2018 – was kommt?

Der Zoo Leipzig feiert 140. Geburtstag mit der Eröffnung von „Südamerika“

Für alle LeserDer Leipziger Zoo hat mal wieder ein Jubiläumsjahr. Am 9. Juni 1878 eröffnete der Gastwirt Ernst Pinkert seine exotische Tierschau, mit der er den Betrieb seines Restaurants „Zum Pfaffendorfer Hofe“ ankurbelte. Die Leipziger fanden das exotisch und kamen in Scharen. Dieses Jubiläum nutzt der Zoo Leipzig jetzt, um den 140. Geburtstag zu feiern und den Erdteil „Südamerika“ feierlich zu eröffnen.

1,65 Millionen Besuche verzeichnete der Zoo im vergangenen Jahr. Das liege im Plan, stellte Zoodirektor Jörg Junhold fest. 2018 hat er 1,7 Millionen Besucher im Visier.

Den Freitag, 5. Januar, nutzte er, um noch einmal auf allerlei Nachwuchsfreuden im vergangenen Jahr hinzuweisen: Zahlreiche Aufzuchten bei bedrohten Tierarten wie den Amurleoparden und Amurtigern, den Gorillas und Orang-Utans, den Okapis und den Spitzmaulnashörnern sowie den Mähnenibissen und Strahlenschildkröten belegen die guten Haltungsbedingungen im Zoo der Zukunft, betonte er.

Und natürlich gab es auch 2017 weitere kleine Eröffnungen im Riesenplan „Zoo der Zukunft“, an dem Jörg Junhold nun seit 20 Jahren intensiv arbeitet. Vom tristen Zoo mit seinen rückläufigen Besucherzahlen der 1990er Jahre ist bald nichts mehr zu sehen.

Arbeiten an der Südamerika-Baustelle. Foto: Zoo Leipzig

Arbeiten an der Südamerika-Baustelle. Foto: Zoo Leipzig

Mit der Hochgebirgslandschaft Himalaja wurde im Sommer 2017 eine naturnahe Heimat für die vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden und Roten Pandas eröffnet, die sich als Besuchermagnet etabliert hat.

Auch die Einführung des Artenschutz-Euros, den die Besucher beim Kauf ihrer Eintrittskarten zusätzlich zahlen können, wurde ein großer Erfolg, freut sch der Zoodirektor: 615.000 Euro kamen so für den Artenschutz zusammen. Der Zoo Leipzig engagiert sich damit noch stärker als bisher in Projekten in aller Welt – so zum Beispiel als Träger einer Auffangstation für bedrohte Primaten in Vietnam, einer Nasenfrosch-Zuchtstation in Chile sowie als Unterstützer der Wild Chimpanzee Foundation (Elfenbeinküste) und beim Erhalt des Sabah-Nashorns und seines Lebensraumes auf Borneo.

Die Unterstützung von Artenschutz-Projekten im Freiland und die Erhaltungszucht bedrohter Tierarten im Zoo sind zwei wichtige Säulen der Arbeit des Zoo Leipzig. Aus diesem Grund setzt der Zoo auch sein Engagement für den Erhalt der bedrohten Asiatischen Elefanten fort. Mit Hoa ist gegenwärtig eine Elefantenkuh tragend, die Geburt wird für 2019 erwartet.

An Südamerika wird gebaut

Gegenwärtig sind in der Themenwelt Südamerika Bagger und Bauarbeiter am Wirken, um einen weiteren Baustein des Masterplanes umzusetzen: bis zum Sommer werden die Landschaften Pampa, Pantanal und Patagonien nachgebildet und als Lebensräume für Weißrüsselnasenbären, Guanakos, Capybaras, Große Ameisenbären, Mähnenwölfe, Große Maras, Darwin Nandus und Chako Pekaris fertiggestellt.

Lama-Gehege im "Südamerika"-Teil. Foto: Zoo: Leipzig

Lama-Gehege im „Südamerika“-Teil. Foto: Zoo: Leipzig

Das kurz vor Weihnachten an der Hacienda Las Casas bezogene neue Gehege für die Lamaherde bildet künftig das Tor zu dem neuen Bereich, der sich von der Hacienda bis zum früheren Wildpferdgehege ziehen wird und eine Fläche von 15.755 m² umfasst.

