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Frohe Weihnacht mit der neuen „Leipziger Zeitung“ oder: Träume sind dazu da, sie mit Leben zu erfüllen

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    So ein Weihnachtsfest war nicht wirklich zu erwarten vor einem Jahr, als aus China die ersten Bilder einer bislang unbekannten Infektionswelle kamen. Da ahnte auch noch kein Sachse, dass das dahintersteckende Virus längst auch in Europa unterwegs war und auch die Europäer jede Menge Fehler machen würden, sodass ein Weihnachtsbaum mit Corona-Sternen, wie ihn Schwarwel gemalt hat, alles sagt über das Weihnachten, das nun auch die Sachsen bekommen haben.

    Eben jene Sachsen, die noch im Frühjahr weitgehend verschont geblieben waren, im ersten Lockdown. Nun haben sie Ansteckungsraten, die alle anderen Bundesländer übertreffen. Und nicht nur im „Spiegel“ sieht man die verblüffende Parallelität zwischen AfD-Wahlergebnissen und Ansteckungsrate.

    Auch wenn der „Spiegel“, wie so viele andere berühmte Medien, auch hier wieder nur an der Oberflächen bleibt. Nachrichten sind leider längst zu Junkfood geworden, aufgepeppt mit lauter Geschmacksverstärkern, aber nicht wirklich nahrhaft und sättigend. Immer öfter beschleicht einen das Gefühl, dass da einer nicht wirklich im Stoff steht und nicht zum Punkt kommt.

    Da wünscht man sich schon, dass dieser Trend zum Unverbindlichen irgendwann wieder ein Ende findet.

    Aber was hilft wünschen in dieser Zeit?

    Natürlich haben wir wieder etliche kluge und engagierte Menschen gefragt, was Sie sich selbst wünschen in dieser Zeit. Sie stehen im Mittelpunkt der Weihnachtsausgabe der „Leipziger Zeitung“. Und da jeder einen anderen Blickwinkel hat auf das, was wünschenswert ist, hier einfach mal die gebündelte Übersicht:

    Das Titelblatt der LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 86, Ausgabe Dezember 2020. Foto: Screen LZ

    Maren Wilczek, die den Podcast „Sachsennaht“ betreibt, wünscht sich eine „kollektive Trotzigkeit“, die erst abnimmt, „wenn die Welt für wirklich alle mehr als nur erträglich wird“.

    Sören Pellmann, Bundestagsabgeordneter und Stadtrat der Linken, ist sich hingegen sicher, dass Nicht-Träumen das Gebot der Stunde ist, denn es gibt genug zu tun für sozialen Fortschritt und mehr Gerechtigkeit.

    Dorothea Schneider, Mitinitiatorin der Oberlausitzer Initiative „Karawane der Vernunft“, wünscht sich mehr Engagement gegen rechte Akteure im ländlichen Raum.

    Dieter Janke, Mitarbeiter der Linke-Geschäftsstelle im Leipziger Stadtrat, wünscht sich mehr tiefgründige und zivilisierte Debatten.

    Angelika Schütt, Mitarbeiterin der Freikirche der Sieben-Tags-Adventisten, wünscht sich mehr Nachhaltigkeit und mehr Verantwortung für das Wohlergehen künftiger Generationen.

    Lilja Friedemann, die ehrenamtlich bei der Verschenkekiste Leipzig aktiv ist, wünscht sich, dass mehr Menschen ein offenes Auge für Andersartigkeit haben.

    Mark Benecke, Deutschlands berühmtester Kriminalbiologe, wünscht sich, dass jeder mehr handelt – und zwar in seinem ganz persönlichen Umfeld – um die Belastung unserer Umwelt zu mindern.

    Frank Schenke vom „Puppentheater Sterntaler“ träumt schon vom wieder möglichen Fahrradtheater im nächster Sommer in Leipziger Parks.

    Sozialarbeiterin Linda Apsel wünscht sich mehr Offenheit auch beim Thema Sexualität.

    Karsten Heine, Präsident des Rugby Club Leipzig, wünscht sich eine richtige Rugby-Akademie in Leipzig.

    René Jacobi, Präsident der Confederation of Football, wünscht sich mehr Investitionen und einen echten Neustart im Amateursport.

    Und auch wenn unsere Kommentatoren nicht selbst eigene Wünsche geäußert haben, merkt man doch, dass sie eigentlich voller Erwartungen sind. So predigt Tom Rodig regelrecht einer gedankenlos in Verantwortungslosigkeit gedrifteten Bürgergesellschaft ins Gewissen. Ulrike Gastmann beschäftigt sich recht kritisch mit der Vorsorge von Vater Staat für einen barrierefreien Unterricht auch in Corona-Zeiten.

    Marko Hofmann unterhält sich mit dem Sexualwissenschaftler Heinz-Jürgen Voß über den riesigen Bedarf an sexueller Bildung in unseren Familien. Im Interview mit Torsten Wehman erkundet er das virtuelle Leipzig von 1890. Und auch Jens-Uwe Jopp beschäftigt die Sache mit der Bildung in unseren Zeiten.

    Denn auch für ihn ist Schule auf Abwegen, wenn der „Nürnberger Trichter“ immer öfter nur noch Halb-Bildung produziert, die jungen Schulabgänger aber das Grundverständnis für Weltzusammenhänge nicht entwickeln. In seiner Kolumne „Überm Schreibtisch links“ bespricht er dann auch Florian Hubers Buch „Rache der Verlierer“, das zwar vom Aufkommen der Nazis in der Weimarer Republik erzählt, aber beklemmende Parallelen zu einigen Akteuren der Gegenwart aufzeigt.

    Aber bevor ich die ganz Zeitung vorlese: Lesen Sie selbst. Es ist genug Futter für ein paar gedankenschwere Weihnachtstage, in denen man immer wieder aufmunternden Stoff für den Kopf braucht, um nicht gänzlich überzuckert auszuflippen.

    Und die neue „Leipziger Zeitung“ gibt es eben auch in vielen Leipziger Läden, die zum täglichen Bedarf gehören. Und Muntermacher für den Kopf gehören eindeutig zum alltäglichen Bedarf. Wer das anders sieht, hat die falsche Schule besucht.

    Die neue „Leipziger Zeitung“ haben unsere Abonnenten natürlich im Briefkasten. Für alle anderen liegt die neue „Leipziger Zeitung“ (VÖ 18.12.2020) an allen bekannten Verkaufsstellen  aus.

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