Nach einem Kommentar, welches Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in der ZDF-Talksendung mit Maybrit Illner tätigte, hat die Berliner Linke Anzeige gegen ihn erstattet. Außerdem: Jens Spahn (CDU) will nun auch nicht mehr Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags sein und in Mecklenburg-Vorpommern begannen heute die Sondierungsespräche zwischen Linken und SPD. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 28. September 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Berliner Linke zeigt Dobrindt an


Wegen übler Nachrede und Beleidigung hat die Berliner Linke Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) angezeigt. Letzter hatte am vergangenen Donnerstag in der ZDF-Sendung Maybrit Illner nach Wortgefechten mit Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek eine Aussage der Moderatorin kommentiert. Konkret hatte Illner gesagt: „Elif Eralp sagt, sie ist Antisemitin …“ und sich direkt danach selbst korrigiert: „Sie ist keine Antisemitin.“

„Na doch“, kommentierte Dobrindt diese Aussage. Dies sei üble Nachrede, heißt es nun von Anwaltsseite. Die Tat sei geeignet, dass öffentliche Wirken Eralps zu erschweren. „Die Verbreitung der Falschbehauptung durch den Innenminister im Fernsehen, Frau Eralp würde sagen, sie sei Antisemitin, ist geeignet, ihre Integrität als politische Amtsträgerin und damit die Regierungsbildung im Land Berlin zu beeinträchtigen.“

Sondierungsgespräche in MV

In Mecklenburg-Vorpommern haben am heutigen Montag die Sondierungsgespräche zwischen SPD und Linken begonnen. Ab dem morgigen Dienstag wollen auch die Landes-Grünen mit einsteigen. Deren bisherige Co-Vorsitzende Katharina Horn hatte am heutigen Montag ihren Rückzug bekanntgegeben.

Gemeinsam könnten die drei Parteien mit 39 von 71 Stimmen eine Mehrheit im Parlament bilden. Nachdem die CDU am 20. September aus dem mecklenburgischen Landtag gewählt worden war, wäre die AfD die einzige Oppositionspartei.

Die Sondierungsgespräche wolle man zügig beenden, mit einem Abschluss wird derzeit Anfang bis Mitte November gerechnet.

Zwölfter OBM-Kandidat für Leipzig steht fest

Auch die Leipziger AfD hat nun ihren Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in 2027 nominiert: Alexander Wiesner wird sich neben elf weiteren Kandidat*innen für das Amt des Leipziger Stadtoberhauptes zur Wahl stellen. Der 37-Jährige, der seit 2019 für seine Partei auch im Sächsischen Landtag sitzt, wurde am vergangenen Samstagabend mit 99 Prozent der Stimmen auf einer Parteiversammlung gewählt.

Energieforum, nördliche Rietzschke und Fettnäpfchen

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Ostdeutsches Energieforum startet am 30. September: Sicherheit in unsicheren Zeiten

Beschädigte Leitung in der Kanalstraße: Kann nicht auch die Nördliche Rietzschke zurück ans Licht?

150 Jahre Sangeslust: Leipziger Lehrerchor lädt ein zum Festkonzert

Fettnäpfchenführer Sachsen: Wie erklärt man einem Hessen, wie die Sachsen wirklich sind?

Überschwemmungen in Indien und Nepal und Spahns erneuter Rückzug

Was heute außerdem wichtig war: Nach starken Regenfällen in Nordindien und Nepal kam es zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Bisherigen Erkenntnissen nach kamen dadurch mehr als 80 Menschen ums Leben, zahlreiche werden noch vermisst. Von vergangenem Freitag bis Sonntag hatte es in den Ländern überdurchschnittlich stark geregnet: 66,5 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, wobei der saisonale Durchschnitt bei 7,6 Litern liegt.

An der Kreuzung Gießerstraße/Antonienstraße sind am Montagmorgen drei Fahrzeuge zusammengestoßen. Ein Transporter war dabei umgekippt und auf der Seite gelandet. Insgesamt wurden sechs Menschen verletzt, darunter ein Baby. Wegen des Unfalls musste der Kreuzungsbereich bis ca. 13.30 Uhr in alle Richtungen gesperrt werden, was für erhebliche Staubildung sorgte.

Jens Spahn (CDU) gibt seinen Sitz im Haushaltsausschuss des Bundestags auf. „Alles rund um meine Person ist aktuell so politisiert, dass ein normales Arbeiten kaum möglich sein wird. Zudem merke ich an und in mir selber, dass mein Rücktritt im Juli noch viel zu frisch ist, um wieder voll durchzustarten, als wäre nichts gewesen“, so der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende, welcher im Juli zurückgetreten war, als bekannt wurde, dass er uns sein Partner ein Baby über eine Leihmutterschaft bekommen haben.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar