Am Ende der Stadt: Die erstaunlich stillen Gedichte der Leipziger Autorin Adina Heidenreich

Für alle LeserDie Wolkenkratzer auf dem Cover sehen so aus, als könnte es in diesem Gedichtband um irgendeine der großen Metropolen auf der Erde gehen. Aber die Stadt, die in den Gedichten von Adina Heidenreich Konturen annimmt, ähnelt vielmehr dem doch viel kleineren Leipzig. Und man liegt auch nicht so falsch, darin auch noch eine viel kleinere Stadt namens Wolfen zu ahnen. Die stärkste Lyrik entsteht nun einmal in den kleinen Städten. Da, wo es manchmal noch richtig still sein kann.
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Denn ohne Stille entsteht keine Dichtung. Existenzielle Stille, dicht gepackt. Das, wovor sich die meisten Menschen fürchten, weil sie dann nämlich mit ihren eigenen Gedanken allein wären. Und gezwungen wären, sich ihres prekären Aufenthaltes auf Erden bewusst zu werden. Dieses endlichen Da-Seins, in dem man nie wirklich weiß, ob es einem nun richtig gutgeht, ob es Zeit zum Aufbrechen ist, ob einem die vertrauten Menschen nun nah sind – oder ob das alles nur Einbildung ist.

Ja nicht drüber nachdenken. Das ist das Motto der meisten Menschen, die sich dann lieber mit buntem Gelärm betäuben, bis kein störender Gedanke mehr da ist.

Aber es gibt sie noch – die jungen Menschen, die den tiefen Drang verspüren, das Lebendigsein in Gedichten zu komprimieren. Ihren Sinnen zu trauen und in sich hineinzulauschen – aus sich heraus. Aufgeladen mit einem drängenden Bedürfnis, den Moment in seiner ganzen Intensität zu erfassen.

Den Moment, wenn das Video endet („Zu meiner Überraschung / war nur noch Leere…“), den Moment des Auftauchens aus dem Lesefluss („Ich werde die Wände mit Worten tapezieren …“), den Moment, als der Sturm am Haus rüttelt („Es ist ein Wetter, / als müsste man hinausgehen …“) oder auch den Moment, da sich die Nachbarn mal wieder streiten („Der Regen ist lauter / als die Stimmen / im Hausflur …“)

Es ist keine märchenhafte, keine romantische Welt, die in Adina Heidenreichs Gedichten erlebbar wird, auch wenn man die sanften Hinweise zuweilen überliest. Was man ja gern tut bei Gedichten, wo man doch mal gelernt hat, in ihnen nach Stimmungen zu suchen und zu übersehen, dass Stimmungen nur Echos des Alltags sind.

Adina Heidenreich ist Autorin und Übersetzerin. Geboren wurde sie in Wolfen. Heute lebt sie in Leipzig. Und sie ist mit 24 Jahren noch immer verdammt jung, in jenem Alter also, in dem man das alles noch richtig ernst nimmt – all die Beziehungen zur Welt, zum eigenen Körper, zu den Menschen, die einem nah sind.

So ernst, wie man es eigentlich immer nehmen sollte, denn wer auf all das nicht aufmerksam ist, gewinnt nie im Leben dieses intensive Verhältnis zum eigenen Erleben. Merkt nicht, wie aufregend und knisternd das eigentlich ist – gerade weil es nicht schillert, nicht ständig Ablenkung, Action und Aufregung ergibt. Wo es derart still ist, da flüchten die meisten. Und lassen sich nicht drauf ein – ein Leben lang nicht.

„Es ist die Stimme aller Dinge, / die leben wollen, erblühen, wachsen. / Sie klingt wie ein Flüstern, / doch ich werde sie erschallen lassen …“ („Eine Stimme“).

Und nicht nur die Stimme der Dinge hört die junge Dichterin, die den Band mit einem zutiefst sarkastischen Gedicht einleitet: „Als sie mich schließlich begraben hatten, / kehrte endlich Stille ein …“ („Begräbnis des Autors“).

Ein Text, in dem sie wie beiläufig formuliert, wie es sie verstört, wie wenig Aufmerksamkeit die so aufmerksamen Dichter/-innen bekommen. Als wäre das alles, was sie schreiben, nur „schön“, ein hübsches Ornament am Rand der Wahrnehmung, nicht so wichtig, entbehrlich. Obwohl die guten unter den Dichter/-innen intensiv und genau vom Eigentlichen sprechen, dem, was uns alle im Leben betroffen macht und betrifft. Oder betroffen machen sollte. So sehr, dass wir wieder merken, wie lebendig wir sind und wie nimmersatt auf das Gefühl, einmal alle Antworten auf alle Fragen zu haben.

Doch alles fließt. Und gerade die schlaflosen Nächte werden bei Adina Heidenreich zum Gedicht. „In der Nacht / siehst du die Schäden nicht. / Du ahnst Menschen / hinter grauen Fassaden …“ („Die Stadt schläft“).

