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Ein Rohrschaden in der Käthe-Kollwitz-Straße in der Nacht hat die Wasserversorgung vorübergehend lahmgelegt, der Individualverkehr bleibt noch ein paar Wochen ausgebremst. Und: Es wurde bekannt, wer dem gefallenen Unionsfraktionschef Jens Spahn im Bundestag voraussichtlich nachfolgen wird. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Rohrbruch in Käthe-Kollwitz-Straße: Sperrung voraussichtlich bis Mitte August
Aufgrund eines Rohrschadens ist die Käthe-Kollwitz-Straße stadteinwärts in Höhe Marschnerstraße bis auf Weiteres für den Individualverkehr gesperrt: Wie die Leipziger Gruppe am frühen Mittwochmorgen informierte, sei unter anderem die Wasserversorgung für die Anwohner eingeschränkt gewesen, weswegen ein Wasserwagen bereitgestellt werden musste.
Am Mittag wurde dann ein Update durchgegeben: Die Durchfahrt zwischen Marschnerstraße und Hauptmannstraße ist für den Individualverkehr weiterhin nicht möglich, wohingegen Straßenbahnen ab Mittwochnachmittag wieder verkehren sollen. Es ist aber ratsam, sich im Störungsmelder der LVB über die aktuelle Situation zu informieren, was die Tram-Linien 1, 2 und 39 betrifft.
Auch der in der vergangenen Nacht entstandene Schaden an der Trinkwasserleitung ist inzwischen repariert. Der Neuaufbau der stark befahrenen Straße allerdings brauche bis voraussichtlich 14. August Zeit.
Frei macht’s: Kanzleramtschef beerbt Jens Spahn bei Unionsfraktionsvorsitz
Kanzleramtschef Thorsten Frei soll die Nachfolge von Jens Spahn als Vorsitzender der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag übernehmen: Dies melden heute mehrere Medien. Demnach hätten sich die Chefs von CDU und CSU, Friedrich Merz (70) und Markus Söder (59), gemeinsam verständigt.
Der offizielle Amtsantritt von Thorsten Frei soll nach dessen fraktionsinterner Wahl in einer Woche erfolgen. Der 52-jährige Schwarzwälder ist seit 2013 Mitglied des Bundestags, war 2021 bis 2025 Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gilt als Vertrauter von Bundeskanzler Merz, der ihn im Mai 2025 ins Kanzleramt holte. Wer Frei dort nachfolgt, ist noch nicht geklärt.
Der bisherige Unionsfraktionschef Jens Spahn war am Wochenende nach massiver Kritik zurückgetreten: Der 46-Jährige hatte bekanntgemacht, dass er und sein Mann mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden seien. Leihmutterschaft ist in Deutschland verboten, was Spahn selbst in seiner politischen Funktion befürwortet hatte. Entsprechend wurden dem früheren Bundesgesundheitsminister aufgrund seines privaten Verhaltens vielfach Heuchelei und Doppelmoral vorgeworfen.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Energie, Wasser, ÖPNV: Leipzigs Stadtkonzern schafft auch 2025 ein 30-Millionen-Euro-Plus
Und der Axel-Springer-Award 2026 geht an: Peter Thiel! Warum das nicht verwundert
Antwort auf einen Leserkommentar: Hat Ilko-Sascha Kowalczuk eine Faschismus-Definition? Hat er.
Was sonst noch los war:
In Bautzen kam es zum Brand eines Stromcontainers.
Erneut wurde die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt/Main durchsucht: Die Maßnahme der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft soll wegen des Verdachts auf mutmaßlich krumme Aktiengeschäfte des Tochterunternehmens Postbank erfolgt sein.
Das Landgericht Bonn wies die Klage eines Unternehmers gegen den Bund ab: Der Mann hatte annähernd eine halbe Milliarde Euro wegen eines Maskendeals in der Corona-Zeit eingefordert.
Bei den Ermittlungen um die dem Reichsbürger-Spektrum zugerechnete und inzwischen verbotene Gruppe „Königreich Deutschland“ ist gegen vier mutmaßliche Köpfe Anklage erhoben worden, darunter ist auch Gründer Peter Fitzek (60).
Kalenderblatt: Vor 15 Jahren erschüttern die Anschläge von Norwegen die Welt
Am 22. Juli 2011 wird Norwegen von schweren Anschlägen erschüttert, die grausigen Bilder gehen um den Erdball: Acht Personen sterben bei vorsätzlich herbeigeführten Explosionen im Regierungsviertel von Oslo, weitere 69 überwiegend junge Menschen durch Gewehrschüsse eines vermeintlichen Polizisten auf der Insel Utøya, wo die Jugendorganisation der Arbeiterpartei ihr Feriencamp hat. Eine Antiterror-Einheit beendet das unfassbare Massaker am späten Nachmittag und nimmt den Täter Anders Behring Breivik fest.

Der damals 32-jährige Rechtsextremist gesteht, ohne Reue zu zeigen, und macht ernsthaft geltend, er habe Norwegen vor Islam, „Kulturmarxismus“ und Multikulturalismus verteidigen wollen. 2012 erhält er die Höchststrafe von 21 Jahren Haft plus Sicherungsverwahrung. Versuche des Massenmörders, vor Gericht seine Freilassung zu erstreiten, sind bislang gescheitert. Er sitzt weiter ein.
Doch eine Ideologie lässt sich nicht wegsperren: Wie aktuell das Thema ist, zeigt sich auch am rassistischen Anschlag von München 2016, der neun Menschen das Leben kostete und sich heute zum 10. Mal jährt.
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