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Gedichte

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Axel Kutsch: Versnetze_15. Foto: Ralf Julke

Versnetze_15: Gedichte aus allen Regionen der deutschen Poesie anno 2022

Eigentlich sollte es anfangs nur ein Band werden, einer, der die verschiedene Stimmen von Dichterinnen und Dichtern aus dem deutschsprachigen Raum zusammenbringt und damit zeigt, welche Themen, Stimmungen und Gemeinsamkeiten Gegenwartsdichtung in deutscher Sprache aufweist. Auch Generationen und Regionen sollten vernetzt werden, wie Herausgeber Axel Kutsch betont, der nun das 15. Buch der Vernetzung vorgelegt […]

Bernhard Theilmann: Das Geheimnis der Brücken. Foto: Ralf Julke

Das Geheimnis der Brücken: Die nachgelesenen Gedichte des unangepassten Bernhard Theilmann

Diesen Gedichtband gibt es im Grunde in drei Teilen: den Gedichtband selbst mit 90 Gedichten. Dazu Biografische Notizen zu Bernhard Theilmann. Und ein Lesezeichen, welches das Bedauern des Verlages ausdrückt, dass leider ein kleines Malheur passiert ist: Acht der ausgewählten Gedichte sind nicht von Theilmann, sondern von Lutz Rathenow. Irgendwie sind sie in die fast […]

Olav Amende: abwesenheiten. Foto: Ralf Julke

abwesenheiten: Olav Amendes Gedichte über die Poesie des stillen Betrachtens der Welt

„Gedicht“ steht unterm Titel. Aber eigentlich sind es zwei Gedichte, zwei ganz große, stille, lange. So in der Dimension von Cardenal oder Whitman, auch wenn die Landschaft, die Olav Amende beschreibt, die Stadt ist. Möglicherweise Leipzig. Eines, wie nur er es sieht. Oder gesehen hat – etwa in den ersten Wochen des Lockdowns 2020, an […]

Wolfgang Eschker: An. Foto: Ralf Julke

An: Wolfgang Eschkers Gedichte zu Dichtern und ans Herz gewachsenen Landschaften

Es ist eine klassische Geste, dass Dichter ihre Standeskollegen auch mal mit Widmungsgedichten würdigen. Aus Verbundenheit, echter Freundschaft oder auch später Dankbarkeit. Denn ihnen ist durchaus bewusst, dass auch Dichter Lernende und Schüler sind. Das poetische Sehen haben sie mit und von Anderen gelernt. Aber da steckt noch mehr in Wolfgang Eschkers Gedichtband. Denn das […]

Andreas Köllner: saitenwechsel. Foto: Ralf Julke

saitenwechsel: Ein Bändchen aphoristischer Gedichte aus einem stilleren Leipzig

So ein bisschen hat Andreas Köllner seinen Gedichtband unter den Schutz von Stefan Zweig gestellt, der sich am 23. Februar 1942 in Petropolis das Leben nahm. Das ist 80 Jahre her. Und natürlich war der Dichter aus Österreich in einer ganz anderen Situation „nahe jenem letzten Strand“ als der 1992 geborene Dichter aus Leipzig. Wenn man jung ist, fragt man ganz anders nach der Schwere oder Leichtigkeit der Existenz.

Lutz Rathenow: Maskierungszärtlichkeit. Foto: Ralf Julke

Maskierungszärtlichkeit: Die Dresden-Gedichte des besonnungsglücklichen Lutz Rathenow

Dass Lutz Rathenow dereinst mit den Literaturwächtern der DDR aneinandergeriet, hat auch eine Ursache in seiner Art, Gedichte zu schreiben. Er liebt die Pointe, das Aphoristische, den kleinen liebevollen Stich mit einem Vers, der ins Schwarze trifft, dorthin, wo es entweder juckt oder wehtut. Oder wo es einfach allzu Menschliches aufs Korn nimmt. Denn wer – wie er – die Mitwelt mit poetischen Augen betrachtet, erkennt sich selbst wieder in anderen.

