Weshalb der Festkreis des Jahres uns daran erinnert, warum wir Menschen sind

Für FreikäuferMan sollte schon wissen, was man feiert. Und warum. Und wie. Und natürlich hat Fabian Vogt Recht: Wir leben in einer Zeit, in der die meisten Menschen gar nicht mehr wissen, was da eigentlich gefeiert wird mit Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Karneval. Und warum Feste so wichtig sind. Das hat nicht nur mit dem Christentum zu tun. Auch wenn natürlich alle großen Feste in unserem Jahreskreis christlich geformt sind. Aber dahinter steckt viel mehr.
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Was auch Christen nicht immer bewusst ist. Denn warum wir all die Feste heute (noch) feiern, steht nicht in der Bibel. Dort steht auch keines der Daten, an denen die Feste gefeiert werden. Und trotzdem haben unsere Feste eine jahrtausendealte Tradition. Denn zu denselben Terminen feierten auch schon die Religionen vor dem Christentum. Aus gutem Grund. Und darauf geht der Theologe, Kabarettist und Schriftsteller Fabian Vogt auch in seiner Einleitung in das Buch ein. Denn jahrtausendelang bestimmten nicht Uhren oder Kalender den Lebensrhythmus der Menschen – es gab gar keine. Sie lebten noch ganz im Rhythmus von Sonne und Mond und Jahreszeiten. Ihre Ernte hing davon ab, ihr Tagwerk. Und noch heute sind es die markanten Fixpunkte in diesem kosmischen Kalender, die auch unseren Festkreis bestimmen: von der Sonnenwende als Höhepunkt im Sommer, wenn der Johannistag gefeiert wird, bis zur Sonnenwende im Dezember, wo das Weihnachtsfest seinen Platz gefunden hat, vom Frühlingsbeginn und dem Erwachen der Natur, die mit dem Osterfest korrespondieren, bis hin zur Erntezeit mit Erntedank und Martinstag.

Manchmal sieht man noch die Ursprünge, die dazu führten, dass diese Feste von den Menschen aller Kulturvölker gefeiert wurden. Kultur hier im ganz ursprünglichen Sinn, denn die erste gemeinsame Kultur, die sich die Menschen schufen, war die Landwirtschaft. Es sind alles Feste, die mit dem Rhythmus der Landwirtschaft korrespondieren und mit der extremen Abhängigkeit der Menschen von den Unbilden des Wetters. Es waren Ernte-, Jagd- und Wettergötter, die rund um das Mittelmeer zu den relevanten Terminen mit Gaben mild gestimmt wurden.

Und als das Christentum ab dem 3. Jahrhundert so langsam zur etablierten Religion heranreifte, mussten die Christen kein Fest wirklich neu erfinden. Sie haben die vorhandenen – meist römischen – Feste einfach umgedeutet und an die Stelle der alten Götter und Geschichten ihre Geschichten gesetzt. Der Tag, an dem heute die Geburt Christi gefeiert wird, war einst der Feiertag des römischen Sonnengottes.

Recht launig erzählt Fabian Vogt, wie jedes einzelne Fest sich so aus früheren Festen entwickelte. Aber er will eigentlich mehr. Denn damit, dass er auf das Verständnis der Menschen vor Einführung des Christentums zurückgreift, macht er auch deutlich, wie wichtig diese Taktgebung im Leben der Menschen war, wie sie dem Jahreskreis nicht nur eine Ordnung gab, sondern auch einen Sinn. Denn schon vor der christlichen Umdeutung waren diese Feste ja keine simplen Kalenderfeste, sondern lebten von der doppelten Symbolik. Mit Blühen, Fruchttragen und Absterben der Natur war immer auch der Kreis des Lebens beschrieben. In den Zyklen von Werden und Vergehen sahen auch schon die Griechen und Römer ein Sinnbild des Lebens – und sie feierten es. Oft sehr ausgelassen, regelrecht entfesselt.

Man denke nur an all die Fruchtbarkeitskulte, die mit dem Frühjahr zu tun haben und die heute in unserem Osterfest verschmolzen sind, das ein Fest voller Gegensätze ist. Denn Tod und Auferstehung werden praktisch dicht hintereinander gefeiert. Und das auch nicht erst, seit das Osterfest zum ersten christlichen Hochfest wurde. Auch die alten Ägypter kannten schon diesen Übergang ihrer Götter ins Jenseits. Abschied und Neubeginn voller Hoffnung.

In den uralten Festen spiegelt sich nicht nur das Verhältnis der Menschen zu ihrem Arbeitsleben. Und das ist das, wozu Vogt anregt, denn als die Christen all diese Feste überformten, packten sie zwar allerlei biblische Geschichten darüber – sie betonten auch die längst vorhandenen philosophischen Momente. Denn Feste waren immer Aus-Zeiten. Zeiten, in denen die Regeln des Arbeitsalltags ausgesetzt waren.

Schon die Worte verraten es: Feiern hat mit Ferien zu tun und beide mit fanum, dem Religiösen. Das Religiöse war nicht dem Unglauben entgegengesetzt – sondern dem Profanen. Also dem Alltag, an dem man sich keine Zeit nehmen konnte, über sein eigenes Menschsein auf Erden nachzudenken. Deswegen dachten die Griechen Philosophie und Religion immer zusammen. Und deswegen stecken auch die großen philosophischen Fragen in all diesen Festen: Wer bin ich? Warum bin ich? Und was kommt danach? Oder in Summe: Was ist der Sinn meines Lebens …

Na ja. Vielleicht besser doch: Was gibt meinem Leben einen Sinn?

