CBD-Vapes gehören zu den am schnellsten wachsenden Produktkategorien auf dem europäischen Hanfmarkt. Wer verschiedene Produkte probiert, merkt schnell: Die Unterschiede im Geschmack sind erheblich. Manche Vapes schmecken flach und künstlich, andere überraschend nah an der ursprünglichen Cannabissorte. Der Grund dafür liegt selten im CBD selbst, sondern in einer Zutat, über die kaum gesprochen wird: den Terpenen.
Was sind Terpene?
Terpene sind Aromamoleküle, die in unzähligen Pflanzen vorkommen. Der Duft eines Kiefernwaldes, die Schale einer Zitrone, frischer Lavendel: alles Terpene. Die Cannabispflanze ist besonders reich an ihnen, über 150 verschiedene wurden bisher identifiziert. Erst ihre Kombination gibt einer Sorte ihren unverwechselbaren Charakter. Das CBD selbst ist übrigens geruchs- und geschmacksneutral: Was man schmeckt, sind immer die Terpene.
Botanisch oder aus der Blüte?
In den meisten CBD-Vapes auf dem Markt stecken sogenannte botanische Terpene. Sie werden aus anderen Pflanzen gewonnen, etwa Limonen aus Zitrusschalen oder Pinen aus Kiefern, und anschließend so gemischt, dass die Mischung einem Cannabisprofil ähnelt. Das ist deutlich günstiger, bleibt aber eine Annäherung: Ein nachgebautes Profil aus fünf bis zehn Terpenen kann die Komplexität einer echten Blüte nicht abbilden.
Die Alternative heißt CDT, kurz für Cannabis Derived Terpenes. Dabei werden die Terpene direkt aus Cannabisblüten extrahiert, mit dem vollständigen Profil der jeweiligen Sorte. In Nordamerika hat sich CDT im Premiumsegment längst etabliert, auf dem europäischen Markt ist es bislang die Ausnahme.
Wie werden Cannabis-Terpene gewonnen?
Die Gewinnung ist der Grund, warum CDT als Königsklasse gilt und entsprechend kostet. Terpene sind flüchtige Verbindungen: Hitze, Licht und Sauerstoff zerstören sie schnell. Bei der schonendsten Methode, der Dampfdestillation bei niedrigen Temperaturen, werden die Aromastoffe behutsam von der Blüte getrennt und aufgefangen, bevor sie verfliegen. Einige Hersteller arbeiten mit frisch geernteten, direkt eingefrorenen Blüten, um auch die empfindlichsten Aromen zu bewahren, ein Ansatz, der aus der Live-Resin-Herstellung stammt. Für wenige Milliliter Terpenextrakt braucht es eine erhebliche Menge Blütenmaterial, was den Preisunterschied zu botanischen Mischungen erklärt.
Jede Sorte ein eigenes Profil
Wie groß die Unterschiede sind, zeigt ein Blick auf vier bekannte Sorten. Biscotti ist süß und gebäckartig, mit Anklängen von Kakao und einem leicht dieseligen Unterton. Lemon Cherry Gelato verbindet Zitrus und dunkle Kirsche mit einer cremigen Süße, die an italienisches Eis erinnert. Zkittlez schmeckt wie eine Tüte gemischter Fruchtbonbons, tropisch und beerig zugleich. Sherbanger wiederum kombiniert süßes Sherbet mit einer würzigen, benzinartigen Note, die Kenner sofort wiedererkennen. Mit botanischen Mischungen lassen sich solche Profile nur grob skizzieren; mit Terpenen aus der jeweiligen Blüte schmeckt der Unterschied wie zwischen Fertigsauce und selbst gekochtem Fond.

Woran erkennt man ein gutes Produkt?
Für Verbraucher gibt es drei einfache Anhaltspunkte. Erstens: Gibt der Anbieter an, woher die Terpene stammen? Wer Cannabis-Terpene verwendet, schreibt es dazu, denn der Unterschied ist ein Qualitätsmerkmal. Zweitens: Gibt es veröffentlichte Laborberichte mit Cannabinoid- und THC-Werten? Drittens: Trägt das Produkt einen echten Sortennamen mit nachvollziehbarem Profil, oder nur eine Fantasiebezeichnung wie „Tropical Breeze“?
Zu den europäischen Anbietern, die konsequent auf CDT setzen, gehört Raw Hemp, einer der größten CBD-Onlineshops Skandinaviens. Statt auf industrielle Standardmischungen zu setzen, bezieht das schwedische Unternehmen seine Terpenprofile von kleinen, spezialisierten Produzenten aus Kalifornien, wo die Terpengewinnung ihre Wurzeln hat und bis heute ihr höchstes Niveau erreicht.
Dort wird in Handarbeit und kleinen Chargen gearbeitet, mit Sorten direkt aus der kalifornischen Züchterszene. Die eigene Serie von CBD Vapes mit echten Cannabis-Terpenen trägt für jede Sorte das Profil der namensgebenden Blüte, von Biscotti bis Lemon Cherry Gelato. Alle Vape-Produkte sind THC-frei und laborgeprüft, geliefert wird nach Deutschland in ein bis drei Werktagen.
Aroma als Herkunftsfrage
Dass Herkunft über Charakter entscheidet, ist beim Wein selbstverständlich und beim Kaffee längst angekommen. Der Hanfmarkt entwickelt sich in dieselbe Richtung: weg von austauschbaren Aromen, hin zu Sorten mit nachvollziehbarem Profil. Wer beim nächsten Vape-Kauf einen Blick auf die Terpenangabe wirft, erkennt den Unterschied spätestens beim ersten Zug.

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