2012 – was kommt: Auch das Krankenhaus St. Georg feiert 800 Jahre

Nicht nur Thomanerchor und Thomasschule feiern 2012 ihr 800jähriges. Mit der Gründung des Augustinerchorherrenstiftes St. Thomas entstand 1212 mutmaßlich auch das erste Leipziger Hospital mit dem späteren Namen "Spittal sente Jorgen", das heutige Städtische Krankenhaus St. Georg. Oder besser: einer seiner Vorläufer. Eine Krankenhausgeschichte.
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Zum damaligen Chorherrenstift des Thomasklosters zugehörig, diente das Spital – gelegen im Bereich der heutigen Rosentalgasse – der Aufnahme von Kranken. Gleichzeitig war es „Schlafhaus“ für durchreisende Pilger und Asyl für Obdachlose.

1439 vom Rat der Stadt Leipzig erworben, legte man auch künftig besonderes Augenmerk auf die sozialen Aspekte der Krankenbetreuung – wie einer damaligen Ratsurkunde eindeutig zu entnehmen ist. In dieser Urkunde war unter anderem verankert, besonders armen siechen Kranken eine Unterkunft und Versorgung zu gewähren sowie Findlinge (ausgesetzte Kinder), Pilger und obdachlose Kranke aufzunehmen. Darin mag wohl auch das Geheimnis des Fortbestehens bis heute liegen: Heute wie gestern widmet sich das „Georg“, wie es von den Leipzigern genannt wird, der Betreuung und Versorgung Bedürftiger, unabhängig von Rang und Namen, Hautfarbe, sozialem Stand, Religion oder Krankheitsbild. Die heutigen, zum St. Georg gehörenden Notschlafstellen und Übernachtungshäuser seien an dieser Stelle als ein Beispiel des fortwährenden sozialen Engagements angeführt.

Bereits im frühen 15. Jahrhundert wurden für die Bürger der Stadt „St. Georg-Badestuben“ eingerichtet. Im Jahr 1520 wurde durch die Stadt als erster hauptamtlicher Arzt Kaspar Kegler eingestellt. In diese Zeit fällt auch die Errichtung des ersten Pestilenzhauses, in dem Menschen mit ansteckenden Krankheiten untergebracht und betreut wurden.

Durch einen Hospitalneubau 1701 im Barockstil an der heutigen Goethestraße/Ecke Brühl wurde der wachsenden Bevölkerungsdichte und dem damit einhergehenden wachsenden Betreuungs- und Behandlungsbedarf der Bürger der Stadt Leipzig – nicht zuletzt durch Kriege und damit verbundene Epidemien – Rechnung getragen. „St. Georg“ diente am neuen Standort auch als Siechenheim sowie der Unterbringung von infektiösen Patienten mit Krätze und Geschlechtskrankheiten. Belegt sind zudem Hinweise über Entbindungen in dieser neuen Einrichtung.

Mehrfach durch Kriege zerstört, wurde das „St. Georg“ an unterschiedlichen Stellen innerhalb Leipzigs immer wieder aufgebaut und erfuhr dabei stets Erweiterungen zum Wohle der Bürger.Seinen endgültigen Standort am Nordrand der Stadt in der heutigen Delitzscher Straße erhielt die Krankeneinrichtung in der Zeit von 1908 bis 1913, als in nur fünfjähriger Bauzeit für neun Millionen Reichsmark Baukosten das Krankenhaus St. Georg als eine für damalige Verhältnisse hochmoderne Einrichtung neu erbaut wurde.

Bereits von diesem Zeitpunkt an verfügte das „St. Georg“ über die vier wichtigsten Säulen der Krankenversorgung: eine Abteilung für Innere Medizin, eine Abteilung für Chirurgie, eine Krankenhausapotheke und ein Pathologisch-Bakteriologisches Institut.

