Eine kleine Predigt im Stile des eigensinnigen Herrn J. aus N.

Nachdenken über … den Sinn des Lebens, Klappe, die Xte

Für alle LeserIn dieser Woche brachte die „Zeit“ so eine Art Glosse, einen recht überdrehten Text, in dem die Autorin sich mit den Nöten ihrer Bekannten auseinandersetzte, ihrer brüchigen Lebensfreude und dem, was da unterschwellig bei so vielen mitzuschwingen scheint. So ein permanenter Zweifel, ob ihr Leben eigentlich einen Sinn macht. Und die Angst, es könnte sinnlos sein. Kennen Sie auch? Prima. Es ist eine Denkfalle.

Eine, die in unserer Gesellschaft sehr gepflegt wird. Gern mit einem feinen religiösen Touch und einem stillen Vorwurf an die Ungläubigen, sie würden gar nicht wissen, worum es geht, wenn sie nicht felsenfest daran glauben, dass es etwas Höheres über uns gibt, das dafür sorgt, dass die Welt und jedes menschliche Leben einen Sinn hat. Also „zu etwas gut ist“ oder „für etwas da“. Reihenweise raufen sich dazu ja Prediger und Propheten in der Bibel die schlohweißen Haare. Bis auf einen.

Aber der kommt erst im Neuen Testament vor – und musste feststellen, dass nicht mal seine zwölf Jünger begriffen, worum es ihm eigentlich ging. Warum er ihnen jeden Tag aufs Neue erzählte: „Ihr müsst keine Angst haben.“

Die Angst kennen viele. Und gerade bei Gläubigen wird sie noch extra befeuert durch diverse phantasievolle Heilserwartungen, Projektionen auf die Zeit nach dem Tod und „das Leben danach“. Aus dieser Perspektive ist nichts fürchterlicher als die Vorstellung, das Leben davor könnte das einzige und richtige sein. Tiefgläubige Menschen sollen wohl auch sehr viel Trost aus der Vorstellung ziehen, dass es doch noch ein Leben danach geben soll, wo dann alles ausgestanden ist und man sich nicht mehr sorgen muss.

Der Bursche aus Nazareth sagte ja nicht nur „Fürchtet euch nicht.“, sondern auch: „Liebet euren Nächsten wie euch selbst.“

Sich selbst sollten sie auch lieben. Haben sie das getan? Haben Sie begriffen, dass ihnen just dieser Jesus sagte, sie sollten aufhören, immer nur auf das Himmelreich hin zu leben und sich zu kasteien, um die unberechenbare Gnade eines unfassbaren Gottes zu erlangen? Hier und jetzt ist euer Leben, hätte er auch sagen können. Macht was draus. Fangt an zu leben. Und wir wissen nicht, ob er es nicht gesagt hat. Uns liegen ja die Nachrichten über sein Leben nur in mehrfach redigierter Form vor. Die Bibel-Texte wurden mehrfach rundgeschliffen und zurechtgestoßen, bis sie zu einer Kirche passten, die die Sache mit dem „liebe deinen Nächsten“ nicht so gern in den Mittelpunkt stellte.

„Seht die Vögel im Himmel …“, auch das hat der Bursche gesagt. Und man kann seine ganzen Reden und Predigten gegen den Strich lesen und sieht einen Prediger, der den Zuhörern predigt, dass ihr eigenes, kleines Leben hier auf Erden das Wertvollste ist, was sie haben. Und dass sie es wieder lernen sollten zu schätzen, zu lieben und … zu leben.

Aber augenscheinlich sitzt die andere Botschaft bis heute viel tiefer. Die Botschaft jener Priester, die den Menschen gefügig haben wollten, untertänig und gottgehorsam. Was immer bedeutete: priestergehorsam und königgehorsam. Also das Gegenteil von gelassen sein. Denn wer fortwährend die Erwartungen anderer und Höherer erfüllt, ist nicht gelassen, sondern getrieben. Der lebt ein Leben lang im Zweifel, ob er alles richtig und recht gemacht hat.