Die erste und wichtigste Antwort, die Fabian Vogt geben kann, ist genau dieser Festkreis des Jahres: Die einzelnen Feste erzählen alle von unserem Menschsein, von Geburt, Werden und Vergehen, von Hoffnung und Ermutigung, von der Feier der Liebe, vom Trauern und Abschiednehmen.

Alles Themen, über die der gehetzte Mensch der Gegenwart kaum noch nachdenkt. Nicht mal in der Adventszeit, die eben nicht nur die Erwartungszeit des kleines Jesus in der Krippe ist, sondern ein Zur-Ruhe-Kommen sein sollte. Denn die Ernte ist eingebracht, die Pacht bezahlt, das Haus (hoffentlich) winterfest und genug Vorräte für den langen Winter im Haus. Die Tage sind so kurz geworden, dass man draußen fast nichts mehr machen kann. Der Mensch wurde – als er seine Welt noch nicht mit künstlichem Licht und Lärm verseuchte – gezwungen, kürzer zu treten, sich wieder mehr mit den Seinen zu beschäftigen und bewusster zu leben. Was auch mit dem Fasten zu tun hat, mit dem ursprünglich auch keine irgendwie geartete Diät verbunden war. Vogt macht etwas, was auch in Christengemeinden selten erzählt wird, er erklärt nämlich, was all diese Feste, Feiertage und Fastenzeiten mit einem bewussteren Leben zu tun haben. Für die Christen natürlich eng verbunden mit ihrem Glauben.

Und für die anderen?

Vogt vermutet ja wohl zu Recht, dass die Menschen, die den Sinn all dieser Feste nicht mehr kennen und sich auch nicht die Ruhe nehmen, sie wirklich bewusst zu feiern, zwangsläufig etwas verlieren, was sie in dieser Welt und in ihrem Leben verankert. „Vielleicht ist es gar nicht so verwunderlich, dass immer mehr Menschen danach fragen, was eigentlich die ‚Deutsche Leitkultur‘ sei. Eine Antwort lautet: Diese Frage können nur Menschen stellen, die keine Feiertage mehr begehen.“

Feiern wir die Feste noch? Viele Menschen augenscheinlich nicht. Sie kommen aus ihrem Stress nicht heraus, ihrer permanenten Not, zu schaffen, zu raffen, zu kaufen. Und die diese Aus-Zeit vom Alltag nicht als notwendige Begegnung mit sich selbst und dem eigenen Dasein begreifen.

Tatsache ist: Mit Vogts Büchlein, in dem er die beiden großen Festkreise des Jahres (Weihnachten und Ostern) und die beiden kleineren im Sommer und Herbst beschreibt, können nicht nur Christen etwas anfangen. Auch nicht nur Protestanten. Denn einige der Lieblingsfeste der Katholiken hat er auch mit aufgenommen. Und die anderen? Für die erschließt sich der Sinn all dieser Feste erst richtig. Und auch für sie gilt, was Fabian Vogt als wichtigste Entdeckung für sich benennt: Dass alle diese Feste einladen, sich immer wieder den großen Fragen des Lebens zu stellen. Und sich damit auch immer wieder des eigenen Mensch-Seins zu vergewissern.

Es geht also auch um Dinge, die Menschen angehen, die mit Engeln, Gott und Heiligen nicht viel anfangen können. Aber es schimmert durch. Denn mit den Festen haben die Menschen auch immer wieder ihren Ort im Kosmos gesucht, in einem riesigen Ganzen, in dem das eigene Tun so winzig wirkt, so unwichtig. Es geht also eigentlich um eine ganz bewusste Feier des Lebens, oder – schwups ist man bei Epikur – um die „Kunst des Lebens“: ars vivendi.

Irgendwie klingt am Ende noch der Zweifel an bei Fabian Vogt, dass diejenigen, denen „das christliche Gedankengut fremd ist“, vielleicht Schwierigkeiten haben, erfüllende Antworten auf ihre großen Fragen zu finden.

Aber warum hat er dann ausgerechnet die „Kunst des Lebens“ zitiert?

Natürlich müssen Menschen, die den Festkreis nicht in den Kirchen feiern, andere Wege zur Antwort finden. Aber dafür sind ja diese Festtage da. Und in den christlichen Konnotationen dieser Feste stecken alle diese Fragen nach Werden und Vergehen, nach dem Sinn des eigenen Lebens und unsere Einordnung in den riesigen Kosmos, der unsere Heimstatt ist. Und natürlich auch nach Liebe, Hoffnung und Gemeinschaft.

Und natürlich ist dieses launig geschriebene Büchlein auch ein Leitfaden für das, was man mit diesen ganz und gar nicht so fremden Festen anfangen kann.

Fabian Vogt: „Wer sein Leben nicht einfach nur geschehen lassen, sondern ihm auf den Grund gehen will, der findet im Jahresfestkreis genau die Zutaten, die man für einen heiteren, unbeschwerten und verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Existenz braucht.“

Es ist wohl an der Zeit, wieder richtig feiern zu lernen. Natürlich mit den Menschen, mit denen man am liebsten durch dieses Leben reist.

Fabian Vogt Feier die Tage, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2018, 10 Euro.

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