Insel-Bücherei in schwarz: Ein besonderes Plakat der Leipziger Buchwissenschaft gibt’s zum Wave Gotik Treffen

Am 25. Mai geht's los, dann überschwemmen wieder Menschen in schwarzen und bunten Kostümen die Stadt, duften nach Patschuli, geben sich betont lässig, obwohl sie völlig aufgewühlt sind. Zu Pfingsten ist Leipzig wieder Schauplatz des Wave Gotik Treffens. Der Plöttner Verlag ist dabei. Unter anderem mit dem dicken Buch zu "Death in June" von Aldo Chimenti. Der Besucher wird an seinem Stand auf dem agra-Gelände aber auch ein Plakat erstehen können, das durchaus ungewöhnlich ist.
Anzeige

Es ist das zweite seiner Art, das die Leipziger Buchwissenschaftler in diesem Jahr im Zusammenhang mit dem 100. Geburtstag der Insel-Bücherei herausgeben. Wer derzeit die Auslage-Tische der Buchhandlungen begutachtet, wird dort die einnehmend gestalteten Bändchen der Bücherei, die es bis heute im Hause Suhrkamp gibt, gestapelt sehen. Vielleicht noch eine Weile gestapelt sehen. – Denn so richtig Gedanken darüber, warum die Insel-Bändchen bis heute gefragt sind, hat man sich augenscheinlich im Hause Suhrkamp nicht gemacht. Man präsentiert in Jubiläumsauflagen einige Bestseller und Erfolgstitel aus der Reihe, wohl ein wenig verkennend, dass gerade diese Bände schon lange in den Regalen der Sammler und Liebhaber stehen. Andere Titel tragen zwar berühmte Namen, versprechen aber keine Überraschungen.

Dabei lebte die Reihe auch immer von Novitäten und Überraschungen aus jenem Unschärfefeld, in dem auch das Dunkle, das Schwarze und das Traumhafte zu Hause sind. Und das war auch zu Zeiten von Anton und Katharina Kippenberg so.

Nicht etwa, weil das Verlegerehepaar besonders empfänglich fürs Morbide und Endzeitliche gewesen wäre. Aber die Zeit, in der sie die Reihe starteten, war es. Am 23. Mai 1912 wurde die Insel-Reihe erstmals im Börsenblatt inseriert.

Und das Plakat „Schwarze Bücher“, das der Lehrstuhl für Buchwissenschaft jetzt hat drucken lassen, zeigt 28 Titel aus dem Insel-Angebot, die die Beschäftigung mit Tod und Vergänglichkeit zum Thema haben. Und gleich die ersten zeigen auch, dass das Themen waren, mit denen sich auch die wichtigsten Schriftsteller in anderen Ländern damals beschäftigten, als die Reihe begann. Wahrscheinlich aus sehr guten Gründen, denn das Säbelrasseln der großen Nationen, die mit gewaltigen Kriegskrediten ihre Flotten und Armeen aufrüsteten, ertönte ja schon seit Jahren. Und wer die Zeitungen der Zeit studiert, wird sehen, wie sehr sich die führenden Kolumnisten die große Angstmache der Fürsten, Kriegsminister und Rüstungsbosse zu eigen machten und die Angst selbst weiter befeuerten bei ihren Lesern.Große Kriege kündigen sich mit solch einer Stimmungsmache an. Und diese Stimmung spiegelt sich im Feuilleton, das so gern tut, als ginge es das Bauen von Kriegsschiffen, Kanonen und Feldhaubitzen nichts an, als latente Endzeit- und Untergangsstimmung. Der deutsche Expressionismus hat das in beeindruckend finsteren Bildern eingefangen. Wer heute die Postkarten aus dieser Zeit sieht, kann es sich nicht wirklich vorstellen, denn tatsächlich erlebte Europa nach dem Krieg von 1871 eine Zeit des zunehmenden Wohlstands.