Die wichtigsten Veranstaltungen 2018

Erste Entdeckertage: Bei den sieben Entdeckertagen gehen die Besucher mit allen Sinnen auf Safari. In Gondwanaland geht es am 20. und 21. Januar mit Touren durch die Tier- und Pflanzenwelt sowie Kulissenblicken in die verborgenen Technikräume der Leipziger Tropen los. Besucher mit Strohhut, Flip-Flops oder Sonnenbrille erleben die Bootsfahrt, die an diesen Tagen von Tierpflegern begleitet wird, kostenlos.

Zweite Entdeckertage: Die zweiten Entdeckertage finden am 17. und 18. Februar in der Themenwelt Asien statt und drehen sich um die asiatischen Zoo-Bewohner wie bspw. Amurtiger und -leoparden und die Himalaya-Bewohner. Am Welt-Schuppentier-Tag (17.02.) stehen die Schuppentiere als die weltweit am häufigsten geschmuggelten Säugetiere im Fokus.

Tropenleuchten im Gondwana-Land: Vom 8. bis 24. Februar wird es beim erstmals stattfindenden Tropenleuchten in Gondwanaland magisch … der Leipziger Regenwald erstrahlt in neuen Farben. Spektakuläre, farbenprächtige Lichtinstallationen in Deutschlands tierischstem Regenwald, einzigartige Tiererlebnisse, Lampiontouren, leuchtende Bastelaktionen und verlängerte Öffnungszeiten sorgen dann für das besondere Flair im Großstadtdschungel und einen exotischen Kurzurlaub mitten in Leipzig.

Eröffnung von Südamerika: Die feierliche Eröffnung der Südamerika-Welten Pampa, Pantanal und Patagonien bis zum Sommer sowie das Fest der Kontinente am Geburtstags-Wochenende anlässlich des 140. Zoo-Jubiläums (9./10. Juni) runden die erste Jahreshälfte ab, bevor dann ein spannender Abenteuer-Sommer beginnt.

Wie geht es jetzt weiter mit den Bauplänen im Leipziger Zoo?

Zoo
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ein Gastbeitrag zu einem Lichtfest-Demontage-Artikel der LVZ
Endlich mal nur Frauen beim Lichtfest 2018 auf der Bühne. Das Thema? 100 Jahre Kampf um Gleichberechtigung. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser„Politiker rechnen mit Lichtfest ab – nächste Feier ohne Meier?“, titelte die LVZ (auch online) am 13. Oktober. Ein Beitrag, der gegen den künstlerischen Leiter des Lichtfestes, Jürgen Meier, zielte, aber aus der Politik nur Vertreter der CDU und ausgerechnet der AfD zu Wort kommen ließ. Bewusst wurde darauf angespielt, es handele sich ja bei Meier um einen Westdeutschen. Völlig daneben jedoch fand die Übernahme rechter Argumentationsmuster dabei der Leipziger Professor für Romanische Literaturwissenschaft und Kulturstudien Alfonso de Toro. Sein Kontra dazu hier als Gastbeitrag.
DOK-Festival freut sich über hohen Frauenanteil und Eröffnungsfilm von Werner Herzog
Werner Herzog (l.) im Gespräch mit Gorbatschow. Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Foto: DOK Leipzig / Lena Herzog