Der unmittelbar vor seinem Ausbruch stehende Erste Weltkrieg verhinderte jedoch die vollständige Verwirklichung des ursprünglichen Bauplanes, der darüber hinaus die Schaffung zweier Ärztehäuser, den Bau eines Röntgeninstitutes, den Bau einer „St. Georgen“-Kapelle und den Bau zusätzlicher sechs Bettenhäuser vorsah. Die unterbliebene Bautätigkeit hat sich in den Folgejahren immer wieder nachteilig auf die Patientenversorgung Leipzigs ausgewirkt, so dass es Engpässe gab, die nur durch Notbauten und Baracken überbrückt werden konnten.

Zuspitzung erfuhr diese Situation vor allem während und unmittelbar nach den beiden Weltkriegen, als das Krankenhaus jeweils zum Lazarett umfunktioniert wurde. Allein während des Ersten Weltkrieges wurden im Krankenhaus am Nordrand von Leipzig insgesamt 11.896 Verwundete betreut und gepflegt. Am 4. Oktober 1917 verließ der letzte Soldat das Krankenhaus St. Georg. Ein nach dem Ersten Weltkrieg errichtetes Denkmal innerhalb der Parkanlage trägt neben Bildreliefs die Dankesworte von Soldaten, die damit den aufopferungsvollen Einsatz des damaligen Personals für die Verwundeten würdigen. Auch im Zweiten Weltkrieg diente das Krankenhaus wieder als Lazarett. Trotz deutlich erkennbarer Rot-Kreuz-Zeichen auf den Dächern erlitt es mehrere Bombentreffer und hatte leider auch Todesopfer zu beklagen.Während der dunklen Zeit des Nationalsozialismus waren im „St. Georg“ sowohl russische als auch polnische Kriegsgefangene zum Arbeitsdienst eingesetzt. Zum Ende des Krieges drohte vielen von ihnen die Verschleppung in Konzentrationslager. Prof. Dr. Carly Seyfarth verweigerte als damaliger ärztlicher Direktor die Auslieferung der Gefangenen, indem er ihnen bis zur Kapitulation ein Überleben im Krankenhaus ermöglichte und ihnen damit das Leben rettete. Ein von den Gefangenen aus Feldsteinen errichtetes Denkmal erinnert an diese mutige Tat und damit an einen Menschen, dessen zu gedenken uns auch heute noch Verpflichtung ist.

Das „St. Georg“ des 21. Jahrhunderts versteht sich als ein Krankenhaus, das unbeirrbar seinen Weg zu einem medizinisch-sozialen Zentrum beschreitet. Unter dem Namen St. Georg Unternehmensgruppe besteht es seit Mitte 2006 aus dem Klinikum St. Georg gGmbH, fünf Tochtergesellschaften (einschließlich Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH in Wermsdorf) und dem Städtischen Klinikum „St. Georg“ Leipzig als Eigenbetrieb der Stadt.

Während der Städtische Eigenbetrieb überwiegend Aufgaben für die Stadt Leipzig übernimmt, gehört das Klinikum St. Georg gGmbH nach dem Landeskrankenhausplan zu den Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung. Das heißt, dass das Klinikum neben der regionalen Versorgung der Menschen auch überörtliche Aufgaben erfüllt. So fungiert zum Beispiel eine Infektionszentrale als Kompetenzzentrum für ganz Deutschland. Hier werden alle einheimischen sowie importierten Infektionskrankheiten behandelt. Auf einer speziellen Isolierstation können auch Menschen mit hoch kontagiösen Erkrankungen wie Ebola, Gelb- oder Lassafieber aufgenommen und behandelt werden. Überregionale Bedeutung hat zudem das Schwerbrandverletztenzentrum, in dem jeder Schweregrad von Verbrennungen und Verätzungen mit Hilfe hochmoderner Intensivmedizin behandelt wird.Für Notfallpatienten steht ein Hubschrauberlandeplatz in unmittelbarer Anbindung an die Zentrale Notfallaufnahme Tag und Nacht zur Verfügung.

Derzeit verfügt die Unternehmensgruppe über rund 1.700 Betten und tagesklinische Plätze im Krankenhausbereich, im Bereich Maßregelvollzug, in der Rehabilitation sowie im Bereich medizinisch-sozialer Wohnheime, in Notschlafstellen und Übernachtungshäusern.

