So viel Freude zum Montag! Sechs Wochen lang haben sich Kinder und Jugendliche darauf gefreut, dass endlich (wieder) die Schule beginnt 😉  Die Verkehrsbetriebe freuen sich, dass die 1E jetzt wieder Schleife fahren kann. Reisende nach Zwickau freuen sich, dass zumindest ein Bus fährt und sie nicht laufen müssen – und wir alle freuen uns wohl auf den zu erwartenden Regen.

Willkommen Wolken!

Es wurde wirklich Zeit – der lang erhoffte Regen ist da! Die neue Woche beginnt in unseren Breiten mit dem für Parks, Gärten und Felder dringend benötigten Niederschlag. Bereits in der Nacht von Sonntag auf heute gab es hier und da Schauer und einzelne Gewitter. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind in Sachsen jedoch örtlich auch Hagel und Sturmböen um 70 Kilometer pro Stunde möglich.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Wetterlage weist der DWD zudem auf lokal kräftige Regenfälle hin. Für einzelne Gewitter werden Mengen von bis etwa 40 Litern pro Quadratmeter genannt. Regen wird auch morgen vor allem in den frühen Stunden des Tages erwartet. Für Mittwoch deuten die Vorhersagemodelle erneut auf eine erhöhte Niederschlagsneigung hin. Am Donnerstag könnten sich nach zunächst freundlicheren Bedingungen im Tagesverlauf erneut Gewitter bilden.

Mehrere Prognosen deuten auf Regen und Gewitter sowie zeitweise kräftige Schauer auch am Ende dieser Woche hin. Noch besteht Unsicherheit über die genauen Routen möglicher Regenfelder, dennoch gilt der Freitag aus heutiger Sicht als der niederschlagsreichste Tag der kommenden Tage. Zum Wochenende hin zeichnet sich eine Wetterberuhigung ab.

Meteorologen erwarten Niederschläge von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter. Foto: Ralf Julke

Achtsamkeit für Schulanfänger

Der langersehnte Regen spült nicht nur den Staub von den Straßen, sondern auch die Sommerferien hinweg. Ab heute heißt es wieder für mehr als sechzigtausend Schülerinnen und Schüler, den morgendlichen Weg ins Klassenzimmer anzutreten.

Damit sind jetzt wieder deutlich mehr Kinder und Jugendliche auf den Straßen unterwegs – insbesondere in den Morgenstunden rund um Schulen und Schulwege. Das bedeutet eine spürbare Zunahme des Verkehrs vor allem im Umfeld von Grundschulen. Die sächsische Polizei weist zum Beginn des neuen Schuljahres besonders auf die Situation von Erstklässlern im Straßenverkehr hin.

Für viele beginne nun „ein spannendes Abenteuer“, zugleich müssten sich die jungen Verkehrsteilnehmer erst an ihren täglichen Schulweg gewöhnen. Entsprechend wird in den ersten Schulwochen mit erhöhter Aufmerksamkeit auf Schulwegen und im Umfeld von Schulen gerechnet. Vor vielen Schulen werden Lotsen und auch Verkehrspolizisten präsent sein und den „Kleinen“ im wahrsten Sinne des Wortes über die Straße helfen.

Im vergangenen Schuljahr 2025/26 wurden an den allgemeinbildenden Schulen der Messestadt 63.673 Schülerinnen und Schüler gezählt. Die Stadt verfügt über 83 Grundschulen. Auch die Nachfrage an weiterführenden Schulen bleibt hoch. Für das Schuljahr 2026/27 wurden dort mehr als 5.000 Neuanmeldungen registriert.

Ab heute heißt es wieder „Na, wer weiß es?“. Foto: Boom Photography / Pexels

Abschluss an ukrainischen Heimatschulen dank Online-Unterricht

Ukrainische Schülerinnen und Schüler in Sachsen erhalten ab heute eine zusätzliche Möglichkeit, einen Schulabschluss ihres Heimatlandes zu erwerben. Wie aus einer Elterninformation des Landesamtes für Schule und Bildung hervorgeht, können Jugendliche der Klassenstufen 9, 10 und 11 im Schuljahr 2026/27 freiwillig an ukrainischen Online-Schulangeboten teilnehmen. Voraussetzung ist ein Antrag auf Ausnahme von der Schulbesuchspflicht nach § 26 Abs. 3 Satz 2 SächsSchulG.

Die betreffenden Schülerinnen und Schüler bleiben dabei ihrer sächsischen Schule zugeordnet, nehmen jedoch nicht am regulären Unterricht vor Ort teil. Nach Erteilung der Ausnahme ist die Teilnahme am ukrainischen Online-Unterricht verpflichtend. Gleichzeitig können freiwillige außerunterrichtliche Angebote und Veranstaltungen der sächsischen Schulen weiterhin genutzt werden, um die Integration zu fördern und den Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen.

