18.2 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Thema

Sinn des Lebens

Sommer ist, was in deinem Kopf passiert: Kölner Kneipengespräche über die Wise Guys, Alte Bekannte, Freundschaften und die Sache mit dem verdienten Erfolg

Dieses seltsame Jahr 2020 mit seinen abgesagten Konzerten und Tourneen hat so manchen zum Nachdenken gebracht, nicht nur über Gott und die Welt, sondern auch über das, was einem wichtig ist im Leben, was einen antreibt und einem das Herz aufschließt. Lauter Dinge, die auch treue Anhänger einer der beliebtesten A-Cappella-Bands des Landes umtreibt. Denn vergessen sind die Wise Guys nicht. Und eigentlich hat auch nur Corona Daniel „Dän“ Dickopf zum Kürzertreten gezwungen

Wie du bewirkst, dass dir Gutes geschieht: Wie jeder selbst sein bestes Ich im Leben verwirklichen kann

Der Titel klingt natürlich so, als wäre das ein Motivationsratgeber für Start-up-Gründer. Man kann nur hoffen, dass die Buchhändler dieses 2018 erstmals auf spanisch erschienene Buch der Psychiaterin Marian Rojas nicht in das smarte Emoji-Regal stellen, sondern eher in das Regel, das meistens mit „Lebenshilfe“ beschriftet ist. Obwohl eigentlich in eine gute Buchhandlung ein Regal mit dem Titel „Sinn des Lebens“ gehört.

Unberechenbar: Warum eine Gesellschaft ohne Reserven und Alternativen in die Katastrophe führen muss

Den Astrophysiker Harald Lesch kennen die meisten aus dem Fernsehen. Dort erklärt er anschaulich und kurzweilig die Phänomene der Naturwissenschaften. Aber der Wissenschaftler ist auch eine Ausnahme unter seinen Zunftkollegen: Er verbindet Wissenschaft mit Philosophie. Und klärt damit immer wieder auch neu die Frage: Was macht das Wissen über die Welt eigentlich mit uns Menschen? Und mit unserem Denken? Darum geht es in gewisser Weise auch in dieser Co-Produktion mit dem Theologen und Philosophen Thomas Schwartz.

Drei Leben: Ein leicht philosophischer Roman über das Drama der Freiheit in unserem Leben

Fabian Vogt ist ein Autor, der Experimente liebt, jene faszinierenden Überlegungen, zu denen unser Gehirn fähig ist, wenn es das Leben als Alternative denkt: Was wäre, wenn ... Wenn wir zum Beispiel drei Leben hätten. Nicht einfach so hintereinander, sondern richtig: drei Träume, die man sich im Leben verwirklichen möchte, auch umsetzen zu können. Ein ganz junges Thema, denn daran verzweifeln viele hochbegabte junge Menschen: an der Unmöglichkeit so einer Wahl.

Das Anthroponomikum: Ein Zeitalter, in dem der Mensch lernen muss, die Grenzen seiner Möglichkeiten zu akzeptieren

Wir leben an einer Zeitenwende. Alles ist ausgetummelt. Wir wissen alles Wichtige über unsere Welt. Und wir können uns nicht mehr doof stellen. Können wir machen. Stimmt. Aber das wäre dann der endgültige Beweis, dass die Entstehung des Homo sapiens ein evolutionärer Irrweg war. Denn überleben werden nur Spezies, die sich anpassen können. Die, die sich doof stellen, werden einfach aussterben wie der Dodo. Und ein Anthroponomikum wird es nicht geben.

Weinberg: Frieder Burkhardt erweckt die legendären Treffen auf dem Weinberg in Dresden zu neuem Leben

Hoppla: Den Begriff kennst du doch! Da war doch was. Der ist dir doch schon einmal untergekommen. Stimmt. In Thomas Mayers Biografie von Christoph Wonneberger, dem Mann, der die Friedensgebete nach Leipzig gebracht hat. Dort gibt es das Kapitel „Im Weinberg im Dresden“. 1977 wurde Christoph Wonneberger Pfarrer an der Weinbergkirche in Dresden und wurde damit zum Nachfolger eines Mannes, den nur wenige im Zusammenhang mit der Friedlichen Revolution kennen. Doch alles begann im Herbst 1970 auf dem Weinberg in Dresden.

