Sehnsucht Stadt: Das Leipziger Netzwerk Baukultur lädt die Bürger ein zur Diskussion über ihre Stadt

Moderne Städte haben nicht nur ein Problem - sie stecken bis zur Nase in ganzen Problembündeln. Trotzdem gelten sie immer mehr Menschen als das Lebensmodell der Zukunft. Die Zuwanderung auch nach Leipzig hält an. Verständlich, dass immer mehr Bürger auch Einfluss nehmen wollen auf die Entwicklung ihrer neuen Heimat. Wie wär's da mit einer Serie "Sehnsucht Stadt?"
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Die will jetzt ein Leipziger „Netzwerk Baukultur“ aus der Taufe heben. Am 8. Februar soll dazu die erste Veranstaltung im Grassi-Museum stattfinden. Da geht es dann um Denkmale und Erinnerungskultur. Titel: „Orte der Erinnerung – politische Denkmale“.

„Manchmal werden uns eben die aktuellen Ereignisse einholen“, sagt Dr. Wolfgang Hocquél, Geschäftsführer der Kulturstiftung Leipzig. Sie ist ein Teil des losen Netzwerkes, das sich da im Verlauf des letzten Jahres unter Regie des Dezernats Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig gefunden hat. Getroffen haben sich die Akteure schon vorher bei verschiedenen Gelegenheiten. Und ein Leid teilten sie fast alle: Dass die Diskussionen um Stadtgestaltung und Architektur zumeist nur am Detail ausgetragen werden – sehr emotional, was alle gut finden, aber nicht immer konstruktiv. Was – so meinen die sieben beteiligten Netzwerker – auch mit dem vorhandenen Basiswissen der Diskutierenden zu tun hat.

Expertenwissen trifft auf die berechtigte Sorge der Bürger um ihre Stadt. Deshalb – so Martin zur Nedden, Baubürgermeister von Leipzig, – ist die Reihe, die die sieben Netzwerkpartner organisiert haben, auch mit „Sehnsucht Stadt. Stadtgespräche 2011“ überschrieben. „Stadt ist die identifikationsstiftende Umgebung für die Betroffenen“, sagt er. Es gehe dabei auch um einen „Lernprozess zur Baukultur“.

Denn reibungslos gelaufen sind die Abstimmungsprozesse zwischen Verwaltung und Bürgern in der Vergangenheit nicht immer, wenn es um Neubauten, Straßen- und Platzlösungen ging.Was auffällt: Einige der brennenden Probleme der Großstadt Leipzig sind in der ersten Veranstaltungsserie ausgeblendet: die Verkehrsinfrastruktur genauso wie die Einkaufskultur, die Kulturstrukturen und die Familienfreundlichkeit.

Aber – so bestätigen die Netzwerkpartner, zu denen neben der Stadt auch die Architekturkammer Sachsen, der Bund Deutscher Architekten, der Kunstverein Leipzig, das Architekturinstitut Leipzig, die Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung und die Kulturstiftung Leipzig gehören – die Reihe ist offen angelegt und soll, wenn sie auf Resonanz stößt, auch nach dem bis jetzt geplanten sechsten Termin im Januar 2012 fortgeführt werden.

Um Aktualität gehe es dabei nicht, so Martin zur Nedden, sondern um eine Versachlichung der Diskussion. Und um Denkanregungen. Und so werden am 8. Februar, wenn es um „politische Denkmale zwischen Pathos und Beliebigkeit“ geht, eben nicht um das Für und Wider eines Leipziger Freiheitsdenkmals gehen, auch wenn sich die Kulturstiftung, die die Veranstaltung organisiert, mit Denkmalen bestens auskennt. Sie hat ja die Erinnerungssäule auf dem Nikolaikirchhof und die Freiheitsglocke auf dem Augustusplatz initiiert.

