Ein ganz besonderer Museumsbau

Ein reich bebilderter Führer durch den Grassi-Komplex und seine drei erstaunlichen Museen

Für alle LeserDas „Grassi“ ist allen Leipzigern ein Begriff. Kaum ein Leipziger Spender hat so einen schönen Nachruhm wie der Bankier Franz Dominic Grassi, der 1880 starb und das Geld, das er der Stadt vermachte, nur mit der Auflage versah, dass diese damit schöner werden solle. Mit dem Geld entstand zwar zuerst der Bau am Königsplatz. Aber der Name wanderte mit, als 1925 bis 1929 das neue Grassi-Museum am Johannisplatz gebaut wurde.

Die reich bebilderte Broschüre erzählt auch diese Vorgeschichte des einmaligen Museumskomplexes auf dem Gelände des einstigen Johannishospitals, auch sie reich bebildert. Ein kleiner Ausflug in eine Zeit, als Leipzig zur Großstadt wuchs und die Stadt ihren neuen Reichtum auch in prachtvollen Bauten zeigen wollte. Gleichzeitig wuchsen die bürgerlichen Sammlungen immer weiter und sprengten den Rahmen der meist provisorischen Ausstellungsräume. Auch sie Zeichen von Pracht und Weltneugier.

Sowohl das Völkerkundemuseum als auch das heutige Museum für angewandte Kunst erwuchsen aus solchen bürgerlichen Sammlungen. Die Entwicklungen waren ganz ähnlich wie beim Bildermuseum und dem Stadtgeschichtlichen Museum. Die Leipziger (Groß-)Bürger sammelten nicht nur, sie waren auch neugierig, bildungshungrig und standen für einen hohen kulturellen Anspruch.

Zumindest die, die sich dann als Spender auch einen großen Namen machten. Denn wenn das alles zusammenkommt, dann gehört auch noch Großherzigkeit dazu. Etwas, was man in der modernen „Geiz ist geil“-Welt oft spürbar vermisst.

Auch damals gab es geizige Unternehmer. Aber die wirklich namhaften Vertreter des Leipziger Bürgertums machten sich alle einen Namen durch weitherziges Mäzenatentum, durch reiche Nachlässe an die Stadt oder durch große gemeinnützige Projekte – man denke nur an die Meyerschen Häuser oder die durch den Bankier Kroch initiierte Krochsiedlung.

Das von Stadtbaurat Hugo Licht konstruierte Grassi-Museum am Königsplatz (heute Domizil der Stadtbibliothek) erwies sich schon kurz nach Eröffnung als zu klein für die beiden untergebrachten Museen für Völkerkunde und Kunstgewerbe. Da hatte sich der Mann, der später das Neue Rathaus bauen sollte, völlig verplant. Schon um 1900 begann deshalb die Suche nach einem neuen Blauplatz für ein weitläufigeres Museum, das eigentlich schon 1914 spruchreif war. Aber wie man weiß, mussten in diesem Jahr die Kriegsherren von Deutschland und Österreich unbedingt einen der dümmsten Kriege der Weltgeschichte anzetteln.

Das sorgte auch in Leipzig zum Stopp vieler Projekte. Im Fall des Grassi-Museums wohl eher zum Glück. Denn damit wurde es kein weiterer Bau im pompösen Stil der „Gründerzeit“. Die furiose Modernisierungswelle in der Architektur der 1920er Jahre sorgte dafür, dass das Leipziger Architekturbüro Zweck & Voigt nach Skizzen von Stadtbaurat Hubert Ritter einen einzigartigen Museumskomplex im Stil des Art decó entwarf. Das ist die jüngere Schwester des Jugendstils, in der sich florale Elemente mit strengeren abstrakten Formen verbinden, die in ihrer Gesamtheit völlig neue Raum- und Formerlebnisse ermöglichen. Dieses Museum ist bis heute ein Solitär und fasziniert seit den aufwendigen Sanierungen seit den 1990er Jahren wieder die Besucher. Fotografen begeistern sich an den Mustern und den Lichtzaubereien in den Innenhöfen.