Denn die Frage nach dem Sinn des Lebens ist die Frage nach bedingungsloser Unterordnung. Man wird nur zum „gerechten Mann“, wenn man die Erwartungen des Gesetzes, des Staates und der Obrigkeit erfüllt. Wobei man nie weiß, ob einem das gelingt … immerfort lebt der Zweifel. Der ständig nagende Verdacht, ob man nun alles gottgefällig getan hat, ist im Grunde der umgekrempelte Verdacht, der jeden Menschen in unserer Zivilisation umtreibt: Hab ich nun so vorsichtig gelebt, dass ich nicht mit den Gesetzeshütern in Konflikt komme?

Wer behauptet, er habe vor den oft unberechenbaren Launen des Staates, der Ordnungshüter und der Mächtigen im Land keine Angst, der schwindelt.

Aber wer gibt einem Leben dann eigentlich einen Sinn?

Oder ist der Sinn von vornherein gegeben?

Natürlich sind das abwegige Fragen, die voraussetzen, es gäbe da irgendwo ein Hohes Gericht, das bewertet, ob unser kleines Leben in irgendeinem Rahmen einen Sinn hat. Aber in welchem Rahmen?

Wer sich mit diesen Fragen plagt, kommt tatsächlich in Teufels Küche. Denn die ehrliche Antwort auf alle diese Fragen lautet: Das Leben hat keinen Sinn.

Es hatte keinen Sinn, als es vor 3 Milliarden Jahren auf der Erde entstand. Und es hat auch vor 12.000 oder 2.000 Jahren keinen dazubekommen. Darüber haben die besten unserer Philosophen ihr Leben lang nachgedacht. Die Quintessenz lautet eigentlich – nach Immanuel Kant, etwas abgewandelt: Lebe so, dass du jedem Menschen, dem die begegnest, ohne schlechtes Gewissen in die Augen sehen kannst.

Das ist schon recht nah an diesem: „Liebe dich selbst …“

Weil man dann nämlich ein Leben in Achtung vor dem Lebendigen lebt.

Wir leben zwar mittendrin in einer lebendigen Welt. Aber der Blick in den gewaltigen Kosmos zeigt: Wir sind allein. Das Leben auf diesem Sternenstäubchen ist etwas ganz Besonderes, ein ganz seltener aufregender Prozess, der physikalisch und chemisch in Gang kommt, wenn die richtigen Masse-, Chemie- und Energieverhältnisse herrschen. Möglich, dass ein gleicher Prozess auch noch irgendwo da draußen auf einem ähnlichen Sternenstäubchen in Gang gekommen ist. Selbst wenn es so ist, werden wir es allein augrund der enormen kosmischen Entfernungen wohl nie erfahren.

Deswegen bleibt dieses erstaunliche Inselchen des Lebens etwas Besonderes und Außergewöhnliches. Ein Grund zum millionenfachen Staunen (und zum Besorgtsein, dass es die Idioten unter uns einfach kaputt machen.). Und zum doppelten Staunen, weil: Es ist einfach passiert. Als alle notwendigen Voraussetzungen da waren, begann dieser Prozess, der immer neue, immer komplexere, immer faszinierendere Tiere und Pflanzen hervorgebracht hat.

Den berühmten Garten Eden, in dem alles „wie für uns gemacht“ schien. Obwohl wir nur auf eine trotzdem beeindruckende Weise in diesen Garten Eden passten. Wir sind die Angepassten. Doch viele von uns haben nie gelernt, über dieses Einmalige und Faszinierende zu staunen – und es einfach wertzuschätzen, weil es da ist. Völlig ohne einen aufgesetzten Sinn.

Und damit kommen wir zur Destruktion der Quatsch-Formel vom „Sinn des Lebens“, die so mega-philosophisch klingt, es aber nicht ist.

