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Tag: 2. November 2021

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Dienstag, der 2. November 2021: Neue Corona-Schutzverordnung, kommender Demo-Samstag in Leipzig und Glasgower Weltklimakonferenz mit ersten Ergebnissen

COVID-19 ist trotz Impfkampagne nicht vorbei, die Infektionszahlen steigen und die Kliniken füllen sich. Sachsen steuert ab Montag mit einer neuen Schutzverordnung gegen, in der die 2G-Regel eine zentrale Rolle spielen wird. Fast genau ein Jahr nach der eskalierten „Querdenken“-Demo wollen die selbsternannten Rebellen am Samstag wieder in Leipzig protestieren. Der Stadt könnte erneut ein Großkampftag, wenn auch mit kleineren Teilnehmer/-innenzahlen, bevorstehen. Außerdem: Die tagende Weltklimakonferenz in Glasgow hat erstmals eine konkrete Zusage abgegeben, die eine Methan-Reduzierung betrifft. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 2. November 2021, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Freizeit-Lockdown für Ungeimpfte soll in Sachsen schon nächste Woche kommen

Sachsen plant ab Montag, dem 8. November, eine sogenannte 2G-Regelung für weite Teile des Gastronomie- und Kulturbereichs. Zugang dazu hätten dann nur noch geimpfte und genesene Personen sowie Schüler/-innen und Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Anlass für die kurzfristigen Änderungen sind stark steigende Corona-Fallzahlen. Am Freitag, dem 5. November, möchte das Landeskabinett in einer Sondersitzung die neuen Regeln beschließen. Zuvor sind Anhörungen in Ausschüssen des Landtags geplant.

Der frühere Lok- und VfB-Trainer Hans-Ulrich Thomale hat sein bewegtes Leben nun als Buch veröffentlicht. Foto: 1. FC Lok Leipzig

Erfolge und Krawall: DDR-Fußballgeschichte(n) zum Nachlesen

Besonders für Fußballfans, die es mit dem 1. FC Lok halten, ist der Name Hans-Ulrich Thomale legendär. Seinen größten Erfolg mit den Leipzigern feierte der Trainer im April 1987, als er die Lok bis ins Europacup-Finale führte. Unvergessen dabei das packende Halbfinal-Rückspiel gegen Girondins Bordeaux vor über 100.000 Zuschauer/-innen im Leipziger Zentralstadion. Den Probstheidaern, die er von 1985 bis 1990 trainierte, ist „Ulli“ im Herzen immer treu geblieben. In der Saison 1998/99 kehrte er sogar kurzzeitig auf die Trainerbank des VfB Leipzig zurück.

Der Vorsitzende Richter im Prozess gegen die "Gruppe Freital", nun gegen Lina E.: Hans Schlüter-Staats. Foto: Peter Schulze

Kampferprobt, gläubig, Columbo-Fan: Hans Schlüter-Staats verhandelt als Vorsitzender Richter über Lina E.

Als Vorsitzender eines Staatsschutzsenats trägt er schon ein „Staats“ im Nachnamen – ein skurriler Zufall. Doch wer ist der Mann in der Richterrobe eigentlich, der schon so spektakuläre Verfahren führte wie gegen den IS-Mörder von Dresden oder Mitglieder der rechtsextremen Gruppe Freital? Und sich bereits öffentlich als Columbo-Fan und gläubiger Mensch zu erkennen gab? Versuch einer porträthaften Skizze.

Nationalsozialistisches Banner und die „Bürgerbewegung Leipzig“ am 1. November 2021 auf dem Leipziger Ring. Foto: LZ

Das „Querdenker-Jubiläum“ rückt näher: Stadt Leipzig erwägt Einschränkungen wegen COVID-19-Zahlen

Ein Jahr ist nun schon wieder herum, da fluteten unter anderem Schwaben, Bayern, Berliner und Sachsen am 7. November 2020 erst den Augustusplatz und machten sich anschließend gegen jede Vernunft und Coronaschutzidee dichtgedrängt und maskenfrei auf den Rundgang über den Leipziger Ring. Was sich bei vielen Leipziger/-innen als einer der wohl groteskesten Tage der Pandemie und ein gerüttelt Maß an Staatsversagen eingeprägt hat, gilt der sogenannten „Querdenker“-Szene als das Synonym für geleisteten Widerstand. Der Tag wird längst glorifiziert, statt randalierender Neonazis und Hooligans bemüht man gern Bilder mit Kerzen auf den LVB-Schienen am Georgiring. Am 6. November 2021 wollen sie nun erneut mit Neonazis gemeinsam ein weiteres 1989-Reenactment begehen. Wenn da nicht die steigenden Corona-Zahlen und der Gegenprotest wären.