Die Beantragung erfolgt über ein vorgegebenes Antrags- und Abmeldeformular, für dessen vollständige und korrekte Angaben die Eltern verantwortlich sind (Download HIER). Die Teilnahme am ukrainischen Online-Unterricht basiert ausdrücklich auf Freiwilligkeit. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die sächsischen Schulen keine Verantwortung für die Inhalte der ukrainischen Online-Bildungsangebote tragen. Darüber hinaus wird den Familien empfohlen, den Deutsch-Spracherwerb ihrer Kinder eigenverantwortlich zu fördern.

LVB kriegen in Schönefeld die Kurve

Ab heute wird die von Grund auf umgebaute Gleisschleife Schönefeld an der Volbedingstraße regulär von Straßenbahnen genutzt. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) hatten wenige Tage zuvor mitgeteilt, dass die Arbeiten an der Anlage planmäßig beendet worden seien. So verkehrt die Linie 1E jetzt zwischen Lausen und Schönefeld, während die Linie 1 weiterhin im 20-Minuten-Takt bis Mockau, Post fährt.

Damit geht ein Großprojekt zu Ende, das den Leipziger Nordosten mehr als zwei Jahre lang beschäftigte. Der Umbau der Volbedingstraße begann am 3. Juni 2024 und erstreckte sich zwischen Mockauer Straße und Wenckstraße. Erneuert wurden Straßenbahngleise, Fahrleitungen und Bahnstromanlagen ebenso wie Fahrbahnen, Gehwege, Beleuchtung, Ampelanlagen sowie Trink- und Abwasserleitungen. Zudem entstanden barrierefreie Haltestellen.

Nach Angaben der Leipziger Gruppe wurden rund 900 Meter Gleisanlagen einschließlich Fahrleitung und Bahnstrom erneuert. Darüber hinaus vergrößerten die LVB den Gleismittenabstand, um künftig breitere Straßenbahnen einsetzen zu können.

Für die Gesamtmaßnahme waren nach den Planungen Investitionen von rund 28,8 Millionen Euro netto vorgesehen. Davon entfielen etwa 13,5 Millionen Euro auf die LVB, rund 9,8 Millionen Euro auf die Wasserwerke und etwa 5,5 Millionen Euro auf die Stadt selbst.

Die neue Gleisschleife ist bereit für breitere Bahnen. Foto: Leipziger Verkehrsbetriebe

Ersatzverkehr Richtung Zwickau und Eilenburg

Die Bahn startet auf der Sachsen-Franken-Magistrale eine neue, mehrere Monate dauernde Bauphase mit weitreichenden Folgen für Reisende zwischen Leipzig, Altenburg, Gößnitz und Zwickau. Bis 12. Dezember 2026 stehen Arbeiten im Eisenbahnknoten Gößnitz sowie im Bahnhof Werdau an. Dort werden unter anderem Gleise und Weichen erneuert, Oberleitungsanlagen bearbeitet, Brücken eingeschoben und der Bahnhof Werdau modernisiert.

Für Fahrgäste bedeutet dies umfangreiche Änderungen im Zugverkehr. Nach DB-Angaben verkehren planmäßig keine S-Bahnen der DB Regio mehr bis Zwickau. Während der Bauphase fahren Busse zwischen Gößnitz und Zwickau. Vom 23. August bis zum 18. Oktober wird der Schienenersatzverkehr auf den Abschnitt Altenburg–Zwickau ausgeweitet.

Für Pendler und Reisende aus Leipzig ist die Maßnahme besonders bedeutsam, da die S5 und S5X zu den wichtigsten Verbindungen in Richtung Westsachsen zählen. Für den Ersatzverkehr gelten die regulären Nahverkehrstickets einschließlich des Deutschlandtickets.

Heute Nacht gibt es zudem Einschränkungen auf der Regionalexpress-Linie RE 10 zwischen Leipzig Hauptbahnhof und Eilenburg. Zwischen 22:00 Uhr und 1:00 Uhr entfallen einzelne Zugfahrten und werden durch Busse ersetzt.

Betroffen ist in Richtung Leipzig der RE 10 18397. Dieser erreicht Eilenburg planmäßig um 22:30 Uhr. Der Ersatzbus startet dort um 22:40 Uhr am Bahnhofsvorplatz, Bussteig 6, und erreicht Leipzig Hauptbahnhof Ostseite, Ausgang Osthalle, Bussteig T, um 23:25 Uhr. In der Gegenrichtung wird der RE 10 18398 durch einen Bus ersetzt, der um 23:31 Uhr an der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofs, Bussteig S, abfährt. Die Ankunft in Taucha ist für 23:56 Uhr vorgesehen, Eilenburg wird um 0:16 Uhr erreicht. Dort besteht Anschluss an die Weiterfahrt des RE 10, der um 0:22 Uhr abfahren soll.

Diese Bauarbeiten betreffen zwar nur ein kurzes Zeitfenster während des Tageswechsels, können jedoch für Reisende auf der wichtigen Verbindung zwischen Leipzig und Nordsachsen zu längeren Fahrzeiten und geänderten Anschlüssen führen.

Bis Dezember ist die Zugverbindung nach Zwickau unterbrochen. Karte: Deutsche Bahn

 

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