Denn Leben ist – und junge Eltern wissen es nur allzu gut – ganz allein nur ein Geschenk. Ein Geschenk, das darin besteht, dass wir für ein paar wenige Jahrzehnte mit hellwachen Sinnen in einem Garten Eden leben und ihn staunend erkunden können. Das macht das, was man so landläufig Bewusstsein nennt. Wir sind das einzige Tier auf Erden, das sich der Tatsache bewusst ist, dass es auf dieser Erde lebt, was diese Erde ist und – ach ja – dass dieser „Aufenthalt auf Erden“ begrenzt ist. Eine furchtbar kurze Zeitspanne, die wir oft mit dem schlimmsten Blödsinn, mit Langweilern, Stockfischen, Knallchargen und Scheinheiligen verbringen. Von denen wir uns die schönsten Stunden, Tage und Jahre versauen lassen.

Meist versuchen sie uns ihren „Sinn des Lebens“ aufzudrücken, allen möglichen Quatsch von falscher Erfüllung, Befriedigung und Karriere. Und wir sind fortwährend gehetzt, uns Dinge zuzulegen, von denen plärrende Teppichverkäufer behaupten, wir bräuchten sie für unser Seelenheil.

Wir sind ständig außerhalb unseres Selbst. Und sollen es auch sein. Denn Menschen, die sich nicht fortwährend mit falschen Versprechen ködern lassen oder wie blöde der Frage nach dem „eigentlichen Sinn des Lebens“ hinterherhecheln, sind nicht mehr verführbar. Sie wissen, dass hinter dem ganzen Budenzauber nichts steckt als heiße Luft und Schwefelgestank.

Sie verzichten auf die Hatz. Denn sie haben Zeit, die falsche Frage aus ihrem Kopf zu schmeißen und dafür die richtige zu stellen. Denn wenn Leben ein Geschenk ist (und selbst im ökonomischen Sinn ist es eins), dann hat es keinen Wert und keinen Sinn. Dann IST es einfach. Und das ist mehr, als alle Teppichverkäufer einem jemals aufschwatzen können. ES braucht keinen von außen auferlegten Sinn. Es ist schon deshalb unbezahlbar, weil es ist.

Und – das kommt für uns als homo sapiens dazu – wir können es bewusst wahrnehmen. Wir können uns zwar ans Teichufer setzen und die dumme Frage stellen: Wozu ist das alles da?

Aber wer es mal versucht hat, weiß: Die Frage macht nur Kopfschmerzen. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass all das irgendeinen höheren Zweck haben sollte.

Es ist. Und es vergeht. Und wir sind noch – im Unterschied „zu allem Getier auf Erden“ – mit einem Gehirn gesegnet, das in der Lage ist, das alles zu sehen, zu ergründen und verstehen zu wollen. Die falsche Antwort lautet dann immer: Es habe diesen und jenen Sinn …

Nein. All das hat keinen Sinn. Es ist. Und dass wir es erleben dürfen, ist ein grandioses Geschenk. Dafür dürfen wir dankbar sein – aber lieber unseren Eltern und dem fantastischen Reichtum der Natur, als einer nicht greifbaren strengen Instanz, die uns immerfort wiegt „und für zu leicht befindet“.

Wem steht denn das zu?

Niemandem.

Eigentlich ist es erstaunlich, dass sich Menschen ihr Leben lang dabei zermürben können, dass sie nach dem Sinn darin suchen. Und verzweifeln, wenn sie ihn nicht finden.

Aber es ist nun mal so: Was nicht da ist, kann man auch nicht finden.

Man fällt bestenfalls auf die dummen Versprechungen dummer Propheten herein, die einem den „Himmel auf Erden“ versprechen und vielen Leichtgläubigen beibringen, das, was da ist, sei nicht wert zu bleiben. Nietzsche war so ein fauler Prophet, auch wenn er bei einigen Leuten heute wieder selige Anbetung genießt.

Dass man sich fürchtet – das ist normal. Julian Barnes hat ein ganzes schönes Buch darüber geschrieben. Aber er ist Engländer und fürchtet sich ganz bestimmt nicht davor, dass sein Leben keinen Sinn haben möchte, sondern vor dem Tod. Eigentlich auch eine ziemlich schräge Angst, wenn man schon früh im Leben damit beginnt. Aber wenigstens verständlich, denn dass unser größtes Geschenk endlich ist, das ist gewiss. Man kann also auch Angst bekommen, zu wenig von allem gesehen zu haben, bevor es so weit ist.