Hier findet man sogar Ruhe, obwohl nördlich und südlich der Verkehr vorbeibraust. Und wer durch die stillen Innenhöfe weiterläuft, kommt direkt auf den Alten Johannisfriedhof. Oder zumindest das, was noch übrig ist davon. Auch das eine Insel der Ruhe.

Weil das Büchlein aber einladen soll, die drei Museen im Grassi-Komplex zu besuchen, werden auch alle drei Museen kurz und knapp vorgestellt – ihre Vorgeschichte und ihre heutige Darstellungsform. Denn nicht nur die Gebäudehülle wurde ja gründlich in Ordnung gebracht, auch die Museen selbst haben sich in den vergangenen Jahren deutlich modernisiert. Über diese Wege in eine neue, aktivere Museumswelt berichten dann jeweils die Mitarbeiter der drei Museen selbst, von denen tatsächlich nur eins der Stadt Leipzig gehört – das Museum für angewandte Kunst, 1874 als Kunstgewerbemuseum eröffnet. In zeitlich gestaffeltem Rundgang ist hier die Schönheit des Kunstgewerbes von der Antike bis zur Gegenwart zu sehen. Aber man bekommt auch mit, wie die Kunst anderer Kulturen gerade im 19. und 20. Jahrhundert auch die modernen Kunststile Europas beeinflusst haben. Hier kann man was lernen.

Genauso wie im Museum für Völkerkunde, das zum Freistaat Sachsen gehört, aber extrem von den Sammelschätzen der großen Leipziger Forscher und Reisenden des 19. und frühen 20. Jahrhunderts profitiert. Hier bekommen auch die kleinen Besucher mit, welchen Reichtum der Kostüme, Riten und Alltagskunst die Völker der Welt hatten, bevor die Europäer kamen. Und Mitmachen wird hier ganz großgeschrieben – deswegen gibt es viele Museumsstationen mit Werkstattcharakter. Tatsächlich ist das Grassi ja ein Museum, in dem man ganze Tage verbringen kann. Ein Museumscafé gibt es ja auch. Und bei jedem Übergang durch die eindrucksvollen Foyers und Treppenhäuser gibt es neue architektonische Details zu entdecken.

Die Musik gibt es dann im Musikinstrumentenmuseum, das der Universität Leipzig gehört und wo eine einzigartige Sammlung historischer Musikinstrumente zu bestaunen ist, manchmal auch zu erleben. Hier zeigt ebenfalls das sammelfreudige und musikliebende Bürgertum des 19. Jahrhunderts Flagge, ohne das Leipzig auch niemals zu dem gewordenen wäre, was wir heute „Musikstadt“ nennen. Denn auch die großen Musikinstitutionen der Stadt sind ja bürgerliche Gründungen. Hier sind die Instrumente der Renaissance und des Barock genauso zu bewundern wie die der Bach-Zeit.

Und man ahnt schon, warum die Stadt versucht, die Wirkung dieses architektonischen Kleinods auf den Johannisplatz noch zu erhöhen. Denn ursprünglich stand dort ja die Johanniskirche, in der einst auch die Bach-Gruft zu finden war. Noch hat niemand eine zündende Idee vorgelegt, wie man diese Verbindung wiederherstellen kann. Ein Café direkt am Eingang ist im Gespräch. Aber wer das Museum sucht, erkennt es ja schon von weitem an seiner „goldenen Ananas“ auf dem Dach. Zwar gibt es wieder Stadtratsanfragen, warum die Leipziger Museen so schlecht zu finden sind. Da könnte an den Wegweisern in der City durchaus noch einiges getan werden. Aber bei den Leipzigern hat sich das Grassi fest im Herzen verankert. Das Büchlein macht dadurch, dass es auch noch viele besondere Objekte extra zeigt, noch zusätzlich neugierig auf einen Tag im Grassi. Zu beschauen gibt es hier immer was. Sogar montags, wenn die Museen geschlossen sind. Dann schaut man einfach, was in den Innenhöfen und auf dem Alten Johannisfriedhof zu entdecken ist.

Museen im Grassi, Passage Verlag, Leipzig 2018, 8,50 Euro.

Das Grassi-Museum könnte eine Kasse und ein Café direkt am Eingang bekommen

Grassi-Museum
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