Diskussion zur Coronalage in Sachsen: Die Rückkehr der Krisentreffen

Viele dürften nach dem vergangenen Winter gehofft haben, dass die Zeit der Corona-Krisentreffen vorbei ist. Dass das Virus nicht so schnell besiegt werden kann, war klar, aber vor allem eine hohe Impfquote sollte dafür sorgen, dass das Problem künftig überschaubar bleibt. Diese Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Während die Impfquote in Sachsen brutal niedrig ist, schießt die Zahl der belegten Krankenhausbetten rasant in die Höhe. Am Montag, dem 1. November, fand deshalb ein Online-Krisentreffen mit Vertreter/-innen der Landesregierung, Expert/-innen und anderen Betroffenen statt.

Wenn Stürme wüten ... Foto: LZ

Kampf gegen die Klimakrise: Deutsche Bundesstiftung Umwelt lädt ein zur digitalen Veranstaltung

Wer sich seit Jahren mit den Folgen der Klimaerwärmung beschäftigt, für den muten die aktuellen Diskussionen um die Wege zur Klimaneutralität natürlich nur noch skurril an. Denn natürlich erzählen sie zuallererst von der Bequemlichkeit der Menschen. Menschen ändern ihr Verhalten ungern, auch dann, wenn ihnen die Folgen bewusst sind. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) macht jetzt ein paar Vorschläge, wie man sie doch bewegen könnte, und lädt am heutigen Abend zur Vorstellung dieser Ideen.

Das Neue Rathaus. Foto: L-IZ.de

Personalpolitik im Leipziger Rathaus: Grüne schlagen die Schaffung eines neuen Begleitgremiums vor

„Es ist uns bewusst, dass die Gründung einer neuen Arbeitsgemeinschaft nicht unbedingt für Begeisterungsstürme sorgen wird“, schreibt die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zu ihrem jüngsten Stadtratsantrag: „Gründung einer Arbeitsgruppe Strategisches Personalmanagement“. Aber ist das Personalmanagement nicht Hoheitsgebiet des OBM? Auch dessen sind sich die Grünen bewusst und geben es auch zu. Wären da nicht die seltsamen Personallöcher der vergangenen Jahre gewesen.

Thomas Böhme: Strandpatenschaft. Foto: Ralf Julke

Strandpatenschaft: Die erstaunlichen Nachtwachen des Dichters Thomas Böhme

Auch Dichter/-innen lassen sich anstecken von den Klagegesängen der Zeit. In diesem Fall Jayne-Ann Igel, die das Nachwort zu Thomas Böhmes neuem Gedichtband „Strandpatenschaft“ geschrieben hat. „Mancher Text wirkt eher wie ein Abgesang. Bisweilen apokalyptisch“, schreibt sie. Was natürlich verblüfft, wenn man sich durch Landpartien und Augenweiden, Nachtwachen und Raunachtsplitter gelesen hat. Apokalypsen lesen sich anders.

Männer mit Stil finde ich toll

Klar, ab und an beneidet man sie, Pierce Brosnan oder Daniel Craig, doch die haben mit Sicherheit auch Typberater und ein ganzes Team um sich herum, welches sich mit gar nichts anderem beschäftigt, als sie im rechten Licht dastehen zu lassen. Viele Männer wollen einfach weg von den Massentrends der Modeindustrie, wissen aber oft nicht, wie sie das anstellen sollen. Die Suche nach dem eigenen Stil gestaltet sich heutzutage schwierig. Bei der großen Auswahl an Kleidungsstücken gibt es schier endlos viele Möglichkeiten, den persönlichen Stil zu finden. Ziel ist es, die eigene Persönlichkeit und Kreativität in ins rechte Licht zu rücken, um selbstbewusst durch den Tag gehen zu können.

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