Aber vor einem sinnlosen Leben hat Julian Barnes keine Angst. Denn den Sinn gibt jeder seinem Leben selbst. Wir erfüllen es mit Sinn, der durchaus auf anderes und andere gerichtet ist. Wir arbeiten für unsere Lieben, für unsere Gesellschaft, für das Überleben der Wälder, wir pflegen Mitmenschen, bauen Getreide an, bauen Häuser, retten Bienen und Schmetterlinge. Wir säen Blumen an und Radieschen, füttern die Katzen, Hunde, Meisen, Pferde, sorgen uns um das, was andere auch gern mal „Schöpfung“ nennen.

Es gibt genug Möglichkeiten, dem eigenen Leben einen klaren Sinn und ein schönes Ziel zu setzen. Eines, das in unserer kurzen Lebensspanne erreichbar ist. Und das uns auch dann noch tröstet, wenn wir merken, dass das Ende naht – und wir dennoch wissen: Was wir haben tun können, haben wir getan. Genauso wie dieser seltsame J. aus N., der am Ende wohl ziemlich verstört gewesen sein muss, als er merkte, dass nicht mal seine besten Freunde begriffen, was er von ihnen wollte.

Die Mächtigen sowieso nicht. Die sind meist selbst blind wie die Maulwürfe und „wissen nicht, was sie tun“. Keine guten Wegweiser für ein sinnerfülltes Leben. Aber allgegenwärtig, wenn es darum geht, den „kleinen Kinderlein“ Angst zu machen und einzureden, ihr Leben habe keinen Sinn, wenn sie nicht …

Was für eine Anmaßung. Aber eine, mit der eine ganze Gesellschaft gefügig gemacht werden kann und Ängste gedeihen.

Geben Sie Ihrem Leben selbst einen Sinn. Das ist der beste Rat, den man geben kann. Machen Sie was draus. Es ist – pardon, aber es stimmt so – Ihr Leben. Es gehört Ihnen, Sie müssen niemandem dafür Rechenschaft ablegen – nur sich selbst, ihrem Herzen und ihrem guten Gewissen. Oder mit Herrn J. gesagt: „Liebet Euch selbst wie Euren Nächsten.“

Die ganze Reihe „Nachdenken über …“

Sinn des LebensNachdenken über ...
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Veranstaltungen der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ im Januar 2020
Die „Runde Ecke“ am Dittrichring. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Die im September 2019 begonnene Filmreihe „Zeitgeschichte auf der Leinwand im Stasi-Kinosaal“ geht am Donnerstag, 9. Januar 2020, um 19.00 Uhr mit der Vorführung des Films „Der Ballon“ weiter. Darin geht es um eine der spektakulärsten DDR-Fluchtgeschichten: Regisseur Michael Bully Herbig erzählt im Film mit viel Spannung, Dramatik und Menschlichkeit, wie die Familien Strelzyk und Wetzel im Jahr 1979 mit einem selbst gebauten Heißluftballon die Flucht aus der SED-Diktatur in den Westen antreten.
Klazz Brothers & Cuba Percussion spielen in Dresden drei Sonderkonzerte im Advent
Klazz Brothers & Cuba Percussion PR

