Nach der Keynote von Robert Habeck, dem ersten Rundgang über das MACHN-Gelände und den ersten Gesprächen mit den wunderbaren Menschen, habe ich festgestellt, dass sich einiges verändert hat gegenüber dem Vorjahr. Also habe ich Marco gesucht und gefunden und ihn zu den Neuerungen befragt. Marco Weicholdt ist Mitgründer und Leiter des MACHN-Festivals. Wer, wenn nicht er kann uns etwas dazu sagen? Wir haben das Video transkribiert und, aus Gründen der Lesbarkeit, bearbeitet.
Marco, Du bist der Festival-Chef von MACHN26. Was ist neu, was ist anders?

Wir sind im fünften Jahr des Festivals, fünf Jahre MACHN. Wir haben eine komplett neue Halle angemietet, um die gewachsenen Marketingthemen in einer eigene Haller, der Marketingstage, unterzubringen. Das heißt, die Themen die in den letzten Jahren auch schon sehr, sehr stark waren. Die Trends, die wirklich für die Professionals nicht nur auf der Oberfläche, sondern tatsächlich auch konkrete Beispiele aus der Praxis zu nehmen. Wir haben ein KI-Barcamp am zweiten Tag, wo man Themen selber einbringen kann. Also jeder Festival-Gast kann hier Fragen stellen oder eigene Best Practices einbringen. Und generell haben wir über 2000 Leute, die neugierig sind, aus der Kreativwirtschaft, aus der Startup-Bubble, aus der etablierten Wirtschaft, aus dem Technologiebereich. Und das ist ein Mix, der ganz großen Spaß macht.
Sag mal was zu den Leuten die hier ihre Projekte vorstellen. Sind das mehr geworden, sind das weniger geworden? Erster Eindruck, ist es sind weniger.
Wir haben eine bunte Mischung tatsächlich. Wir haben sowohl Unternehmen als auch Startups, Forschergruppen. Wir sind ja selber jetzt auch Startup Factory. Also zum ersten Mal ist boost der Veranstalter von dem Festival. Das Festival selber ist das gleiche Format, aber findet jetzt im Rahmen von Start-up Germany statt, also vom BMWE unterstützt, dass wir gerade den Gründerinnen und Gründer der jungen Generation ermöglichen wollen groß zu denken. Das heißt, die Startup Pitches haben eine andere Qualität in diesem Jahr, weil wir sehr viel enger mit den Universitäten und Frauenhofern und Institutionen zusammenarbeiten. Und die Startup Pitches sind auch verschränkt mit dem Investors Day, der parallel stattfindet. Das heißt, man findet hier potenzielle Mitgründerinnen und Mitgründer, man findet Geldgeber und man findet natürlich ganz viele Feedbackgeber.
Wir freuen uns über den Zulauf, den MACHN hat. Es sind wieder über 2000 Menschen gekommen, tatsächlich auch sehr viel überregionales Publikum. Wir freuen uns natürlich, wenn wir die Leipziger erreichen, aber noch viel mehr, wenn quasi um Leipzig herum ganz viele Leute anreisen. Auch wenn das heute mit dem Zug ein bisschen schwer war, habe ich gerade gehört. Aber die, die da sind, sind gerne da. Und das freut uns natürlich riesig, dass man auch so ein Gelände wie die Baumwollspinnerei und die Leipziger Atmosphäre in die Republik tragen kann.
Dann sehen wir uns spätestens nächstes Jahr wieder, Danke schön.
Mein Eindruck war, wie ich auch Marco sagte, dass in diesem Jahr weniger Gründerinnen und Gründer mit Ständen vertreten waren. Es wurden aber viele interessante Projekte vorgestellt, wir haben mit insgesamt 14 Startups bzw. Firmen gesprochen und hier sind die ersten Ergebnisse. In diesem Artikel geht es um Apps für verschiedene Anwendungen. Ob Leserinnen oder Leser diese sinnvoll finden, bleibt diesen überlassen.
NinoNauten – Navigationssystem für Familien mit Kindern
Ulrike Winter-Bergmann stellte uns am Stand von future SAX die App NinoNauten vor. Wer sucht nicht bei Google Maps, wenn man ein Café, Restaurant oder ähnliches braucht? Braucht man aber eine Toilette für sein Kind, einen Wickelraum oder auch einen barrierefreien Spielplatz, dann hilft „Tante Google“ meist nicht weiter. Ulrike sagt dazu: Wir stellen nicht die Orte in den Mittelpunkt, sondern die Bedürfnisse der Kinder. „Braucht Dein Kind eine reizarme Umgebung, einen Wickelplatz, hast Du einen Rollstuhl dabei? All das kannst Du auf unserer Karte filtern und NinoNauten zeigt Dir die passenden Orte für die Bedürfnisse Deiner Kinder.“ Ein, finde ich, spannendes Projekt. NinoNauten soll demnächst in Leipzig verfügbar sein und später deutschlandweit ausgerollt werden.

Mit Qrush durch die Nacht
Nachts etwas unternehmen, in welcher Bar oder welchem Club ist etwas passendes los und wo sind meine Freunde? Die App Qrush soll helfen das herauszufinden. Hagen Herzog sprach mit uns über die App für Party People und die Web-Anwendung für Locations. Die App ist schon deutschlandweit verfügbar.
carbonx, die App für den CO2-Fußabdruck
Am Stand von StarTH, dem Thüringer Hochschulgründungsnetzwerk, trafen wir Sarath Nagineni, Student an der Hochschule Nordhausen, der das Projekt carbonx vorstellte. Da wir das Gespräch nicht auf Englisch führen und aufzeichnen wollten erklärte sich Gründungscoach Christian Zoll dazu bereit, die Vorstellung zu übernehmen.

Mit carbonx kann man seinen täglichen CO2-Fußabdruck, den man durch diverse Aktivitäten schafft, messen. Man bekommt Empfehlungen zur Reduzierung und es gibt auch eine Challenge. Es gibt Punkte, die man bei Partnerunternehmen einlösen kann. Sarath sucht für sein Team noch Mitstreiter.
„peace“, Pedagogical Agent for Children Emotions
Last not least, irgendwo muss ja der Artikel enden, stellte uns Johanna Eller von der Universität Leipzig, Zentrum für frühkindliche Entwicklung (HumanKind) das Projekt „peace“ vor. Kurz beschrieben ist „peace“ ein KI-gestützter Lernassistent für sozial-emotionale Lerneinheiten, in der frühkindlichen Bildung. Johanna erklärt das im Video genauer, keinesfalls soll die KI hier Fachpersonal ersetzen.
Fazit: Es gibt Neues beim MACH-Festival, wie Marco erzählte, und die Gründerinnen und Gründer sind im Bereich der Entwicklung von neuen Apps sehr aktiv. Im nächsten Artikel kommt dann das SpinLab zu Wort und wir reden über Robotik.
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