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Es waren 20.000 Menschen für die Abschlusskundgebung und die große Demonstration des diesjährigen CSD in Leipzig prognostiziert, nach unserer Schätzung wurde diese Zahl auch erreicht. Der Augustusplatz war 11.00 Uhr, also zum Beginn der Veranstaltung, schon gut gefüllt und es wurden immer mehr Menschen.
Etwas verspätet, nach der Verlesung von Hinweisen und Auflagen, eröffneten Drag Queen Luna Neptune und Oliver Viehweg die Veranstaltung und begrüßten die Anwesenden herzlich.

Die Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Vielfalt, Dr. Martina Münch, begann die Runde der Redebeiträge mit ihrem Grußwort. Sie sprach besonders zur Geschichte des CSD in Leipzig: „Am 28. Juni 1992 fand in Leipzig der erste Christopher Street Day statt. Damals war das eine Handvoll Plakate, eine kleine Gruppe von Menschen, mehr war das nicht. Es war der erste CSD in Ostdeutschland und er war der Anfang von dem, was heute und vor allen Dingen auch noch später für den Umzug und auch für das Fest hier auf den Platz bringt.“ Das gesamte Grußwort ist im Video nachzuhören.
Wir haben uns die weiteren Redebeiträge nicht angehört sondern einen Rundgang über den Platz gemacht und mit Menschen, Organisationen und Parteien gesprochen. Die Frage war immer: Wer seid Ihr und warum seid ihr beim CSD dabei?

Interviews auf dem CSD
Los ging es mit den „Rainbow Bulls“, dem queeren Fanprojekt von RB Leipzig. Rüdiger gab uns gern Auskunft.

Was macht eigentlich die FDP auf dem CSD? Das fragten wir den Kreisvorsitzenden Alexander Gunkel und den designierten Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl Alexander Türpe.
Mit „Democrats Abroad Saxony“ war auch eine US-amerikanische Initiative vor Ort. Was macht ihr und warum seid ihr heute hier? Fragten wir Therese.
Es gab auch Menschen die, aus verschiedenen Gründen, nicht mit uns sprechen wollten. Seltsam war ein Stand der Uni Leipzig, da gab es niemanden der von der Kommunikationsabteilung autorisiert war. Ansonsten war der häufigste Grund Selbstschutz, die Menschen wollten nicht so präsent in Bild und Ton auftreten.

Es gelang uns Romy von Red Umbrella Leipzig, Jonathan von der Aidshilfe Deutschland und Udo von der Aidshilfe Leipzig, nach ihrem gemeinsamen Auftritt auf der Bühne, für ein Statement vor unserer Kamera zu gewinnen. Themen waren Sexarbeit, Safer Sex und anderes.
Stephanie Henkel und Anne Giermann von der Piratenpartei waren auch auskunftsfreudig, besonders interessierte uns, warum die Dresdner Piraten zum CSD nach Leipzig kommen.

Auch in der queeren Community, vielleicht auch besonders dort, gibt es Menschen mit Depressionen. Das „Leipziger Bündnis gegen Depressionen e.V.“ war ebenfalls vertreten und Paul sprach mit uns über dessen Arbeit.
Viele Unternehmen waren beim CSD vertreten, Ansprechpartner zu finden war nicht leicht, bei arcadis sprachen wir mit Sonja Schlund.

Bei Amnesty International sprachen wir mit Dyno von der Hochschulgruppe unter anderem über eine Petition, die Amnesty überreichen will.
Die CSD-Demo

Schon war es 13.00 Uhr, die CSD-Demo startete etwas verspätet und wir haben den Start und den Vorbeizug auf der Kreuzung vor der alten Hauptpost in Gänze auf Video festgehalten. Es dauerte etwa 40 Minuten bis das Ende des Demozuges an uns vorbei war, wir haben also das Video geschnitten und auf etwa 15 Minuten reduziert.
Der Start verlief störungsfrei, die Ordner hatten trotzdem alle Hände voll zu tun. Die Straßenbahnen fuhren vom Hauptbahnhof kommend in Richtung Johannisplatz und einige Demo-Teilnehmer waren immer mal wieder zu nah am Gleiskörper. Im Video ist das auch zu hören.
Nach der CSD-Demo gab es noch ein Straßenfest auf dem Augustusplatz, wir waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr vor Ort, haben aber von Teilnehmenden gehört, dass es sehr schön war.
Fazit: Die Pride-Woche 2026 mit dem gestrigen Abschluss ist vorbei, das Motto „Keine Ruhe, kein Zurück – Queere Rechte Stück für Stück!“ bleibt. Bis zum CSD 2027 gibt es viel zu tun.
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