The Show must go on: Prominente hinter der Bühne und die Frage nach dem Sinn in unserem Leben

Was kommt dabei heraus, wenn ein journalistrisch arbeitender Pfarrer und Theologe mit berühmten Stars über den Sinn des Lebens, den Glauben und die Hoffnung spricht? Am Ende auch so ein Buch, das zumindest einige Prominente einmal von einer anderen Seite zeigt, einer nachdenklichen, aber auch verletzlichen. Denn auch erfolgreiche Menschen bleiben verletzlich. Und brauchen Trost und Halt.

Nachdenken über … den Sinn des Lebens, Klappe, die Xte

In dieser Woche brachte die „Zeit“ so eine Art Glosse, einen recht überdrehten Text, in dem die Autorin sich mit den Nöten ihrer Bekannten auseinandersetzte, ihrer brüchigen Lebensfreude und dem, was da unterschwellig bei so vielen mitzuschwingen scheint. So ein permanenter Zweifel, ob ihr Leben eigentlich einen Sinn macht. Und die Angst, es könnte sinnlos sein. Kennen Sie auch? Prima. Es ist eine Denkfalle.

Weshalb der Festkreis des Jahres uns daran erinnert, warum wir Menschen sind

Für FreikäuferMan sollte schon wissen, was man feiert. Und warum. Und wie. Und natürlich hat Fabian Vogt Recht: Wir leben in einer Zeit, in der die meisten Menschen gar nicht mehr wissen, was da eigentlich gefeiert wird mit Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Karneval. Und warum Feste so wichtig sind. Das hat nicht nur mit dem Christentum zu tun. Auch wenn natürlich alle großen Feste in unserem Jahreskreis christlich geformt sind. Aber dahinter steckt viel mehr.

Sascha Heßes Gedanken über Vergängnis und Schöpfertum

Er schreibt und schreibt und schreibt. Er kann nicht anders. Leben ist Denken für den Schriftsteller, Komponisten, Musikpädagogen und – nicht zu vergessen – Philosophen Sascha Heße aus Leipzig. Und was ihm so durch den Kopf geht, das schreibt er auf. Seine Gedanken-Bücher erscheinen in hoher Schlagzahl. Aber geht es im jüngsten Band tatsächlich um die Leiden des Künstlers?

Vielleicht doch mal zur Abwechslung ein besinnliches Fest?

KommentarAnis Amri ist tot. Der Verbleib der Pistole, mit der der polnische Lkw-Fahrer in Berlin getötet wurde, ist auch geklärt. Amri hatte sie dabei, als er in der Nacht zum Freitag am Bahnhof der Stadt Sesto San Giovanni im Großraum Mailand auf zwei Polizisten traf und die Waffe zückte. Was nicht nur die Frage aufwirft: Woher hatte er die Waffe? Sondern auch noch einen ganzen Berg anderer Fragen.

Wie Lisa Kaufmann Gott sucht und dabei einen Haufen seltsamer Dinge findet

Manche suchen Gott und finden sie nicht. Dafür finden sie etwas anderes, so wie Lisa Kaufmann im Sommer 2015. Da setzte sich die 25-Jährige hin und begann eine Kolumne zu schreiben über ihre Suche nach Gott. Ein halbes Jahr später begann daraus ein Buch zu werden. Und wer jetzt glaubt, sie hätte das Buch begonnen, weil sie Gott gefunden hat, der irrt. So einfach ist das nämlich nicht.

Die Lebensnachdenklichkeiten von Kloß, Spinne und Norbert jetzt auch als griffiges Unterwegsbuch

Auch Spaß macht Arbeit. Jede Menge. Eigentlich hatte sich Volker Strübing seine beiden gegensätzlichen Figuren Kloß und Spinne mal als Pausenfüller im Programm der Lesebühne LSD (Liebe statt Drogen) ausgedacht. Da hockten sie eine Weile, der eine stets kloßbetrübt, der andere immerzu guter Laune. Das hätte auch schon der Endpunkt ihrer Karriere sein können.