Für alle LeserAls angeblich erstes Filmfestival der Welt hatte sich das DOK eine Frauenquote für die Regie im Deutschen Wettbewerb auferlegt. Nun sind nicht nur in diesem Wettbewerb, sondern auch im gesamten Programm die Regisseurinnen in der Überzahl. Die Organisatoren freuen sich zudem über prominente Namen zum Auftakt: Der diesjährige Eröffnungsfilm kommt von Werner Herzog und porträtiert Michail Gorbatschow, den letzten Präsidenten der ehemaligen Sowjetunion.
Auch selbstständige Sachsen meiden, wo es geht, die Wohltaten des Jobcenters
Kassensturz mit Groschen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen wollen arbeiten. Für sie ist Arbeit nicht nur Sinngebung, sondern auch ein Stück ihres Stolzes. Und das würde wohl auch funktionieren, wenn es kein „Hartz IV“ gäbe und die Sanktionspraxis der Jobcenter, bei der ja die sächsischen besonders eifrig sind. Da arbeiten die Sachsen lieber für einen Hungerlohn, als sich bürokratisch drangsalieren zu lassen. Oder sie versuchen sich als Selbstständige durchzuschlagen, auch wenn’s eigentlich nicht zum Leben reicht.
SPD-Stadträtin fordert den OBM auf, kleinere Müllfahrzeuge kaufen zu lassen
Sammelfahrzeug im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVerwaltungen machen es sich gern einfach. Viele neue Vorschriften haben oft nur den Zweck, Kosten und Aufwand (für die Verwaltung) zu reduzieren und sich anstrengende Änderungen zu ersparen. So auch bei der nun auch in der Leipziger Abfallwirtschaftssatzung auftauchenden Neuregelung, Straßen, die schmaler als 3,55 Meter sind, künftig nicht mehr mit Abfallfahrzeugen zu befahren. Da vermisste auch Nicole Bärwald-Wohlfarth ein bisschen Anstrengung im Eigenbetrieb Stadtreinigung.
Warum eine Umfrage zum Sicherheitsempfinden nur von rosa Elefanten erzählt
Kleiner Willy-Brandt-Platz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Der Artikel über den Fragebogen enthält mehr Vorurteile als der Fragebogen selbst....wie sicher fühlen sie sich in ihrem Umfeld....was ist an dieser Frage unwissenschaftlich?“, fragte uns Leser/-in „peku“ unter unserem ersten Bericht dazu. Zu Recht. Weil diese Frage den Blick auf das richtet, was an dieser Umfrage schon im Ansatz nicht stimmt. Der Fragebogen macht einen Frame auf, einen Rahmen. Oder noch genauer: Er verengt den Fokus. Damit wird er unwissenschaftlich.
Neue Thüringer Festtagskuchen: 60 neue Rezepte aus der fruchtigen Thüringer Backwelt
Gudrun Dietze: Neue Thüringer Festtagskuchen & mehr. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt Erfolge, die erzählen sehr viel über das, was Menschen wirklich wichtig ist. So wie das Buch „Thüringer Festtagskuchen“ von Gudrun Dietze, das 1993 im Leipziger Verlag für die Frau erschien. Es stand damals auch für ein sich deutlich wandelndes Verlagsprofil. Und es verkaufte sich bis heute 250.000 Mal. Da ist selbst der Verlag überrascht.
Ein neues „Plakatgate“: Leipziger CDU kritisiert „linken Hass“
Unbekannte veröffentlichten dieses Plakat. Foto: Marco Santos

