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Das LOFFT hat sich ein neues Design verpasst: Kann das gut gehen?

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    "Zerreißt die Programmhefte mit verquasten Texten! Verweigert der unverständlichen Theorie die Praxis! Verlasst Vorstellungen, die Euch nichts angehen! Ruft laut: 'Versteh ich nicht!"; zitiert Sebastian Göschel den Kulturfernsehmann Dman Blinks von labkultur.tv. "Und: Garderobenfrauen, falls es Euch noch gibt, wo immer ihr auch seid: Verlangt nach schöner Kleidung und zerreißt eure Mädchenpensionatsaufsichtsuniformen in strengem Blau!"

    Und dann fragt sich Göschel – so wie sich vorher die ganze LOFFT-Truppe fragte: „Für wen macht man eigentlich Theater? Wir haben lange darüber nachgedacht. Wir haben unser Publikum gefragt. Wir haben andere Theater beobachtet. Wir haben Außenstehende um Rat gebeten. Und mit PR-Profis gearbeitet. Herausgekommen ist ein komplett neues Design inklusive neuem Logo.“

    Die Kernbotschaft des neuen Auftritts, den das Off-Theater vom Lindenauer Markt am Dienstag, 8. Januar, vorstellte, lautet „LOFFT ist für alle da!“

    „Denn schließlich sind es nur drei Treppenstufen bis in unseren Theatersaal. Vor dem LOFFT muss man sich nicht fürchten, man muss sich auch nicht schick anziehen. Hier gibt’s keine alten Schinken, hier geht es immer um etwas – unser Theater ist relevant, riskant und brisant. Das LOFFT ist nicht den Allüren eines Intendanten unterworfen, sondern ein offenes Haus. Das LOFFT gehört nicht uns, sondern unserem Publikum.“

    Designer denken sich immer was. Aber sie scheinen die Theaterleute überzeugt zu haben. So startet das LOFFT ins Jahr 2013 mit einem komplett neuen Design. Der Relaunch umfasst sowohl die Website als auch den gesamten Printbereich. „Mit einem neuen Logo und dem dazugehörigen Slogan DAS THEATER zeigt sich das LOFFT in Zukunft klarer, einfacher und direkter“, findet Göschel.Seit 1997 besteht das LOFFT als Produktionszentrum und Spielstätte für Freie Darstellende Kunst in Leipzig und präsentiert Schauspiel, Tanz und Performance – genre- und grenzüberschreitend. Es ist Schaufenster und Arbeitsraum für die Leipziger Szene und überregionale Produzenten.

    Im Mittelpunkt des Spielplans stehen Co-Produktionen mit Partnern aus Leipzig und dem gesamten deutschsprachigen Raum. Ein wichtiges Ziel ist es dabei, die Leipziger Szene mit nationalen und internationalen Entwicklungen in Kontakt zu bringen. Die Co-Produzenten werden in einer jährlichen Ausschreibung von einem Künstlerischen Beirat ausgewählt.Dabei nehmen viele der ins Programm genommenen Inszenierungen auch tagesaktuelle Entwicklungen und brennende gesellschaftliche Diskussionen auf. Wer diese künstlerischen Auseinandersetzungen liebt und andernorts in Leipzig nicht mehr findet, wird die Straßenbahnen 7, 8 und 15, die auf dem Lindenauer Markt halten, mögen.

    Das nächste Stück im LOFFT-Programm ist die Performance „D’Arc Visions am 18. Januar um 20 Uhr.

    Das beigefügte Plakat ist dem Stück „Hold someone liable“ („Sperr deinen Chef ein“) gewidmet, das am 24. Januar Premiere feiert und Bezug nimmt auf ein Ereignis aus dem Jahr 2009, als französische Arbeiter während der Finanzkrise die Manager ihrer Niederlassung tagelang gefangen hielten, um gegen drohende Schließungen zu protestieren.

    Anregungen, Freudenausrufe oder leise Kritik am neuen Outfit nimmt das LOFFT bestimmt gern entgegen.

    www.lofft.de

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