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Ausstellungseröffnung am 24. Juli: Karl Bücher und seine Leipziger Zeit

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    Am Dienstag, 24. Juli, um 19 Uhr wird in der Bibliotheca Albertina die Kabinettausstellung "Der Nationalökonom und Zeitungskundler Karl Bücher. Die Leipziger Jahre 1892-1930" eröffnet. Karl Bücher (1847-1930) gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftlern seiner Zeit. 1892 übernahm er den neugeschaffenen Lehrstuhl für Nationalökonomie und Statistik der Universität Leipzig, 1903/04 war Bücher Rektor der Universität.

    Sein umfangreiches Werk umfasst weit mehr als 400 wissenschaftliche Veröffentlichungen. Er entwickelte wegweisende statistische Verfahren, sein Name ist bis heute verknüpft mit seiner Theorie der Wirtschaftsstufen und seinem Gesetz der Massenproduktion.

    Bücher verstand es zugleich, die Grenzen seiner Disziplin zu überschreiten. Das faszinierendste Beispiel dafür ist seine Studie „Arbeit und Rhythmus“, die gleichermaßen Ökonomen wie Ethnologen und Musikwissenschaftler inspirierte.

    Bücher gilt als der Begründer der Zeitungskunde. Das von ihm 1916 in Leipzig gegründete Institut für Zeitungskunde war das erste seiner Art in Deutschland und ist als Keimzelle der heutigen Kommunikations- und Medienwissenschaft und akademischen Journalistenausbildung anzusehen.

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    Die Universitätsbibliothek bewahrt den Nachlass von Karl Bücher. Diese bedeutende Überlieferung zur deutschen und europäischen Wissenschaftsgeschichte umfasst mehr als 4.000 Briefe und 30.000 Seiten. Die Ausstellung in der Bibliotheca Albertina begleitet das Forschungsprojekt Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses von Karl Bücher.

    „Der Nationalökonom und Zeitungskundler Karl Bücher. Die Leipziger Jahre 1892-1930“, Kabinettausstellung vom 24. Juli bis 10. Oktober 2012, täglich von 10-18 Uhr, Eintritt frei. Universitätsbibliothek (Beethovenstraße 6).

    www.ub.uni-leipzig.de

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