Zwei Tage in der Leipziger Baumwollspinnerei beim MACHN-Festival sind informativ, aber auch anstrengend. Interessante Menschen trifft man, interessante Projekte wurden vorgestellt und man kann nicht über alle schreiben. Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch dieses Jahr, schweren Herzens, entschieden die Keynotes und die meisten Vorträge links liegenzulassen und dafür über konkrete Projekte zu berichten.
Natürlich sprachen wir auch mit Menschen die für die Startup-Szene und MACHN wichtig sind, im letzten Artikel war das Gespräch mit Marco Weicholdt, der uns etwa über Neuerungen in diesem Jahr erzählte. Auch Eric Weber, dem CEO und Founder vom Startup Accelerator SpinLab, war bereit uns etwas über SpinLab und MACHN zu berichten.

Gespräch mit Eric Weber, SpinLab
Eric, was bedeutet MACHN für das SpinLab?
Wir kooperieren seit vielen Jahren schon mit dem MACHN-Festival weil wir daran glauben, dass wir gemeinsam mit MACHN-Festival eine überregionale Zielgruppe erreichen können. Wir haben unseren Investors Day am gestrigen ersten Tag gemacht, hatten Investoren aus Estland, aus Polen, aus Tschechien, Schweiz, Österreich, Deutschland, Amsterdam erreichen können. Und, da hilft uns so ein Festival einfach, um für die Kollegen die Anreise passend zu machen.
Der Investors Day gestern, wie ist der abgelaufen?
Wir hatten gestern über 200 Investoren da, haben mehrere Bühnen bespielt. Eine Bühne eher mit Fachthemen aus der Investorenszene, eine Bühne komplett mit Präsentationen von unseren Startups, die natürlich immer auch auf der Suche nach Investoren sind.
Also, praktisch Pitchs gemacht, die Startups. Und haben sich denn Startups und Investoren gefunden?
Ich habe schon von mehreren gehört, dass sie sich neue, weitere Follow-up-Termine gesetzt haben. Also, insofern sind die Gespräche initiiert, manche kannten sich vielleicht auch vorher schon, haben sich dann das nochmal zum Anlass genommen sich wiederzutreffen. Also, das ist ja ein Prozess, ist ja keine Transaktion, nicht wie im Supermarkt.
Beim SpinLab, was gibt’s da Neues?
Mit SpinLab sind wir ja an unseren drei Standorten in Leipzig, Hannover und Dresden aktiv, wir haben dadurch immer wieder einen neuen Zulauf an Startups. Das heißt, bei uns ist die Dynamik sehr hoch, da wir immer wieder neue Programme starten und circa 40 bis 50 neue Startups pro Jahr unterstützen. Wir haben jetzt gerade mit unserer Fondsgesellschaft, SIVentures die zweite Fondsgesellschaft erfolgreich aufgelegt, die ist auch doppelt so groß wie die erste. Wir haben daraus schon die ersten zehn Investments gemacht, also da ist eine schöne Dynamik drin und es wächst weiter.
Robert Habeck sagte gestern in seiner Rede er wünscht sich, dass immer weniger Startups in die USA abwandern. Das ist ja auch euer Thema. Wie siehst du das?
Natürlich ist es schön, wenn Startups hier entstehen, hier bleiben und damit meine ich nicht nur Deutschland, sondern insbesondere auch Leipzig und Mitteldeutschland. Dafür geben wir alle unser Bestes. Und da muss eben von ganz früh, von, ich sag’ mal, der Gründungsidee, Teamfindung bis hin zum Börsengang oder einem Verkauf vielleicht auch an ein größeres Unternehmen, die ganze Prozesskette gut funktionieren. Wir kümmern uns um einen spezifischen Teil, nämlich den Teil, wenn es um Markteinführung und erste Finanzierungsrunde geht. Das ist unser Kerngeschäft und da sind wir gut aufgestellt.
Okay, dann bedanke ich mich bei Dir, und viel Erfolg noch.

Drei Robotik-Projekte
ReBotik – Neues Leben für alte Industrieroboter
Benedikt Beigang und Jan Philipp Seeland stellten ihr Projekt ReBotik vor. Kurz gesagt geht es darum, dass Industrieroboter der älteren Generationen oft eine „starre“ Software haben. Das heißt, sie wären zwar mechanisch in der Lage andere Arbeiten, als die für sie gebaut wurden, zu erledigen, sie lassen sich aber nicht einfach umprogrammieren. Die beiden wollen das beheben und scheinen auf dem Weg zum Erfolg zu sein.
exakkt – Unkrautvernichtung mit Wasserstrahl

Unkraut zwischen Gemüsepflanzen wird im landwirtschaftlichen Bereich oft von Menschen die auf einem Jäteflieger liegen manuell gejätet. Gregor Huber, Malte Koesling und Simon, Absolventen der HTWK in Leipzig, wollen dies zukünftig von einem Roboter, KI-gesteuert mittels Wasserstrahl, erledigen lassen. Das spart stupide menschliche Arbeit und Kosten, später soll es auch den Pestizidverbrauch senken. Sie haben uns das anhand des Modells gezeigt und erklärt.
Security Robotics – Roboter für die Objektüberwachung
Roboter mit verschiedensten Sensoren bestückt, sollen künftig nicht nur gegen unbefugte Eindringlinge in Objekten helfen. Auch die Meldung von Gaslecks, Wasserschäden, entstehenden Bränden und die Durchführung von Inspektionen gehört zu ihren Aufgaben. Der CEO von Security Robotics, Aleksej Tokarev sprach mit uns über das Startup.
Fazit: Es gibt viele neue Ideen, Startups die diese umsetzen und Akteure die sie dabei unterstützen. Einige davon konnten wir beim MACHN-Festival treffen. Im letzten Artikel kommen dann noch der Startup Verband und einige Startups zu Wort.
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