Chris Verfuß, Felix Erdmann (Hrsg.): Mondnacht. Fünf vor Zwölf. Cover: Trabanten Verlag

Mondnacht: 25 Essays, die Antworten suchen auf unser Zögern und Versagen in der Klimakrise

Wir haben nicht mehr viel Zeit, das Steuer herumzureißen. Sieben Jahre. Zehn vielleicht noch. Wir sind die erste Generation, die die Klimakrise schon live miterlebt. Und wir sind die letzte, die noch auf die Bremse treten kann. Wobei: Das ist schon wieder das falsche Bild. Das Auto wird diesmal keine dominierende Rolle mehr spielen können. Auch wenn das so explizit in diesem Essay-Band nicht ausgesprochen wird.

Poesiealbum neu: Was wir wollen. Foto: Ralf Julke

Was wir wollen: Das neue „Poesiealbum neu“ fragt nach dem, was uns wirklich umtreibt im Leben

Dieses „Poesiealbum neu“ ist ein Abschied: Zum letzten Mal gibt der Leipziger Dichter Ralph Grüneberger eins dieser thematisch durchdachten Hefte heraus, in denen – auf poetische Weise – die großen Fragen unserer Zeit und unseres Lebens behandelt werden. Mit 70 Jahren will er sich endlich stärker den eigenen Buchprojekten widmen. Denn so ein Heft macht Arbeit. Das unterschätzt man so leicht.

Poesiealbum 366: Volker Sielaff. Foto: Ralf Julke

Volker Sielaff: Ein Poesiealbum für einen aufmerksamen Dichter aus Dresden

Poesie ist eine Lebenshaltung. Vielleicht die menschlichste überhaupt. Sie regiert zwar nicht. Jedenfalls nicht in Sachsen. Aber das ändert nichts daran, dass dieses Stückchen Erde immer wieder begabte Stimmen hervorbringt, die sich wie selbstverständlich in die Sächsische Dichterschule einreihen. Dazu gehört auch der in der Lausitz geborene und in Dresden lebende Dichter Volker Sielaff, der jetzt auch mit einem „Poesiealbum“ gewürdigt wurde.

Thomas Böhme: Strandpatenschaft. Foto: Ralf Julke

Strandpatenschaft: Die erstaunlichen Nachtwachen des Dichters Thomas Böhme

Auch Dichter/-innen lassen sich anstecken von den Klagegesängen der Zeit. In diesem Fall Jayne-Ann Igel, die das Nachwort zu Thomas Böhmes neuem Gedichtband „Strandpatenschaft“ geschrieben hat. „Mancher Text wirkt eher wie ein Abgesang. Bisweilen apokalyptisch“, schreibt sie. Was natürlich verblüfft, wenn man sich durch Landpartien und Augenweiden, Nachtwachen und Raunachtsplitter gelesen hat. Apokalypsen lesen sich anders.

Michael Spyra: Die Berichte des Voyeurs. Foto: Ralf Julke

Die Berichte des Voyeurs: 100 Gedichte, die von lauter Aufregendem erzählen, nur nicht von Liebe

Es gibt einige Dinge, die die Sächsische Dichterschule, wie sie vor Jahren mal ein profunder Sammelband aus dem Poetenladen bezeichnete, besonders markant machen. Dazu gehört ihr besonders ausgeprägtes Formbewusstsein genauso wie ihre ganz bewusste Bezugnahme auf klassische Vorbilder. Das ist auch bei Michael Spyra so, der in Halle lebt und arbeitet und auch gern mal poetische Ausflüge nach Leipzig unternimmt.

Hélia Correia: Tänzer im Taumel. Foto: Ralf Julke

Tänzer im Taumel: Wie die Welt aussieht, wenn man sie auf der Flucht durch die nicht endende Wüste erlebt

Vielleicht sollten all die Menschen, die sich heutzutage von den schrillen Meldungen in den „social media“ irremachen lassen, einfach mal all die technischen Spielzeuge ausschalten, sich einen Tee zur Beruhigung holen und dann ein Buch lesen. Denn wie es in der Welt aussieht, wissen oft die Dichter/-innen deutlich besser als all die überdrehten Kommentatoren. Sie können sich nämlich noch einfühlen in die Menschen, über die sie schreiben. Auch in die Fliehenden, Vertriebenen, Zufluchtsuchenden.

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