Die unverkennbar physikalische Sicht eines deutsch-chilenischen Dichters auf die Welt, das Leben und die Vergänglichkeit

Manchmal darf man sich einfach nicht abschrecken lassen, auch nicht von Vorworten. Raul Zurita, einer der bekanntesten und kontroversesten Dichter Lateinamerikas, gibt sich zwar alle Mühe, Mario Markus einzuordnen in die grandiose Landschaft chilenischer Dichtung. Aber am Ende wird es eine Art mythische Beschwörung, die mit den Gedichten des 1944 in Chile geborenen Wissenschaftlers eigentlich nicht viel zu tun hat.
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So etwas bekommen auch deutsche Vorwortschreiber fertig, wenn sie so verzwickte Landschaften wie etwa „das Land der Dichter und Denker“ proklamieren und nicht sehen, wie sehr moderne Lyrik spätestens seit Herder und Goethe nur noch internationale Lyrik sein kann. Wer drunter bleibt, wird unweigerlich provinziell, abgeschmackt und wehleidig. Und wenn Zurita Namen wie Neruda und Mistral nennt, dann ist er genau in dieser Welt-Literatur. Möglich, dass darunter ein breiter Strom chilenischer Lyrik fließt, der auch irgendwo etwas Magisches hat. Aber damit wird man Mario Markus nicht gerecht, der ein mehrfacher Grenzgänger ist. Im Leben sowieso. Denn Karriere hat der Sohn deutscher Emigranten dann wieder im Westen Deutschlands gemacht, hat in Heidelberg im Fach Physik promoviert und dann am Dortmunder Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie geforscht und viele wissenschaftliche Artikel veröffentlicht.

Wikipedia führt zwar einen Teil seiner wissenschaftlichen Veröffentlichungen und seine auf spanisch veröffentlichten Gedichtbände auf. Aber Wesentliches fehlt dort. Etwa das 2014 erschienene Buch „Unsere Welt ohne Insekten: Ein Teil der Natur verschwindet“, ein Buch, mit dem Markus anschaulich und lebendig davon erzählt, was wir verlieren, wenn immer mehr Insektenarten aussterben. Erwähnt wird zumindest das 2010 erschienene Buch „Die Kunst der Mathematik: Wie aus Formeln Bilder werden“. Erst wenn man alle seine in den letzten Jahren veröffentlichten Bücher auflistet, merkt man, dass Markus nicht nur ein Grenzgänger der Sprachen ist und seine Gedichtbände und einen Zukunftsroman erst mal auf Spanisch veröffentlicht hat, sondern dass er auch ein Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Literatur ist. Wobei er in keinem Metier verleugnen kann, dass das andere in ihm genauso lebt.

Auch nicht in diesen 2007 erstmals erschienenen Gedichten, die er jetzt einfach mal selbst ins Deutsche übersetzt hat. Das von Zurita besonders gelobte Gedicht „Die Genitalien des Bruders“ ist nicht mal das Beste in diesem Band. Möglich, dass man die Gedichte aus chilenischer Perspektive anders liest, mit anderen Interpretationsrastern. Kann sein. Aber viel näher liegt, dass sich hier ein extrovertierter Dichter in einem Lob versucht, das mit dem eigentlichen Kern der gelobten Gedichte nicht viel zu tun hat. Der erschließt sich eigentlich recht schnell, wenn man sich in die Texte hineinliest, die eben keine Jugendtexte sind und auch keine Sammlung von im Lauf des Lebens geschriebenen Gedichten. Hier ist ein gealterter Wissenschaftler am Werk, der die Wissenschaft nicht einfach an den Nagel gehängt hat. Was Markus wohl auch nicht könnte, denn sie gehört zu seinem Wesen. Er kann nicht anders, als die Welt und sein eigenes Leben mit den Augen des Wissenschaftlers zu betrachten. Das verändert Sichtweisen tatsächlich. Und gründlich. Und wo die oben kurz gestreiften „Dichter und Denker“ aus der Provinz meistens sentimental, banal und idyllisch werden, merkt man bei Markus, dass der wissenschaftliche Blick von ganz allein zur Philosophie drängt, fast zu platonischer Distanz und kynischer Betroffenheit (kynisch – nicht zynisch, der Unterschied ist wichtig).

Denn wenn man sich ein Leben lang mit den Ereignissen auf molekularer Ebene beschäftigt hat, dann verklärt und mystifiziert man die Dinge nicht mehr. Nicht die Liebe, nicht den Tod und nicht die Vergänglichkeit. Dann ahnt man nicht nur, dann weiß man, wie sehr man selbst Teil kosmischer Prozesse ist. Das kann weh tun, wie er im Gedicht „Einöde“ schreibt, wenn das Geheimnis der Liebe zu Anatomie wird, das Geheimnis der Sterne zu Physik … Dem Burschen, der augenscheinlich regelmäßig mit dem Flieger über den Atlantik fliegt oder andersherum – von Frankfurt etwa nach Mumbai – kommen dabei Gedanken, auf die die anderen Mitfliegenden nie kämen. „Der Herr mit Visa-Plus / fliegt in seinem Kerker. / Das verliebte Mädchen, / der Buddhist …“ („Flug 704“)