Klazz Brothers & Cuba Percussion PR

Eine Biene macht sich auf die Reise nach Kuba und stimmt mit Salsa tanzenden Vögeln in ein schwungvolles „Summ Summ Salsa“ ein. Was nach einer herrlich bunten Kinderfantasie klingt, ist genau das: ein Konzert der Klazz Brothers & Cuba Percussion für die jüngsten Musikfreunde.
Museum der bildenden Künste zeigt, was Leipziger Künstler zwischen 1900 und 1945 schufen
Walter Arnold, Mädchen mit Kopftuch (Bildnis M. K.), 1938. Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Für alle LeserWährend das Stadtgeschichtliche Museum die große Ausstellung mit Fotoarbeiten aus dem Atelier Hermann Walter 1913 bis 1935 zeigt, zeigt das Museum der bildenden Künste seit Donnerstag, 12. Dezember, quasi eine Zwillingsaustellung, denn sie zeigt, was Leipziger Künstler genau in der Zeit schufen, als Karl Walter und Bernhard Müller mit ihrer Kamera die großen Baustellen fotografierten. Sie setzt mit dem Jahr 1900 sogar etwas früher an.
„Endlich Wieder Party“ im Felsenkeller zu Leipzig mit 2. Floor
Quelle: Felsenkeller

Quelle: Felsenkeller

Am Samstag, den 11. Januar ab 22 Uhr ist es wieder soweit; die "Endlich wieder Party"-Party im Felsenkeller startet wieder durch! Diesmal wird es wieder parallel dazu, im Kleinen Saal ("NAUMANNs"), einen zweiten Floor mit Schlagern aus fünf Jahrzenten geben.
UFZ-Umweltökonom erklärt das Klimapaket für heiße Luft
Erik Gawels Beitrag im neuen Heft „Umweltperspektiven“. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserDie Leopoldina hat schon im November reagiert und das von der Bundesregierung angekündigte Klimapaket für völlig unzureichend erklärt. Das Umweltforschungszentrum (UFZ) in Leipzig hat sich das Thema für sein neues Magazin „Umweltperspektiven“ aufgehoben. Aber das Urteil des Leipziger Umweltökonomen Prof. Erik Gawel zur Sinnhaftigkeit des Klimapakets fällt vernichtend aus.
2000: Die Schatten der Vergangenheit in Möbeln aus entsorgten Jahren
Henrike Naumann, Traueraltar Deutsche Einheit, 2018, mixed media installation, exhibition view Museum Abteiberg. Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf, Courtesy the artist and KOW Berlin

Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf, Courtesy the artist and KOW Berlin

Für alle LeserTapfer bleibt die Leipziger Volkszeitung dabei, regelmäßig ihren Kunstpreis an talentierte Nachwuchskünstler zu vergeben. Den ersten gab es 1995, quasi zum 100. Geburtstag der Zeitung ein Jahr zuvor. Am Donnerstag, 12. Dezember, wurde die Ausstellung für die neue Preisträgerin im Museum der bildenden Künste eröffnet, für die in Zwickau geborene Installationskünstlerin Henrike Naumann (*1984).
Unterstützung für ein 365-Euro-Ticket vom Bund?
Straßenbahnhaltestelle Goerdelerring. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 20. September stellte die Bundesregierung ihr Eckpunktepapier zum Klimaschutzprogramm vor, in dem sich auch zum Sektor Verkehr folgender Passus findet: „Modellprojekte für ÖPNV-Jahrestickets: Die Bundesregierung wird zusätzlich 10 Modellprojekte zur Stärkung der ÖPNV unterstützen, zum Beispiel die Einführung von 365-Euro-Jahrestickets.“ Ein Satz, der die SPD-Fraktion im Leipziger Stadtrat elektrisierte: Wäre das nichts für Leipzig? Wir wollen doch …
Energiewende einfach durchsetzen: In zehn Jahren könnte Deutschland den Komplettausstieg aus der Fossilwirtschaft hinkriegen
Axel Berg: Energiewende einfach durchsetzen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBei der Klimakonferenz in Madrid feilschten sie am Samstag immer noch über eine Konkretisierung des Pariser Klimaabkommens, als wenn man über Klimaanstrengungen überhaupt noch kuhhandeln könnte. Als wenn nicht endlich Zeit für Taten wäre. Ausgerechnet Deutschland steckt derzeit in einer ganz blamablen Rolle, denn im Jahr 2000 war Deutschland mal das erste Land, das die Energiewende einleitete. Und Axel Berg war dabei.
Am 17. April 2020 im Täubchenthal: Die Art & Freunde der Italienischen Oper
Die Art. Quelle: T-Gastro-Verwaltungs GmbH