Und trotzdem sorgte das Gebell auf den Titelseiten für eine zunehmend düstere Stimmung bei all jenen, die besonders empfindlich dafür waren. Und die entsprechend darauf reagierten. Leo Tolstoi taucht hier auf mit „Macht der Finsternis“ (IB 233) und August Strindberg mit „Die Gespenstersonate“ (IB 293), Rilke mit seinem „Requiem“ (IB 93) und Hugo von Hofmannsthal mit „Der Tod des Tizian“ (IB 8) und „Der Tod und der Tod“ (IB 28). Einige der „alten“ Titel sind auf dem Plakat in ihrer späteren Gestaltung und mit neuen Illustrationen zu sehen. Aber auch zwei faszinierende Bände über gotische Kunst sind vertreten.Mancher Sammler, der sich nie als Besucher eines Gotik-Treffens empfunden hätte, wird entdecken, dass ihn schon von seiner Lieblingslektüre her so manches mit diesem verkleidungsfreudigen Völkchen verbindet. Und dass – man wundert sich ja zuweilen – der Tod in seiner literarischen Schönheit außerhalb solcher Ereignisse scheinbar gar keine Rolle spielt. Auch nicht im heutigen Feuilleton, das sich gern so weltgewandt gibt. Bruder Tod ist noch immer ein Tabu. Ein größeres als 1912, als die Sache mit dem heutigen Jugendwahn erst begann.

In der Insel-Bücherei hat sich so einiges erhalten aus dieser Zeit. Einiges ist dazu gekommen – wie Jannis Ritsos‘ „Die Rückkehr der Iphigenie“. Aber schon ein Blick in die bei Suhrkamp / Insel erhältlichen frühen Titel zeigt: Die Leipziger Buchwissenschaftler um Siegfried Lokatis hätten noch ganz andere Plakate fürs Wave Gotik Treffen machen können.

Mehr zum Thema:

Verborgen unter Runen: Alexander Nym stellte Buch über umstrittene Neofolk-Band vor
Masken, Uniformen, Runen und seltsames Gebaren …

Insel-Bücherei wird 100: Leipziger Buchwissenschaftler wollen die Stadt mit Plakaten flaggen
Eigentlich braucht man in Leipzig nur zu …

Die Herrin der Insel: Ein Buch würdigt Katharina Kippenberg
Cherchez la femme, sagen die Franzosen …

Angefangen mit Dostojewskis „Großinquisitor“ (IB 149) und Oscar Wildes „Salome“ (IB 247) über Stefan Zweigs „Die Augen des ewigen Bruders“ (IB 349) immer so weiter.

Man kann das Plakat mit etwas Glück ab Freitag, 25. Mai, für 10 Euro am Stand des Plöttner Verlags auf der agra und an einigen privilegierten Orten wie in der Hainstraße 11 neben Oxfam erwerben. „Der Erlös dient ausschließlich der Produktion weiterer Plakate, die ab Mitte Juni in der Moritzbastei gezeigt werden“, erklärt Leipzigs Buchprofessor Siegfried Lokatis dazu. „Am 2. Juli, dem Tag der Auslieferung der ersten Inselbücher, eröffnen wir dann eine IB-Ausstellung in unserem Reclam-Archiv.“


Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Engagement für eine zukunftsfähige Stadt: Vier Initiativen und Organisationen im Videoclip vorgestellt
Videokonferenz vom 20. November. Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Foto: Forum Nachhaltiges Leipzig

Für alle LeserAm Freitag, 20. November, wurde der Leipziger Zukunftspreis vergeben. Früher hieß er mal Agenda-Preis – nach der Agenda 21, die in Rio de Janeiro 1992 beschlossen wurde. 2019 richtete sich das Leipziger Agenda-Büro neu aus und veränderte auch die Modalitäten zum Agenda-Preis, der seitdem Zukunftspreis heißt. Und weil Corona zu allerlei Neuerungen zwingt, wurde er diesmal auch nicht in einer Festveranstaltung vergeben, sondern in einer digital-analogen Hybridveranstaltung.
Paul-Robeson-Schule soll ab 2023 für 18 Millionen Euro saniert und erweitert werden
Die Paul-Robeson-Schule am Jungmannweg. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNachdem die Schule am Opferweg in Wahren fertig ist, ist endlich Spielraum, die Plattenbauschule am Jungmannweg in Lindenthal bis 2026 zu sanieren und zu erweitern. Die Plattenbauschule stammt aus dem Jahr 1978 und trägt seit 1995 sogar eine experimentelle Außendämmung, die sich sogar bewährt hat.
Warum es ganz und gar nicht gut ist, die Kultur in der Corona-Zeit dauerhaft stillzulegen
Das Spiegelzelt in den Vorjahren. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Sti-ille Nacht, ein-sa-me Nacht, alles probt, niemand lacht ...“, bringt der Westflügel im Lindenfels auf den Punkt, wie heftig die verlängerten Lockdown-Maßnahmen das komplette für die Adventszeit geplante Kulturprogramm treffen. Selbst die „Gans ganz anders“ fällt aus, das schöne Spiegelzelt aus Flandern ist umsonst aufgebaut. Und der Weihnachtszirkus verschiebt seinen Leipzig-Auftritt auf März. Wenn er dann überhaupt sein Zelt aufbauen darf.
Am Freitag machte die Radtour #ParisGoesBrussels Zwischenstopp in Leipzig + Video
#MakeParisReal ist der Hashtag unter dem die 1000-Kilometer-Tour ab jetzt in den sozialen Netzwerken begleitet wird. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Der Eiffelturm kommt nach Leipzig!“, freuten sich am Freitag, 27. November, die Parents for Future Leipzig. Und er kam tatsächlich – gut verpackt. Gegen 16 Uhr endete der erste Abschnitt der Radtour #ParisGoesBrussels am kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz am Eingang der Petersstraße. Zwei Tage zuvor waren die radelnden Parents in Dresden aufgebrochen. Ihr Ziel ist Brüssel.
Pestizidprozess gegen Karl Bär vertagt: Richter räumt Klägern mehr Zeit für Rückzug aus dem Verfahren ein
Karl Bär. Foto: Umweltinstitut München

