Galerie Hoch+Partner: Jürgen Raiber mit „Querschnitt“ im Tapetenwerk

Eine komplette Dekade umfasst die Schau von Holzschnitten im Tapetenwerk. Die Galerie Hoch+Partner zeigt Arbeiten von Jürgen Raiber. Ab kommenden Freitag können Hochdruck- und Skulptur-"Fans" Raibers Faszination an der alten Drucktechnik, seinen "Puppen" und Motiven teilhaftig werden. Im Februar bietet die Galerie ein Künstlergespräch an.

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Bis zum 5. März können Leipziger alte und neue Arbeiten des HGB-Absolventen bestaunen, in seine Druckwelten eintauchen. Aber auch Skulpturen und Gemälde fertigt der aus Thüringen stammende Künstler an. Susanne Hoch, Galeristin vorab: „Die Schau umfasst insbesondere Holzschnitte aus den letzten zehn Jahren sowie einige neuere Skulpturen aus Holz. Der Querbezug zwischen den Techniken und dem Material war für die Auswahl der Arbeiten für Hoch+Partner entscheidend.“

Hoch weiß auch, dass „gerade seine jüngsten Holzschnitte … einen faszinierenden zeichnerischen Duktus, eine besondere Leichtigkeit der Linienführung (zeigen) – dabei sind sie doch konzentriert in der Form und lassen den Bildhauer auch in der Fläche erkennen.“Thematisch dreht sich die Ausstellung im Wesentlichen auf Grafiken und Bilder der Werkgruppe „Puppen“ sowie auf jene Arbeiten, die in der Auseinandersetzung des Künstlers mit der eigenen Vergänglichkeit entstanden. Hier die in den Achtzigern an der HGB studierte Künstlerin und Galeristin Susanne Hoch: „Die persönliche Erfahrung von einschneidender Verletzlichkeit hat den Künstler zu intensiver bildnerischer und plastischer Arbeit getrieben – Ausdruck eines beklemmenden und sich auch befreienden inneren Befragens. Imaginärer oder direkt auftretender Begleiter der „schmerzvoll gesteckt“ wirkenden Skeletttürme ist der Tod – doch tritt er uns in den Arbeiten Raibers nicht als der mordende Sensenmann oder der Angst einflößende Dämon entgegen. Seine Skelettmänner scheinen den Betrachter eher verschmitzt einzuladen, sich besser nicht zu spät mit dem eigenen Tod anzufreunden – eine Kunst, die nicht gerade typisch für unsere Kultur ist, obwohl sie doch damit etliches an Lebenswillen und Lebensfreude auszustrahlen vermag. Eng mit Reflexion verbunden sind auch die Holzschnitte und zwei Gemälde zum Thema ‚Puppen‘.“

Laut Hoch sind für Raiber jene „Puppen“ Symbolträger der eigenen Biografie, der individuellen in der Kindheit erspielten „Weltbildung“ in Form einer an Fantasie und Fiktion reichen Innenwelt – und damit wesentlicher künstlerischer Urquell.

Jürgen Raiber, der seit seinem Studium an der Leipziger HGB (bei R. Kuhrt, U. Hachulla und W. Tübke) und einem bildhauerischen Aufbaustudium an der Burg Giebichenstein (bei B. Göbel) auf einem kleinen Anwesen im Leipziger Südraum als freischaffender Künstler wirkt, tritt in seiner aktuellen Schau als souveräner Zeichner und Holzschneider auf. Seine Grafiken und Skulpturen sind ohne manieristische Attitüden, suchen beharrlich den inneren Grund und assoziieren dabei Selbstbefragung, Neugier und in sich ruhende Selbstverständlichkeit in wechselnder Balance.

Am Freitag, dem 28. Januar um 19 Uhr eröffnet die Galerie Hoch+Partner die Ausstellung „Querschnitt“ mit Arbeiten des Leipziger Künstlers Jürgen Raiber. Künstlergespräch am Freitag, dem 11. Februar um 19 Uhr mit musikalischer Begleitung durch das junge Leipziger Flötenquartett „Pinkflöt“. Der Eintritt ist frei, Besucher sind herzlich willkommen.

Hoch+Partner Online
www.hoch-und-partner.com

Jürgen Raiber mit seiner Homepage
www.juergenraiber.de


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