Quelle: T-Gastro-Verwaltungs GmbH

Zwei Legenden gemeinsam auf Tour. Zwei der so genannten „anderen bands“, geboren Ausgangs der Achtziger im brodelnden Ground Zero eines agonierenden Systems.
Fortuna Düsseldorf vs. RB Leipzig 0:3 – Für mindestens eine Nacht an der Spitze
Werner erzielte in der 58. Minute das 2:0 für RBL. Foto: Gepa Pictures

Foto: Gepa Pictures

Für alle LeserRB Leipzig hat am Samstagabend, den 14. Dezember, mit einem 2:0-Sieg bei Fortuna Düsseldorf die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Schick erzielte bereits nach 65 Sekunden die Führung. Danach hatten die Rasenballer die Partie fest im Griff. Am kommenden Dienstag folgt das Topspiel bei Borussia Dortmund.
Oper Leipzig will zum falschen Masur-Zitat noch eine Richtigstellung bringen
Leipzigs Opernhaus. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. Dezember berichteten wir unter der Überschrift „Wie konnte Kurt Masur zum Verkünder der sozialen Marktwirtschaft werden?“ über ein falsches Zitat im Leipziger Opernmagazin „Dreiklang“. In einem Beitrag der einstigen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth war der legendäre „Aufruf der Sechs“ vom 9. Oktober 1989 falsch zitiert worden. Wie konnte das passieren?
Keine Grüne Welle für die AfD
Prager Straße, kurz nach der Kreuzung Riebeckstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Dezernat Stadtentwicklung und Bau hätte ja der AfD-Fraktion nur zu gern geholfen, richtig schnell mit Grüner Welle auf der Prager Straße aus der Stadt zu kommen. Nicht unbedingt, weil es die AfD beantragt hat, sondern weil so ziemlich alle Autofahrer solche Träume haben. Aber der Antrag der AfD-Fraktion macht nur zu deutlich, wie sehr Autofahrer im Tunnel leben, immer nur ihre Fahrtrichtung sehen und meinen, alle anderen müssten sich nach ihnen richten.
Kunstprojekt „Selfie, Me!“ am 16. Dezember im Cineplex Leipzig
Ausschnitt Plakat. Quelle: Cineplex

Quelle: Cineplex

Das künstlerisch partizipatorische Projekt „Selfie Me!“basiert auf einer Form des Aktivismus, die in den 60er Jahren in Europa und den USA vor allem im feministischen Feld angesiedelt war. Kernidee ist es, Akteuren die Möglichkeit zu geben aus ihrer eigenen Erfahrung zu sprechen - eine Form, die im Theater Anfang der 1990er Jahre in Deutschland eine weitere Auseinandersetzung erfuhr und unter dem Begriff des postdramatischen Theaters retrospektiv benannt wird.
Am 18. Dezember: Die Reihe Screening Religion zeigt The Children of Vank
Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Die Kolleg-Forschungsgruppe „Multiple Secularities – Beyond the West, Beyond Modernities“ der Universität Leipzig präsentiert einmal monatlich die Filmreihe Screening Religion in der Cinémathèque Leipzig. Gezeigt werden Dokumentar- und Spielfilme, die bisher selten zu sehen waren, immer mit anschließender Diskussion.
Bis 2030 sollen die Dauerausstellungen der Leipziger Museen entgeltfrei werden
Das Stadtmodell in der Ausstellung des Stadtgeschichtlichen Museums. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserFrüher waren Museen heilige Kammern, in denen man andächtig auf heilige Vitrinen schaute und sich nicht traute zu hüsteln. Das hat sich geändert. Und soll sich auch in Leipzig noch mehr ändern. Die städtischen Museen sollen zu richtigen Erlebnisorten werden, sogenannten „third places“ in denen sich auch die Leipziger gern aufhalten, diskutieren oder neue digitale Angebote nutzen, um sich zu informieren. Und die Dauerausstellungen sollen entgeltfrei werden.