Foto: Umweltinstitut München

Für alle LeserWerden die Prozesse gegen die Pestizidkritiker in Südtirol eingestellt? Um diese Frage zu klären, hatte Richter Ivan Perathoner den Klägern eine Frist bis zum Prozesstag am Freitag, 27. November, eingeräumt. Landesrat Schuler und die Obstwirtschaft hatten im Vorfeld des zweiten Prozesstermins gegen Bär dem Umweltinstitut gegenüber schriftlich die Rücknahme aller Anzeigen angekündigt. Doch nicht alle Vollmachten der klagenden Obstbauern und -bäuerinnen lagen vor.
Das Original Rudelsingen präsentiert den allerersten Mitsing – Adventskalender
Rudelsingen PR

Rudelsingen PR

Das Online Rudelsingen gehört in diesen Monaten ganz unbedingt zu den Dingen, die man mal neu ausprobieren sollte. Ja, wir dürfen, müssen gar, sollten und können alle laut singen, gerade im Hier und Jetzt, wenn nicht nur unser Immunsystem eine Extra-Portion Stärkung gut gebrauchen könnte. Kleine Freuden zwischendurch sorgen für mehr Glückshormone, Antriebskraft und Motivation im Alltag.
„Da blutet einem das Herz“ – Corona lässt Turnfest 2021 platzen, nur Deutsche Meisterschaften sollen stattfinden
Das Turnfest 2021 kann wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Jahr 2025. Foto: DTB / Volker Minkus

Foto: DTB / Volker Minkus

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelEs sollte ein rauschendes Fest werden. Vom 12. bis 16. Mai 2021 war Leipzig als Austragungsort des 44. Internationalen Deutschen Turnfestes vorgesehen (LZ Nr. 80 vom 26.06.2020 berichtete). Doch die Corona-Pandemie ließ diesen sportlichen Traum nun platzen. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg sahen sich die Veranstalter aufgrund des Infektionsgeschehens dazu gezwungen, dieses Großspektakel abzusagen.
Wie die Städtischen Altenpflegeheime mit der Corona-Pandemie umgehen – und mit Maskenverweigerern
Ohne sensorische Messung der Körpertemperatur ist der Zutritt ins Städtische Altenpflegeheim nicht gestattet. Die strengen Besuchs- und Hygieneregeln werden jedoch nicht von allen Besuchern eingehalten. © Michael Billig

© Michael Billig

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 85, seit 20. November im HandelIm ersten Lockdown der Corona-Pandemie wurden Senioren- und Pflegeheime für die Außenwelt komplett geschlossen. Bewohnerinnen und Bewohner konnten über mehrere Wochen hinweg keinen Besuch empfangen. Selbst engste Angehörige mussten draußen bleiben. Zu dieser Isolation soll es nicht noch einmal kommen. Mit der zweiten Welle der Pandemie haben die Häuser den Kontakt jedoch wieder eingeschränkt.
Kino der Jugend: IG Fortuna überzeugt die Jury mit Konzept für künftiges Kultur- und Begegnungszentrum
IG Fortuna mit der Aktion „Rettet das Kino!“ Foto: Thomas Szabo

Foto: Thomas Szabo

Für alle LeserDie Initiative IG Fortuna soll künftig ein Erbbaurecht für das Kino der Jugend in Volkmarsdorf erhalten, teilt das Liegenschaftsamt der Stadt Leipzig mit. Mit ihrem Konzept zur Wiederbelebung des ehemaligen Lichtspielhauses und der Entwicklung eines „Kultur- und Begegnungszentrums Leipziger Osten“ hat sich die Interessensgemeinschaft jetzt im laufenden Konzeptverfahren gegen eine zweite Bewerbergruppe durchgesetzt.
Joachim-Ringelnatz-Verein schreibt einen Offenen Brief: Wie löst man den Gordischen Knoten am Ringelnatz-Haus in Wurzen?
Sanierungsstand am Ringelnatz-Geburtshaus in Wurzen. Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Foto: Joachim-Ringelnatz-Verein e.V.