Es ist nicht das einzige Gedicht, das darauf eingeht, wie sehr Menschen (und wohl nicht nur die heutigen) eingesperrt sind in ihre kleine, fast geschlossene Welt von Vorstellungen, Regeln, Rollen. In „Flug 231“ wird die Interpretation der Mitreisenden fast schon bedrängend. Da beobachtet der Autor und kommt zu beängstigenden Fortschreibungen dessen, was er sieht. Wissend darum, dass alles fließt und vergänglich ist. Die Geschilderte in „Schöne Fräulein“ lässt er direkt vor den Augen des Lesers alt werden und regelrecht zerfallen. Das Thema treibt ihn um. Er wechselt zwischen den Welten und ist sich der eigenen Vergänglichkeit immer bewusst. So wie in „Tabula rasa“: „Ich bitte um die Rechnung. / Mit routinierter Miene / wischt man / den Tisch ab …“

Immer wieder gibt es diese kleinen, fast analytischen Texte, in denen er sich mit dem Ende beschäftigt und unserer Wahrnehmung von Vergänglichkeit – und unserem permanenten Verdrängen. Der Zug aus „Das Wunder des Traumes“, wo fährt er hin? Kann es sein, dass Menschen nur deshalb Kreuze errichten und Kriege anzetteln, weil sie panische Angst vor diesem „Ziel“ haben, für das es „keine Worte gibt“?

Das eigentliche Wunder ist: Immer noch morgens zu erwachen und den Storch vorbeifliegen zu sehen. Das Mysterium ist der Mann hinter dem Dichter im Bus, der unablässig Kaugummi kaut. Oder die Sonnenblume, die den Dichter gerettet hat „zwischen zwei grauen Nächten“. („Die Sonnenblume“)

Das Preisen des Konkreten, Saftigen und Lebendigen, das darf dem Leser ruhig vertraut vorkommen, das findet man so auch bei Pablo Neruda. Und in ganz ähnlicher Absicht: Als gedichteter Widerspruch gegen das Vergänglichsein. Es ist vielleicht kein großer Gesang auf das Leben, aber doch ein immer wieder verblüfftes Aufwachen. Denn wirklich da ist nur, was wir auch wirklich sehen. Waren die Cicindelas im Garten nun da, als der Dichter lange Zeit keine Aufmerksamkeit dafür hatte? „Denn ohne / meine Blicke / verschwinden sie.“ („Cicindelas im Garten“)

Man merkt: Markus kennt auch die großen Träumer aus der deutschen Literatur, die sich mit den Grenzen unseres Wachseins beschäftigt haben, wissend darum, dass unsere Aufmerksamkeit sich leicht betrügen und einfangen lässt. Und dann? Dann wird der Mensch zum Gefangenen seiner Bilder, seiner „Werte“, seiner „Kultur“. Das muss man ja mal sagen können an dieser Stelle, denn die Narren, die mit ihren Vorstellungen aus der platonschen Höhle, aus der sie kommen, derzeit die Arena belärmen, werden von selbst nicht drauf kommen, wie genarrt sie sind. Und wie blind. Und damit verführbar.

Markus macht es am Beispiel unserer Fernseh-Kultur deutlich. In „Kaiserschnitt“ kommt Gott mit einer Axt herab und zerschlägt alle Fernseher: „Es begann / auf der Erde das Leben / zum zweiten Mal …“ Am Ende geht es immer um das Aktivsein und das Wahrnehmen. Auch wenn die Beine wackelig werden und die Erinnerungen anfangen zu rauschen. Wenn man die Dinge wissenschaftlich betrachtet, ist alles menschliche Tun vergänglich. Die großen Prozesse gehen einfach weiter. Nicht der Mensch formt die Weltprozesse auf Erden, sondern das Magma. Und wenn nur Zeit vergeht, dann heilen auch die Wunden, die Chile verletzt haben („In Chile du“). Nur die Skepsis mit dem Blick auf Deutschland bleibt. Ja, dieses Deutschland, in dem die Phrasen der Nazis noch immer herumlaufen und neue Mode werden und die Markus auch zitiert in „Reime – Die Seiten der Medaille“, die der Dichter aber konfrontiert mit den Namen der genialen Menschen, die für jüdische Kultur und Wissenschaft stehen. Der letzte Vers ist fast wie eine Mahnung: „Die Münze hält sich aufrecht / knapp / auf ihrem Rand.“

Ein Wanderer zwischen den ganz normalen Welten, in denen viele Menschen zu Hause sind – beunruhigt, verwirrt, manchmal auch ziemlich einsam, weil man sich immer wieder in Situationen findet, in denen die Drumherumsitzenden in ihren selbstgebauten Kokons und Kerkern gefangen sind und keine Regung zeigen, aufwachen und sich dem Leben öffnen zu wollen.

Mario Markus: Stiche. Gedichte Spanisch / Deutsch, Lychatz Verlag, Leipzig 2016.

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Foto: Ralf Julke

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