Das Lied von Bernadette oder die Suche nach Trost in einer heillosen Welt

Franz Werfel im St. Benno Verlag, das ist mal was Neues. Immerhin gehört Werfel zu den wichtigsten Romanautoren der deutschen Sprache im 20. Jahrhundert. Mit „Verdi“ hat er in den 1920er Jahren eine regelrechte Verdi-Renaissance ausgelöst. Die Armenier haben ihm posthum 2006 die Staatsbürgerschaft verliehen. Denn wenn er sich ein Thema vornahm, dann tat er das mit Leidenschaft. Das gilt auch für „Das Lied von Bernadette“.

Wie man beim Nachdenken über Glauben auf einmal bei der Frage nach den richtigen Werten im Leben landet

Für Hans-Jürgen Vogelpohl ist Glaubensverbreitung eigentlich sein Beruf. 1971 wurde der heute 75-jährige zum Priester geweiht, war ab 1978 Militärseelsorger und von 1992 bis 2006 Seelsorger bei der Bundespolizei in Bayern. Und danach mochte er eigentlich auch nicht aufhören, für den Glauben zu werben. Muss ja doch irgendwie funktionieren in diesen ungläubigen Zeiten, oder?

Die Raskolnikow-Frage in einer Zeit des sexuellen Ramschverkaufs

Am Ende ist man froh, dass die Sache zu Ende ist – und das 730 Seiten dicke Buch auch. Aber irgendwie hatte Matthias Hirth wohl tatsächlich Dostojewski vor Augen, seinen eindrucksvollen Wälzer „Schuld und Sühne“, der seit 1994 in der deutschen Übersetzung „Verbrechen und Strafe“ heißt und satte 760 Seiten dick ist. Ein mörderisches Buch, wie man weiß. Mit einem am Ende ja bekanntlich einsichtigen Helden.

Ahne macht sich so seine Gedanken über das Leben, die Vergänglichkeit und ein paar gute Gründe zum Bescheidensein

Wenn man ihn selber vorlesen hört - auf der beigelegten CD zum Beispiel - dann hat man von Ahne so ein Bild vor Augen: junger Lesebühnenautor, zwar schon mit einigen Schrammen im Leben durchgekommen, aber durch nichts aus der Ruhe zu bringen und mit echtem, trockenem Berliner Humor, der durch die Texte schimmert. Altwerden kann dem Burschen gar nicht passieren. Wie denn?

Stehe ich hier und kann nicht anders oder geht die Zeit der Standhaften gerade wieder zu Ende?

Der Mann hat das Land verändert und geprägt. Einfach, weil er so war, wie er war, und die Mauscheleien der römischen Kirche einfach nicht richtig fand. Dieser Luther, der eigentlich nur über Missstände disputieren wollte. Und dann setzte er ein Zeichen für eine neue Haltung, die bis heute Bewunderung hervorruft: Nicht mehr wegducken und bereuen, sondern hinstellen und sagen: Ich kann nicht anders.

Carl-Christan Elzes Gedichte aus einem Kosmos, in dem gar nichts sicher ist

Wahrscheinlich war es wirklich der Tod eines Freundes, der Carl-Christian Elze ins Grübeln brachte. Und mit dem 40. Geburtstag fiel das wohl auch irgendwie zusammen. Vorher glaubt man meistens noch felsenfest daran, dass unser Sein auf Erden unendlich sein könnte. Und dann begegnet man auf einmal dem Tod. Zuerst dem der anderen.

Leipzigs Jugendliche sind gesundheitsbewusster, umweltbewusster und mehr auf Mitsprache aus als vor fünf Jahren

Es ist wie bei so vielen Generationenkonflikten seit Sokrates' Zeiten: Ein paar Alte schimpfen über die Jugend, die nie so schrecklich gewesen sei wie heute. Einige überbezahlte Redakteure beklagen die politische Desinteressiertheit der jungen Leute. Aber die Wahrheit ist wohl: Die jungen Leute von heute sind genauso interessiert und lebenslustig wie Opa und Oma, als sie mal jung waren. In Leipzig wird so etwas sogar abgefragt.

Aktuell auf LZ

- Advertisement -