ist und so sehr fehlt

Man kann sich reiben an dem Burschen. Man kann sich an diesem Jubiläum reiben, diesem 500. Jahrestag eines Zeitenbruchs, den der Wittenberger Professor gar nicht wollte. Und trotzdem steht er da als Gigant, wirkt sogar den heutigen Zeitgenossen überdimensional. Unübersehbar: So ein Typ fehlt. Einer, der die richtigen Fragen an die Kirchentür hämmert. Und einen Künstler wie Harald Birck zu ganzen Serien anstiftet.
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Der Grundstock dieses Buches sind die in den letzten Jahren entstandenen Plastiken des Berliner Künstlers Harald Birck. Angefangen hat es mit einer Luther-Plastik für ein Hotel in Wittenberg, den dritten Wittenberger Luther. Der konnte natürlich nicht so aussehen wie die beiden anderen, nicht so klassisch. Das ging also nicht ohne die Suche nach einem anderen, persönlicheren Luther. Stoff genug bietet dessen Werk. Es ist eigentlich ein Leben in lauter ikonografischen Bildern: der Professor in seiner Mönchkutte, wie er die Thesen an die Kirchentür hämmert, der Junker Jörg mit seinem Bart, der auf der Wartburg das Neue Testament übersetzt hat. Der tintenfasswerfende Luther, der Hier-stehe-ich-Luther, der Familienmensch. Für Birck wurde es ein ganzer Kosmos von Luthers, denen er mit unterschiedlichen Materialien versuchte, Gestalt zu geben. Um dabei auch vom Cranachschen Lutherbild abzuweichen, hat er sich bewusst andere Modelle gesucht. Deswegen erkennt man den Reformator in seinen Arbeiten nicht auf die herkömmliche Weise. Die Gesten und Haltungen aber erkennt man sofort, auch wenn sie oft jugendlicher wirken, dynamischer, tänzerischer. Dieser Luther ist in Bewegung, in großer Bewegung. Der sitzt nicht da und ruht wie ein Fels, sondern reagiert. Und agiert auf diese Weise.

Undenkbar, einen Politiker in heutigen Zeiten so darzustellen. Und da ist der neue Riss in unserer Zeit, dieser scheinbar so aufgeregten, überdrehten, von medialer Selbstdarstellung aufgepeitschen. Zwar steht Luther auch am Anfang der modernen politischen Inszenierung. Dafür hat schon allein die Cranach-Werkstatt gesorgt. Aber ein Unterschied ist da. Die Inszenierung ist wesentlich deckungsgleich. Man kann Luthers Schriften, Übersetzungen und Tischreden neben die Bilder packen, und es passt zueinander.

Und dann blättert man durch dieses Buch. Und hat das leise Gefühl, dass selbst Leute, die mitten im Brennpunkt der heutigen Aufmerksamkeit stehen, eine Type wie diesen Luther brennend vermissen. Andreas Pitz, der Herausgeber des Buches, hat drei Dutzend namhafter Künstler, Theologen, Politiker und Journalisten angesprochen und um einen kleinen Text zu Luther gebeten, eine Positionsbestimmung. Sie mussten sich nicht unbedingt mit den abgebildeten Luther-Plastiken von Harald Birck auseinandersetzen. Aber der Dialog entsteht von allein. Etwa dann, wenn Julia Klöckner über diesen „Luther in Worms“ schreibt, der nach allem Ringen mit sich selbst im Angesicht des Kaisers nur sagen kann: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Der Spruch ist zwar nachträglich in die Geschichte hineinredigiert. Aber im Kern trifft er es. Denn Luther bekannte sich zu den Schriften, die er in den vier Jahren der zunehmend lauter werdenden Debatte geschrieben hatte. Weil er sich zu den Erkenntnissen in den Texten ernsthaft durchgearbeitet hatte. Denn als er 1517 seine Thesen anschlug, war ihm noch längst nicht klar, welche Konsequenzen sie implizierten, wenn man sie zu Ende dachte.