Den Auftakt zum Jubiläumsjahr machte die Ausstellungseröffnung „800 Jahre St. Georg in Leipzig“ am 7. Dezember 2011 im Klinikum, Delitzscher Straße 141, Haus 15. Die anlässlich des Jubiläums erscheinenden zwei Bücher zur Geschichte des Klinikums sind seit dem 14. Dezember 2011 in den Jubiläumsshops des Klinikums und im Buchhandel erhältlich. Das Buch „800 Jahre St. Georg in Leipzig“, erschienen im Universitätsverlag, ist mit 578 Seiten eine sehr ausführliche Dokumentation zur Entwicklung des Krankenhauses und beleuchtet sehr intensiv die einzelnen Epochen, Fachgebiete und Personen. Das zweite, im stoneart verlag erschienene Buch hingegen, ist als Minibuch eine reich bebilderte Zeitreise durch die acht Jahrhunderte des Bestehens des Krankenhauses.

Das neue Jahr startet im Klinikum St. Georg dem Anlass angemessen mit einer historischen Vortragsreihe:

11. Januar, 17:00 Uhr im Klinikum, Delitzscher Str. 141: Prof. Dr. Ingrid Kästner „Der Namenspatron des Klinikums St. Georg als medizinischer Schutzheiliger“ und Annegret Gahr „Die frühen Leipziger Hospitäler“

25. Januar, 17:00 Uhr, in der Alten Börse: Dr. Annett Müller „Stadtrat Otto Wilhelm Scharenberg und das Krankenhaus St. Georg“

8. Februar, 17:00 Uhr, im Klinikum, Delitzscher Str. 141: Prof. Dr. Ingrid Kästner „Carly Seyfarth, Direktor des Klinikums St. Georg von 1929 bis 1950, Arzt und Wissenschaftler von hohem ärztlichen Ethos“ und Prof. Dr. Wolfgang Hartig „Ernst Heller, herausragender Arzt und Wissenschaftler“

22. Februar, 17:00 Uhr, in der Alten Börse: PD Dr. Elke Schlenkrich „Hospital St. Georg, Ort der Fürsorge und des Gebetes, der Arbeit, Besserung und Verwahrung“ und Prof. Dr. Karsten Güldner „Die Bedeutung des Klinikums St. Georg für die Stadt Leipzig gestern und heute“

7. März, 17:00 Uhr, im Klinikum, Delitzscher Str. 141: Prof. Klaus Fitschen „Seelsorge im Krankenhaus in Geschichte und Gegenwart“

Die eigentliche Festwoche ist die Woche vom 19. bis 25. März 2012. Das Klinikum beginnt diese Woche mit einem Ökumenischen Gottesdienst am 19. März um 13 Uhr. Um 15:00 Uhr wird eine Gedenktafel an der Stelle in Leipzig enthüllt, an der der erste Standort des Klinikums vor 800 Jahren war: an der Ecke Rosentalgasse/Naturkundemuseum.

Neben einem gemeinsamen Festakt mit Thomana in der Thomaskirche sind in dieser Woche auch zahlreiche wissenschaftliche Konferenzen und Symposien vorgesehen. Den Abschluss bildet am Samstag ein Tag der medizinischen Wissenschaften unter Vorsitz des Leitenden Chefarztes Prof. Dr. Ralf Gahr.

Besonders erwähnenswert ist der Tag der Begegnung am 2. Juni von 13:00 Uhr bis 17:30 Uhr in der Delitzscher Straße. Dieser Tag ist angedacht, einer breiten Öffentlichkeit das Leistungsspektrum des Klinikums zu präsentieren und mit Patienten und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Natürlich wird es ein buntes Rahmenprogramm geben, welches ganz unter dem Motto „800 Jahre“ steht.

Ehemalige Thomaner – die Nobiles – werden am 13. Juni 2012 (18:00 Uhr) im historischen Badehaus zu hören sein. Ein Konzert mit dem Posaunechor Eutritzsch wird die Besucher am 12. September im Klinikumspark erfreuen.

Alle Jubiläumsveranstaltungen auf einen Blick: www.sanktgeorg800jahre.de


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