Stets ist sie präsent als beobachtendes Ich, das sich versucht, in ein immer neues Du hineinzuversetzen, also quasi mit Worten Kontakt aufzunehmen, sich im anderen zu erkennen – und den anderen trotzdem irgendwie zu erspüren. Was schwer ist. Das wissen zumindest alle, die sich im Leben wirklich auf Nähe einlassen und Vertrautes suchen. Und auch die brüchigen Stellen kennen, wo das Vertraute fremd wird, verunsichert, verstört.

Das geht schon haarscharf an jene Momente, in denen man platzen könnte vor lauter Verunsichertsein – und dem eben noch Vertrauten zutiefst misstraut: Trägt es noch? Oder klaffen jetzt mit Worten nicht mehr überbrückbare Abgründe?

Denn Dichter/-innen wissen ja, dass Worte alles verändern können. Und gleichzeitig Distanz schaffen. Sie sind – gezwungenermaßen – Beobachtende. Also außer sich. Auf eine eindringliche Art: „Wandel ist überall, / ich hebe nur die Gedanken auf, / hebe sie auf und gehe durch / die Straßen heute und morgen / und an allen Orten“. („Kinder der Stadt“).

Denn Nach-Denken schafft unweigerlich Distanz. Die Orte hören auf, beliebig und gleichgültig zu sein, auch wenn sie auf einmal ihre ganze von Zeit und Vergehen schwere Gegenwart zeigen. Scheinbar immer da – und doch schon verlassen. Denn motivisch führen ja nicht nur die Gleise „nur noch aus der Stadt heraus“.

So, wie sie es in hunderten ostdeutschen Städten tun. Aber wenn dieses Gefühl schon da ist, dass man eigentlich schon Abschied nimmt, dann geht man auch los – in sein eigenes Leben. Mit all den Verwirrungen, Unsicherheiten, auch Ortlosigkeiten. „Und du zeigst auf einen Hügel in der Ferne / und sagst: Wäre es nicht schön, / dort einmal zu leben?“ („Landstraße“).

Das Leben ist voller Möglichkeiten. Und voller Verluste. Jugend ist auch die Zeit, in der man das lernt. Oder zumindest anfängt, ein Verhältnis dazu zu finden. Auch zum eigenen Hineingeworfensein in die Nächte, die Stille, die Worte oder auch die neue Stadt, die zuallererst Fremde ist. „Die Straßen werden vertrauter, / du kennst die Orte, nur nicht die Menschen. / (…) Nach all den Jahren bist du / noch immer der Fremde.“

Oder die Fremde in diesem Fall. Denn wer so viel Aufmerksamkeit zulässt, spürt das leise Befremden und Verwundertsein auch später immer noch. Das, was man durchaus auch Wundern nennen kann. Und in jungen Jahren spüren das noch viele und manche lassen es zu. Und bewahren sich das Wissen auch für später, wenn man immer öfter Menschen begegnet, die nicht mehr von sich reden, alles Persönliche tief in sich vermauert. „Worte sind / Türen zu Menschen. / Wer sie öffnet, / blickt hinter Mauern …“ („Verschlossen“).

Es ist wohl gerade dieses Gespür für das stete Verunsichertsein der Menschen, das die Gedichte in diesem ersten Gedichtband von Adina Heidenreich auch so dicht macht und so offen. Wir geben uns zwar gern offen und herzlich – aber meistens sind wir es nicht, das ist nur Show. Und wir meiden jeden Moment, wo wir wirklich einmal ertappt werden könnten mit unserer ganzen Verletzlichkeit, wo es nur geht.

Aber die meisten merken es nicht einmal mehr, sind lieber laut, heftig und oberflächlich. Und bekommen nicht einmal mit, wenn sie die Menschen neben sich tief verletzen: „… siehst in mir / wüste Orte, / grausame Bilder; / einen Wimpernschlag später / wendest du den Blick ab.“ („Im Angesicht des anderen“).

Später hallen auch noch die Meldungen von immer neuen Weltuntergängen in ihre Texte. Aber so richtig wollen sie sich nicht in Verse fügen. Auch weil sie nur Oberfläche sind, Routine. „Von allen Seiten treffen uns Ignoranz, / Habgier und Angst.“ („Aufruf zum Weltuntergang“).

Womit sie an dieser Stelle einmal auch mit heftigen Worten durchscheinen lässt, wie verletzend sie das oberflächliche Geschrei empfindet, diese Eile der Menschen, sich auch noch mit den schrecklichsten Nachrichten zu betäuben und einfach nicht fertigzubringen, aufzuhören mit dem Gelärm, dem Gerase, der Zerstörung der Welt …

Vielleicht genau aus dieser Angst: In den Nächten auf einmal wachzuliegen und wie diese junge Dichterin zu spüren, wie die Welt atmet.

Aber dazu lebt man am besten in kleineren Städten, wo es manchmal wirklich so still ist, dass man sich selbst wieder denken hört.

Adina Heidenreich Am Ende der Stadt, Mitteldeutscher Verlag, Halle 2020, 10 Euro.

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