Foto: Marco Santos

Für alle LeserErneut sorgt ein satirisches Plakat in den Schaufenstern der Abgeordnetenbüros von Leipziger Landtagsabgeordneten der Linkspartei für Aufregung bei der CDU. Im Zusammenhang mit den rechtsradikalen Demonstrationen in Chemnitz sind dort „Fahndungsplakate“ mit Abbildungen von CDU-Politikern und Neonazis zu sehen. Bereits im Januar 2018 hatten ähnliche Plakate im Zusammenhang mit Polizeigewalt beim G20-Gipfel wütende Reaktionen und Strafanzeigen hervorgerufen.
Gastkommentar von Christian Wolff: SPD am Scheideweg
Mal wieder Wirbel bei der SPD. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDas Positive zuerst: Bei den Landtagswahlen im Freistaat Bayern hat es keinen Durchmarsch rechtsradikaler Parteien gegeben. Die AfD hat ein im Vergleich zu den Befürchtungen eher bescheidenes Wahlergebnis erreicht: 10,2 %. Dieser Stimmenanteil ist noch viel zu hoch, aber weniger als erwartet. Vor allem kann man das katastrophale Wahlergebnis der SPD nicht mit einem Erfolg der AfD erklären. Die SPD ist kein Opfer rechter Stimmungsmache geworden.
Mindestens 131.000 erwerbstätige Sachsen stecken in der Armutsfalle fest
Kassensturz, schön übersichtlich. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserArmut ist ein weites Feld. Was Armut wirklich bedeutet, wissen nur die, die schon lange vor Monatsschluss wissen, dass das Geld nicht zum Nötigsten reicht und sie wieder Abstriche an den normalsten Dingen der Welt machen müssen: keine Straßenbahnfahrt, kein Obst aus dem Frischeregal, kein warmes Essen unter der Woche, Billigfleisch nur aus dem Supermarkt usw. Und nach wie vor sind hunderttausende Sachsen arm, obwohl sie arbeiten.
Lene-Voigt-Gesellschaft feiert 20 Jahre Gaffeeganne wieder mit offener Vortragslust
Gaffeeganne 2013. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist schon ein Weilchen her, dass der Wettbewerb um die Gaffeeganne der Lene-Voigt-Gesellschaft aus dem Kalender verschwand. Aus mehreren Gründen. Natürlich ging es um die Kraft, ihn zu organisieren, eine Vorsitzende, deren Fehlen sich auf einmal heftig bemerkbar machte. Aber eigentlich war er auch an seine Grenzen gekommen. Es musste sich etwas ändern. Aber nur was?
Haltestelle Baaderstraße soll am 19. Oktober offiziell eröffnet werden
Neue Haltestelle Baaderstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserGanz fertiggestellt war die neu gebaute Haltestelle Baaderstraße in der Virchowstraße am Wochenende natürlich noch nicht. Aber an den Haustüren im weiteren Umkreis flatterten schon die Einladungen für Anwohner und Gewerbetreibende zur Haltestelleneröffnung am Freitag, 19. Oktober. Fünf Tage müssen die Bauleute hier noch ranklotzen.
Änderung in der Leipziger Abfallwirtschaftssatzung sorgt für politischen Ärger
Abfallsammelfahrzeug bei der Arbeit. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEine neue Regelung in der neuen Abfallwirtschaftsatzung bringt jetzt Stadträte der verschiedensten Fraktionen dazu, sich vehement zu Wort zu melden. Denn beim Eigenbetrieb Stadtreinigung hat man es sich aus ihrer Sicht erst einmal nur leicht gemacht: Wenn die Straßen zu schmal sind, um ohne weiteres mit den dicken Sammelfahrzeugen durchzuflutschen, dann haben die Anwohner ihre vollen Mülltonnen eben bitteschön bis vor an die Hauptstraße zu bringen.
Bürgerverein Gohlis will, dass der Gohliser Anger wieder erlebbar wird
Der Gohliser Anger in der Menckestraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWie repariert man eine Stadt? Irgendwie wohl doch so, dass man die Übernutzung durch überall abgestellte Autos beendet und Räume wieder zurückgewinnt. So geht auch der Bürgerverein in Gohlis an die Sache heran – einer der rührigsten in Leipzig. Mal kämpft er um den Erhalt des „Budde“, mal um Tempo 30 in überlasteten Straßen. Und nun hat er die Rettung des Gohliser Angers auf seine Fahnen geschrieben.
Freya Kliers großes Panorama der Stadt Dresden im Jahr 1919
Freya Klier: Dresden 1919. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMenschen sind fehlbar. Und meistens sind sie überfordert, die Folgen ihrer Entscheidungen wirklich zu bedenken. Da dominieren Emotionen von Rache, Wut, tiefer Verletztheit und sorgen dafür, dass die Geschichte für Generationen auf katastrophale Gleise gerät. Was hat das mit Dresden im Jahr 1919 zu tun? Eine Menge. Gerade weil Freya Klier sich um die Komplexität eines Jahres bemüht, das bislang eher so mitdümpelte im Schatten von 1918.
Schöne Erinnerungen festhalten und digitalisieren
Foto: Split Shire

Foto: Split Shire

Viele Menschen halten ihre schönsten Momente im Leben heute mit Fotos fest. Das ist auch ein Grund, warum man schauen sollte, wie man diese aufbewahrt oder aber auch digitalisieren lässt. Besonders spannend ist es daher mit zahlreichen Dias, die man wahrscheinlich noch häufig finden wird.