The Show must go on: Prominente hinter der Bühne und die Frage nach dem Sinn in unserem Leben

Für alle LeserWas kommt dabei heraus, wenn ein journalistrisch arbeitender Pfarrer und Theologe mit berühmten Stars über den Sinn des Lebens, den Glauben und die Hoffnung spricht? Am Ende auch so ein Buch, das zumindest einige Prominente einmal von einer anderen Seite zeigt, einer nachdenklichen, aber auch verletzlichen. Denn auch erfolgreiche Menschen bleiben verletzlich. Und brauchen Trost und Halt.

Und etwas, was einer wie Günther Klempnauer natürlich als „Gott finden“ beschreibt. Er selbst steht dabei immer wieder im Mittelpunkt, denn es sind vor allem seine eigenen Interviews mit den Größen des Showbusiness, die er in diesem Buch zu kleinen Porträts verdichtet. Dazu musste er mit den Konzertveranstaltern, Managern oder den Künstler schon direkt Kontakt aufnehmen. Und zumindest die hier Porträtierten waren offen für diese Gespräche, die oft hinter der Bühne vor großen Konzerten stattfanden.

Gespräche, für die Künstler wie Peter Maffay, Thomas Gottschalk oder Cliff Richard wohl auch deshalb offen waren, weil es einmal nicht die nervenden Interviews für die Yellowpress waren. Da kommt bei etlichen dieser Gespräche zum Vorschein, wie sehr diese Künstler doch die Nase voll haben von der Aufdringlichkeit jener Presse, die nach nichts anderem sucht, als nach schmutzigen ,sensationellen Geschichten, möglichst über Prominente, egal, ob die Story stimmt oder ob die Person dadurch Schaden nimmt.

Klempnauer aber bot stets an, mit den Angefragten über die Sinnsuche in ihrem Leben zu sprechen, auch offen zu sein für das Gespräch über Krisen und darüber, woran einer glaubt. Die meisten seiner Interviewten sind in dem Sinn keine Gottfinder, sondern sind oft schon in christlichen Verhältnissen aufgewachsen oder haben in Krisenzeiten – wie Johnny Cash – wieder zurückgefunden.

Zu Gott, würde Klempnauer sagen. Aber wenn man genauer hinschaut, hat er mit durchaus sensiblen Interviewpartnern wie Udo Lindenberg, Dietmar Schönherr, Gunter Gabriel oder dem von Kopf bis Fuß tätowierten Gerhard „Rocky“ Bauer über etwas geredet, was alle Bewohner unserer Gegenwart in irgendeiner Form umtreibt. Denn Klempnauer ist sehr wohl bewusst, dass viele Menschen in einer auf Wettbewerb und Individualismus getrimmten Zeit unter Einsamkeit leiden, unter fehlender Nähe und einem nicht auffindbaren Halt in der Welt.

Selbst dann, wenn sie Erfolg haben, im Rampenlicht stehen und nach der Vorstellung von hunderten Fans belagert werden, die von ihnen oft nicht nur eine Unterschrift erwarten, sondern auch so etwas wie ein Stück ihrer Kraft, ihrer Macht, ihres Selbstvertrauens. Selbst Ted Neeley, der Darsteller der Hauptfigur in „Jesus Christ Superstar“, kennt das Phänomen – ihn nun wieder bestärkt das. Aber andere Künstler können unter den Erwartungen des Publikums sehr wohl zerbrechen. Oder sie merken – wie Johnny Cash – erst spät, dass der Erfolg die eigenen Probleme nicht löst, dass es am Ende mehr braucht als Millionen verkaufter Platten, wenn einen die Alpträume der Kindheit und die daraus resultierende Sucht nicht loslassen.

Cash gehört zu denen, die sich aus diesem drohenden Absturz herausgekämpft haben. Auch Gunter Gabriel. Die enge Beziehung zu starken Pfarrern oder tief gläubigen Freunden spielte dabei jedes Mal eine Rolle. Und aus Klempnauers Perspektive könnte man durchaus annehmen, dass es darum geht, dass Kirche wieder zurückfinden muss in die Rolle des großen Trösters, dass sie Menschen wieder helfen muss, die Stärke in sich und die Hoffnung in der Welt zu finden. Vielleicht gar mit einem schweren Motorrad, das dröhnend in die Kirche rollt, wie es im Gespräch mit Peter Maffay thematisiert wird.

Aber Klempnauer streut auch viele Liedtexte in seine Beiträge ein. Texte, die letztlich zeigen, dass die von ihm porträtierten Sänger sich schon ein Leben lang mit den grundlegenden Fragen beschäftigen. Selbst berühmte Rocksongs erzählen von dieser Suche nach dem richtigen Weg, nach dem, was im Leben wirklich wichtig ist. So wie Johnny Cash in „I walk the Line“.