Auch das ist Luther: Einer, der die Dinge zu Ende denkt, bis zu dem Punkt, an dem man ihn regelrecht aufspringen sieht vom Schreibtisch und rufen: Das ist es! Warum hat das bisher keiner gesehen? – Oder wie dieser Luther auf der Wartburg, der um die richtigen Worte ringt und manchmal regelrecht verzweifelt und in der Verzweiflung das Tintenfass an die Wand schmeißt. Brauchte dieser Mann noch einen Teufel, um richtig wütend zu sein? Auch auf sich selbst in solchen Momenten, in denen ihm das richtige Wort einfach nicht einfallen wollte?

In letzter Zeit trabten ja wieder allerlei gelehrte Leute durchs Gedruckte, die mit Ätschi-Bätschi breittratschten, dass es vor Luthers Bibel-Übersetzung ja schon an die 30 Stück gegeben hätte. Na und? Wirkung entfaltet hat nur diese. Weil Luther nicht nur in irgendein trockenes Klosterdeutsch übersetzt hat, sondern mit seiner Übersetzung die Stimme des Volkes treffen wollte. Und traf. Und zwar nicht nur, indem er „dem Volke aufs Maul schaute“, sondern auch für das, was bildhaft war in diesen Bibel-Texten, saftige neue Wortschöpfungen fand. So muss man übersetzen. Luther erst hat die Bibel zum Volksbuch gemacht.

Und das eigentlich nur, weil er die Sache richtig machen wollte. Und da ist diese Kluft, die sich auftut zu unserer Gegenwart, dieser sogenannten Moderne, die schon längst wieder so trüb aussieht wie das späte Mittelalter, zugequalmt mit lauter Kulten, falschen Göttern, leeren Zeremonien und leeren Reden. Und dem um sich greifenden Gefühl, das viele Menschen beängstigt: Dass nichts mehr richtig getan wird, nur noch geluscht, gepfuscht, drüber weggeredet. Und Worte wie Kultur, Demokratie, Freiheit sind zu blakigen Worthülsen verkommen, Dingen, die man verramschen kann und die verkuhhandelt werden, wenn die leeren Politiker der heutigen Welt miteinander verhandeln, als wären Menschen Schafe oder Kühe.

„Man reduziert Luther, wenn man ihn aus der Perspektive fachwissenschaftlicher Literatur betrachtet“, schreibt der Germanist Klaus-Rüdiger Mai. Und kommt auf Luthers Grund-Prinzipien zu sprechen: Freiheit, Verantwortung und Gewissen. Danach hat der Bursche immer gehandelt. Und manchmal schwer und lange gerungen. Nur wer ringt, kann am Ende dastehen und sagen: Ich kann nicht anders.

Aber wer ringt heute noch? Wer befragt erst sein Gewissen, bevor er lauthals vor lauter Mikrophonen losschwadroniert?

Das Ergebnis ist eine Welt, in dem die Verantwortungsträger keine Verantwortung mehr übernehmen und die Bürger der Gier zum Fraß vorwerfen. „Orwells ‚1984‘ ist gegen unser 2015 eine fast wünschenswerte Utopie“, schreibt Mai. „Der Mensch interessiert nur noch als Datenschürfplatz.“

Und da ist er wieder, dieser Luthersche Stachel: Was ist eigentlich Maßstab für heutiges Handeln, wenn es nicht mehr Würde und Respekt für den Menschen sind?

„Wenn nichts von Martin Luther bliebe als diese Zivilcourage, für seine Überzeugung einzustehen, so wäre es schon überreichlich“, schreibt Mai. „Er verteidigt das schutzlose Individuum gegen das Establishment und wirft ihm den Fehdehandschuh hin. Um, Christi willen. Um des Menschen willen.“

Und da schaut man sich die überall präsenten Selbstdarsteller der Gegenwart und sieht: Nichts. Leere Phrasen, hohle Köpfe … Oh, sorry. Da haben wir fast Heinrich Heine zitiert. Aber dem ging es seinerzeit in Göttingen genauso. Autoritäre Gesellschaften neigen zur geistigen Verfettung und zur korporativen Erstarrung. Und die Frage, die nicht nur bei Mai anklingt: Sind wir nicht längst wieder da, dass ein paar überhaupt nicht vom Volke gewählte Fürsten bestimmen, was Recht und richtig ist? Und der Mensch duckt sich wieder, versucht sich klein zu machen vor den selbstherrlichen Päpsten der Gegenwart, die schon wieder Stimmung machen gegen die Anderen.

