Die Universität Leipzig muss in den kommenden Jahren 16 Millionen Euro sparen. Das ist bereits seit vergangenem Jahr bekannt. Noch unklar ist hingegen, wie genau das funktionieren soll. Zahlreiche Fachschaften der Universität haben sich jetzt für einen Offenen Brief an das Rektorat zusammengeschlossen und fordern Transparenz.

„Durch die gegenwärtigen Kürzungen an der Universität leidet nicht nur die Qualität der Lehre, sondern ist auch ihre Durchführbarkeit grundständig gefährdet“, heißt es darin. „Eine Vielzahl universitärer Organe wird zum Leistungsabbau gezwungen sein. Die daraus entstehenden Konsequenzen treffen Personal wie Studierende gleichermaßen.“

Die Fachschaften fordern Unirektorin Eva Inés Obergfell auf, Transparenz zu schaffen: wo und warum gekürzt werden soll, wie viel dabei gespart wird und wie insgesamt die Strategie des Rektorats in Bezug auf die Kürzungspolitik aussieht.

Die Fachschaften wünschen sich von Obergfell: „Kommen Sie auf uns und unsere Kommiliton*innen zu, sprechen Sie über die Situation und helfen Sie uns, gemeinsam mit Druck auf die Politik Besserungen zu erzielen.“ Der offene Brief wurde von 24 der 32 Fachschaften an der Universität unterzeichnet.

Im vergangenen Sommer wurde bekannt, dass die Hochschule 16 Millionen Euro sparen muss. Grund dafür sind fehlende „Sonderzuweisungen“ vom Freistaat. Rektorin Obergfell kündigte an, dass alle Studierenden ihr begonnenes Studium beenden können. Es solle zudem keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

Gewerkschaften, Student*innen und Mitarbeiter*innen fürchten dennoch massive Konsequenzen. Viele Stellen sind befristet und könnten nicht verlängert werden. Im Januar beteiligten sich bereits mehrere hundert Menschen an einer Demonstration gegen mögliche Kürzungen. Der Stura befürchtet, dass darunter nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Lehre leiden könnte. Schon jetzt seien viele Mitarbeiter*innen überlastet.

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