Johnny Cash -- I Walk the Line (Live in Denmark) (from Man in Black: Live in Denmark)

Auf einmal geht es um die uns alle beschäftigende Frage: Welchen Sinn gebe ich selbst meinen Leben? Welches ist der richtige Weg? Und: Wo finde ich dafür eine Orientierung? Für viele der hier Porträtierten wurde die Bibel so eine Orientierung – oder auch ein Trost. Manchmal muss man wirklich nur gründlich umschalten im Kopf, um aus fatalen Lebenslagen endlich herauszufinden, Abschied zu nehmen von den falschen Versprechungen einer Gesellschaft, die in Konsum, Sucht und Unverbindlichkeit lauter Glücksversprechen abgibt, die nie eingelöst werden. Die Menschen bestenfalls in Selbstzerstörungsspiralen treiben.

Und damit die ganze Welt.

Auch das wird angesprochen. Etwa wenn Klempnauer aus Dietmar Schönherrs Predigt auf dem Kirchentag von 1987 zitiert: „Wir dürfen es uns nicht gefallen lassen, dass dieser blaue Planet, Gottes Erde, unsere Erde, … durch Profitgier unbewohnbar gemacht wird.“

1987. Man merkt es schon hier: Es geht nie nur um die Rettung des Einzelnen. Sie hat keinen Wert, wenn trotzdem ringsum alles zerstört wird und überall Neid, Habgier, Verachtung und Rücksichtslosigkeit um sich greifen. Wer sich selbst nicht akzeptieren kann, der wird auch die Schönheit der Welt nicht respektieren. Auch bei Peter Maffay ist Klempnauer beeindruckt von dessen Ehrfurcht vor der Natur. Hier wird es besonders deutlich, dass wir lernen müssen, Ehrfurcht zu haben vor dem, was uns am Leben erhält.

Und erstaunlicherweise findet Klempnauer dazu tatsächlich eine Stelle bei Paulus: „Weil Gott die Welt erschaffen hat, können die Menschen sein unsichtbares Wesen, seine ewige Macht und göttliche Majestät mit ihrem Verstand an seinen Schöpfungswerken wahrnehmen. Sie haben also keine Entschuldigung“ (Röm 1,20). Keine Entschuldigung dafür, diese Schöpfung zu zerstören.

Das geht also schon seit 2.000 Jahren so. Und die von Klempnauer Porträtierten gehören allesamt nicht zu der Sorte, die sich damit trösten, dass sie nach ihrem Tod in den Himmel kommen. Einige zweifeln daran durchaus, sagen aber – wie Gunter Gabriel – dass es in diesem letzten Moment eigentlich darauf ankommt, dass man ein Leben gelebt hat, für das man sich nicht zu schämen braucht. Auch Udo Lindenberg sagt so etwas: „Wenn mir dann später jemand die Rechnung präsentiert und sagt: ,Also, Udo, du hattest Möglichkeiten, die Leute haben dir zugehört. Hast du den Leuten die Wahrheit gesagt. Warst du ehrlich?‘ Und wenn ich dann auf so ’ne richtige Schmalzproduktion zurückblicken müsste, Mensch, das wäre Scheiße.“

Und das gilt ja nicht nur für die Ehrlichkeit des Künstlers. Das gilt für alle Menschen. Auch wenn die meisten augenscheinlich lieber davonlaufen und sich der Auseinandersetzung mit diesen elementaren Fragen nach einem richtigen Leben verweigern, sich lieber ablenken lassen, abtauchen in virtuelle Welten und dabei vergessen, ihr eigenes Leben zu leben. Oder erst einmal zu suchen. Manche stoßen in Krisenzeiten darauf – etwa wenn ihre Liebsten sterben. Und fragen sich dann wenigstens: Wie komme ich aus dieser Verzweiflung wieder heraus? Udos berühmter Song „Hinterm Horizont geht’s weiter“ erzählt ja davon.

„Jeder Mensch braucht einen inneren Halt“, sagt Udo.

Erst recht, wenn er aus schlimmen Kindheiten kommt – so wie Ursula Buchfellner und eigentlich auch Gunter Gabriel. Dann kann das Leben schnell mal zu einer andauernden Suche nach einem festen Grund, einem belastbaren Vertrauen in sich selbst und die eigene Kraft werden. Denn – gerade Ursula Buchfellner kann davon erzählen – oft gewinnt man dadurch, dass man sich selbst endlich vertrauen und akzeptieren lernt, erst die Stärke, auch anderen in ihrer Not zu helfen. Oder ihre Not gar erst zu erkennen, weil sie – wie Ursulas Eltern – nie gelernt haben, darüber zu sprechen.

Die Show geht tatsächlich erst weiter, wenn einer wenigstens einen Zipfel dieses Urvertrauens gefunden hat. Für die im Buch Porträtierten hat das viel mit ihrem (wieder-)gefundenen Glauben zu tun. Aber es ist das Grundthema und die Grundverzweiflung unserer Zeit. Erst wo das Gefühl, nichts zu gelten und zu zählen, endet, wo man das Grundvertrauen in das eigene Sein (wieder-)findet, wird man wieder ein fühlender Mensch, der sich nicht einschüchtern lässt, wenn es mal schwieriger wird. Und der auch anderen abgeben kann von seiner Zuversicht. Auch mit unsterblichen Liedern, die Millionen Menschen begeistern, weil sie sich gemeint und berührt fühlen.

Günther Klempnauer The Show must go on, St. Benno Verlag, Leipzig 2019, 19,95 Euro.

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