Am 13. Juli in der Friedenskirche: Adjiri Odametey – Afrikanische Weltmusik

Am Freitag, 13. Juli, um 20 Uhr gibt es in der Friedenskirche Leipzig (Kirchplatz in Gohlis) ein Konzert mit dem Adjiri Odametey Duo. Dazu lädt die Evangelisch-Lutherische Michaelis-Friedens-Kirchgemeinde Leipzig ein. - Mit unverwechselbarer, warmer und erdiger Stimme singt der Westafrikaner Adjiri Odametey seine Songs.
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Alle sind sie melodiös, zuweilen auch melancholisch, aber immer von positiver Grundstimmung geprägt. Die Presse vergleicht ihn oft mit Geoffrey Oryema, aber attestiert ihm den Weg zu einer eigenständigen Musik. Mit seinem Song „Mala“ von seinem gleichnamigen Debütalbum ist Adjiri Odametey ein Hit gelungen. Mit seinen Konzerten im In- und Ausland und seinen CDs konnte er sich als Singer & Songwriter in der Weltmusikszene profilieren. Daher instrumentiert er viele seiner Songs nicht nur mit traditionellen Meldodieinstrumenten aus Afrika, sondern auch mit der Gitarre. So gelassen wie der Musiker selbst, gelingt ihm auch der selbstverständliche Crossover zwischen Afrika und Europa. So wird er zum authentischen Vermittler zwischen diesen Welten. Bei all seiner Bescheidenheit ist der charmante Musiker ein brillianter Life-Performer.

Wenn Adjiri Odametey danach gefragt wird, was für ihn Musik bedeute, so antwortet er immer, dass eigentlich für ihn alles in der Musik Ausdruck finde: Stimmungen, Gefühle, Gedanken, Erlebnisse. Darum faszinierten ihn Begegnungen mit unterschiedlichen Kulturen, die andere Stilrichtungen und Instrumente kennen. Diese Begeisterung merkt man daran, welche Vielzahl an unterschiedlichen Instrumenten Adjiri Odametey auf der Bühne nutzt. Der Multi-Instrumentalist lässt sich auch sonst nichts aus der Hand nehmen, textet und arrangiert und verfolgt damit seinen eigenen Stil. Vielleicht seine Antwort auf ein Leben, dass ihn weit herum kommen ließ. Konsequenterweise lautet der Titel der aktuellen CD „Etoo“ übersetzt: Antwort.

Der stille Poet strahlt auf der Bühne Charme und eine mitreißende Freude auf, die jeden Konzertbesucher berühren. In den Konzerten kommen sowohl Liebhaber ruhiger Songs voll auf ihre Kosten als auch Percussion-Fans. Die sehr konzertante Musik spricht ein breites Publikum an: vom Jazzinteressenten über den Weltmusikfan bis hin zu Klassikliebhabern. Faszinierend ist die Vielzahl der afrikanischen Instrumente, die das Publikum live erlebt: die 21-saitige Cora – auch „Afrikanische Harfe genannt“ -, das Balafon – ein Holzxylophon mit Kürbissen als Resonanzkörper -, Mbira und Kalimba – so genannte Daumenklaviere, deren Metallzugen mit Daumen und Zeigefingern gezupft werden, Cajon, Shaker, Kpanlogo etc.
Adjiri Odameteys künstlerische Wurzeln liegen in der Tradition seiner Heimat Ghana. Er spielte in renommierten Gruppen wie dem Pan African Orchestra oder beim Ghana Dance Ballet und machte Tourneen nach Japan, Russland, Alaska oder Kuba. Weltbürger war Adjiri Odametey schon immer aufgrund seiner vielen Reisen als Musiker von Kind an. Geprägt sicherlich auch durch den Vater, der in Staatsdiensten bei der englischen Botschaft arbeitete. Gleichzeitig besitzt Adjiri Odametey eine unerschütterliche Verankerung in der eigenen kulturellen Tradition. In Ghana arbeitete Adjiri Odametey auf der Bühne als Musiker zusammen mit Künstlern wie Miriam Makeba, Lucky Dube oder der Gruppe Osibisa. „Er ist ein musikalisches Allround-Talent, so etwas wie ein afrikanischer Hans-Jürgen Buchner oder einer der Well-Brüder. Auch wenn es für einen Deutschen nicht ganz leicht ist: Diesen Namen sollte man sich merken.“ – so schrieb die Süddeutsche Zeitung über Adjiri Odametey. Adjiri Odametey wurde 2007 nominiert für den Preis „Creole – Weltmusik“ aus Bayern.

Aufgrund seiner Biographie gelingt es Adjiri Odametey, musikalisch einen eigenständigen Weg zu gehen. Von seinen Auslandstourneen und -aufenthalten zeugen die Einflüsse in seinen Songs. Dabei verliert er nie die Wurzeln seiner westafrikanischen Heimat aus den Augen. Ihm gelingt der Spagat zwischen den Kulturen. Identität bedeutet für ihn ein Leben mit anderen Kulturen im Bewusstsein der eigenen Herkunft. Allen Songs von Adjiri Odametey liegt ein warmer, erdiger Grundtenor zugrunde. Man kann fühlen, dass Adjiri Odametey seine Ruhe in der Musik findet. In seinen Konzerten kann man die Begeisterung live erleben, bei seinen Aufnahmen verraten die Ausgereiftheit und Professionalität seinen Anspruch als Musiker. Und diese positive Grundstimmung – dieses „gute Gefühl“ – überträgt sich auf die Zuhörer. Das macht die Musik in ihrer Exotik faszinierend, aber immer unmittelbar zugänglich und direkt erlebbar.

In den poetischen Texten verarbeitet Adjiri Odametey sensibel Themen wie Liebe, Leid, Sinnfragen des Lebens. Auch damit schafft er eine Verbindungslinie zwischen den Kulturen der Welt. Die Texte sind größtenteils in Ga verfasst, aber auch in Englisch, das für das rund 80 unterschiedliche Sprachen sprechende Ghana wichtige Verbindungsglied innerhalb der Bevölkerung ist. Die mal lyrischen, mal melancholischen Lieder werden durch Adjiri Odameteys Stimme überzeugend umgesetzt.

Die Arbeiten an seiner zweiten CD, nach dem erfolgreichen Debütalbum „Mala“ (Ich singe), dauerten rund drei Jahre. Man spürt die Gelassenheit, etwas reifen zu lassen, in den Arrangements und die Liebe zum Detail bei der Instrumentierung. „Ich wollte mich weiterentwickeln und herausfinden, wohin mich meine Musik führt“, meint Adjiri Odametey. Die CD „Etoo“ gibt darauf überzeugend Antwort.

Wie die erste CD „Mala“ besitzt auch die CD „Etoo“ mit einer Spieldauer von rund 55 Minuten ein aufwändig gestaltetes 16-seitiges Booklet, in dem Interessierte die kompletten Songtexte in der Originalsprache Ga sowie in englischer Übersetzung finden können.

www.adjiri.de

www.myspace.com/adjiriodametey

www.youtube.com/results?search_query=Adjiri+Odametey&aq=f


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