Der Leipziger Baubürgermeister findet den Einwurf von Thomaspfarrer Christian Wolff durchaus richtig: Ein Denkmal, das nicht diskutiert wird, ist überflüssig. Und staatlich verordnete Denkmale seien es erst recht. Und eine Zeit, in der der Bau von Denkmalen ritualisiert sei wie in der Antike, sei unsere Zeit tatsächlich nicht mehr. Umso wichtiger also, auch mal öffentlich und kontrovers über Erinnerungskultur nachzudenken. In diesem Fall unter anderem mit dem Schauspiel-Philosophen Guillaume Paolo und dem Kustos des Bildermuseums Richard Hüttel.Gehalten werden nur Impuls-Referate, mit denen die Eingeladenen die Spielwiese zum Denken freigeben. „Und dann hoffe ich, dass der Moderator eine durchaus offene Diskussion des Publikums ermöglicht“, so zur Nedden. Für Wolfgang Hocquél kann das durchaus in Antworten auf die Frage münden: „Wie wollen’s denn die Bürger haben?“

Denn unübersehbar ist die Reihe auch aus der Verunsicherung heraus geboren, dass die alten Verwaltungswege im 21. Jahrhundert nicht mehr die volle Zustimmung der Bürger genießen. Zur Nedden erwähnte auch nicht ganz beiläufig das Stichwort „Stuttgart 21“. Denn Menschen, die mit der Stadt als ihrer (neuen) Heimat eine Sehnsucht verbinden, fordern logischerweise auch Teilhabe ein, wenn es um ihr direktes Lebensumfeld geht. Dabei geraten zumeist die ingenieurtechnischen Projekt-Lösungen des 20. Jahrhunderts in die Kritik. Und es schwingt so eine Ahnung mit, dass die Stadt der Zukunft aus ganz anderen Gründen attraktiv ist, als es sich noch heute so mancher Stadtplaner denkt.

„Nur: Wir wissen darüber herzlich wenig hier in Leipzig“, so Hocquél. Es könnte ein Lernprozess werden, auch wenn die Beteiligten vorerst nur damit rechnen, dass wieder „nur die Interessierten“ den Weg ins Grassi-Museum finden. Aber wenn die alle kommen, sollte der Saal gefüllt sein.

„Ich jedenfalls“, sagt Martin zur Nedden, „freue mich auf die Diskussion.“

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Leipziger Termine
Was ist los in Leipzig?

8. Februar, 18:30 Uhr: Unter dem Thema „Orte der Erinnerung – politische Denkmale zwischen Pathos und Beliebigkeit“ wird die Frage aufgeworfen, inwiefern die Erinnerung mittels künstlerischer Monumente in der Informationsgesellschaft noch zeitgemäß ist (Veranstalter: Kunstverein Leipzig e. V., Kulturstiftung Leipzig).

5. April, 18:30 Uhr: „Urban oder privat – Wohnen in der Stadt“ lautet die übergreifende Fragestellung. Unter anderem geht es darum, ob Geschosswohnungsbau heute noch eine wohnungspolitische Notwendigkeit ist und um neue Wohnformen wie z. B. Stadthäuser (Veranstalter: BDA Bund Deutscher Architekten, Landesgruppe Sachsen, Architektenkammer Sachsen).

28. Juni, 18:30 Uhr: „Landschaft mit Gleisanschluss Grüne Züge in der Stadt – neue Landschaften auf alten Trassen“ lautet das Motto, unter dem die Anlage von Parks und Grünverbindungen auf stillgelegten Eisenbahntrassen betrachtet wird (Veranstalter: Kunstverein Leipzig e. V., Atelier latent).

18. Oktober, 18:30 Uhr: Unter dem Motto „wieweiterarbeiten – Arbeitsorte der Zukunft“ geht es im Rahmen der gleichnamigen Netzwerkreihe der Bundesstiftung Baukultur um die künftige Entwicklung der Arbeitswelten unter stadtgestalterischen Aspekten, insbesondere um qualitätvolles Bauen im Gewerbebereich (Veranstalter: Dezernat Stadtentwicklung und Bau, Bundesstiftung Baukultur, Industrie- und Handelskammer zu Leipzig).

29. November, 18:30 Uhr: „Schöne fremde Welten“ lautet das Thema der Veranstaltung, die der Inszenierung von Stadt und der veränderten Wahrnehmung von Außergewöhnlichem gewidmet ist, sei es nun die Inszenierung von Stadthistorie, von Events oder von Freizeit- und Einkaufsorten in und außerhalb der City (Veranstalter: Architektur-Institut der HTWK Leipzig).

24. Januar 2012, 18:30 Uhr: „Stadtklima Leipzig – dem Wandel entgegen. Zwischen Klimaanpassung und Klimaschutz“ thematisiert vor allem die Fragen, welchen Beitrag Leipzig als Mitglied des Klimabündnisses zum globalen Klimaschutz leisten kann und wie Stadtquartiere sich klima- und energiegerecht umbauen lassen (Veranstalter: Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung).


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