Für alle LeserSeit zwölf Monaten ruhen die Arbeiten am Ringelnatz-Geburtshaus aufgrund einer verfahrenen, scheinbar ausweglosen Situation in der Abwägung zwischen Denkmalschutz und zukünftiger Nutzung. Der Vorstand des Joachim-Ringelnatz-Verein e. V. sieht daher keinen anderen Weg mehr, als sich mit einem Offenen Brief an die Öffentlichkeit zu wenden, in dem er sachlich den Stand der Dinge darlegt.
Aktueller Monitoringbericht zur Situation der Kultur: Auch in Leipzig drohen hohe Verluste
Rüdiger Wink, Professor für Volkswirtschaftslehre an der HTWK Leipzig. Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Foto: Johannes Ernst/HTWK Leipzig

Für alle LeserBesonders hart treffen die Verfügungen zur Corona-Pandemie-Bewältigung den Kulturbereich. Gerade hier sind tausende Solo-Selbstständige unterwegs, deren Auftritte und Projekte reihenweise abgesagt sind. Ein Monotoringbericht hat jetzt untersucht, mit welch großen Verlusten unsere Gesellschaft im Kulturbereich rechnen muss. Es trifft freilich nicht alle gleich, stellt auch ein Leipziger Forscher fest.
SPD-Fraktion beantragt 20 Millionen Euro extra Kapital für die L-Gruppe, um die Verkehrswende zu finanzieren
Gleisbau der LVB - hier in Lindenau. Archivfoto: Marko Hofmann

Archivfoto: Marko Hofmann

Für alle LeserWas der Oberbürgermeister da jetzt als Vorlage zur Umwandlung des Gesellschafterdarlehens der Stadt Leipzig an die Stadtholding LVV in Eigenkapital vorgelegt hat, hat bei der SPD-Fraktion im Stadtrat gelindes Unbehagen ausgelöst. Beschlossen hat der Stadtrat die Umwandlung schon im Mai 2019. Auch mit der konkreten Auflage, Geld für wichtige Verkehrsinvestitionen anzusparen. Aber das ginge nun nicht mehr, heißt es in der OBM-Vorlage.
Gutverdiener verursachen mehr CO2-Emissionen und werden bei der Steuer trotzdem bevorzugt
Unterschiedliche Steuerlast für Privat-Pkw und Firmenwagen. Grafik: Öko-Institut

Grafik: Öko-Institut

Für alle LeserWenn man genauer hinschaut, sieht man etwas, was in der deutschen Klimapolitik fast immer ausgeblendet wird: Dass selbst im reichen Deutschland die ärmeren Bevölkerungsteile viel weniger zur Klimazerstörung beitragen als die reichen. Aber die Diskussion und die Politik werden von den Reichen bestimmt. Sie sollten deshalb auch die Kosten tragen, findet auch das Öko-Institut e. V.
Und wenn die Welt voll Teufel wär: Luthers aufregende Reise zum Reichstag nach Worms
Klaus-Rüdiger Mai: Und wenn die Welt voll Teufel wär. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVieles ist auf einen markigen Spruch eingedampft in der Erinnerung an Martin Luther. Sein Auftritt in Worms auf dem Reichstag zum Beispiel auf dieses legendäre: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Als wenn das so leicht gewesen wäre. Und als wenn es eine schnurgerade Linie vom Thesenanschlag in Wittenberg 1517 zum Wormser Reichstag gegeben hätte. Aber der Weg nach Worms war kurvenreich. Und auch Dr. Martin Luther ahnte 1517 nicht, wo er 1521 landen würde.
Gewaltverbrechen im Leipziger Auwald: Kumpel des Angeklagten hegte sofort einen Tatverdacht
Der mutmaßliche Mörder Edris Z. (31) beim Prozessauftakt. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserAm Freitag wurde vor dem Leipziger Landgericht weiter gegen den mutmaßlichen Mörder vom Leipziger Auwald verhandelt. In der Zeugenvernehmung kam unter anderem ein langjähriger Freund des Angeklagten Edris Z. zu Wort, der diesen schon kurz nach dem Verbrechen im Verdacht hatte.