Das verbindet nicht jeder mit Luther. Dazu wurde der Mann aus Wittenberg viel zu oft einvernahmt und missbraucht. Auch gegen sich selbst. Da haben sich die Deutschtümler einen deutschen Luther gebacken und andere einen sauberen Luther, weil sie seine Schattenseiten nicht wahrnehmen wollten. Die er auch hatte. Das gerade macht den Mann ja erst lebendig. Der war nicht einfach fertig und glatt wie heutige Windkanal-Politiker. Der hatte auch seine Ängste und seinen Zorn. Der Unterschied ist nur immer wieder: Er versuchte, es fast immer zu begründen. Und das Moment des Zweifelns ist unübersehbar in seinem Werk: Wer alles schon (besser) weiß, wird bestenfalls ein Dampfplauderer in deutschen Talkshows. Wer zweifelt, macht sich verletzlich und angreifbar.

„Leider ließ sich Luther dazu sehr gut gebrauchen“, schreibt Jannika Haupt, eine junge Theologin, zu diesem Missbrauchtwerden. Manchmal geraten auch klugen Theologen die Sätze daneben. Das „leider“ passt hier nicht. Denn Luther konnte nicht mal ahnen, dass ihn spätere Möchtegerns einmal missbrauchen würden, weil fragmentierte Sätze immer gut sind, die Leichtgläubigen zu narren. Den ganzen Luther aber liest selten mal einer. Da kommt man um die schweren Passagen, dieses ganze Zweifeln, Ringen, Argumentieren nicht herum. Man will es ja gern so einfach haben.

Aber nach diesem Band mit lauter anregenden kleinen Stellungnahmen zu Luther und den Bildern der Birck-Plastiken hat man zwangsläufig mehr Lust, wieder Luther im Original zu lesen als das ganze Dumpfbacken-Theater im deutschen TV anzuschauen. Und man sehnt sich nach so einem Kerl – kann auch ruhig eine Frau sein – die wieder klaren Text sprechen und die Fehlentwicklungen beim Namen nennen. Und damit sind nicht die Schwadroneure gemeint, die sich gern wieder in einer aufgehübschten Vergangenheit verkriechen würden. Unter lauter „alternativlos“ und „Das haben wir schon immer so gemacht“.

Gerade so etwas hat Martin Luther immer auf die Palme gebracht. Und gegen Gegner, die ihm so kamen, konnte er richtig verletzend werden. Aber man versteht ihn so gut. Es ist ja zum Aus-der-Haut-Fahren, wenn Ignoranten die Welt in Dummheit ersäufen und den Leuten einreden, alles sei bestens. Oder Hermann Gröhe zitiert: „Freiheit ist auch bei Luther untrennbar mit Verantwortung verbunden, ja sie bedarf der Verantwortung und stellt uns somit gleichsam vor eine Aufgabe.“ Da weichen selbst die Typen, die sich in Macht und Führungspositionen rängeln, gern und häufig aus.

Oja, man könnte einen Luther sehr gut gebrauchen. Gerade weil er begriffen hat, dass erstarrte Gesellschaften (und nicht nur Kirchen sind welche) immer wieder einer richtigen Reformation bedürfen, damit sie wieder menschlich werden.

Ein Buch voller Bilder und Denk-Anregungen. Was will man mehr?

Harald Birck, Pitz Andreas Bilder von Luther, Edition Chrismon in der Evangelischen Verlagsanstalt, Leipzig 2016, 19,90 Euro.

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