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Die Leipziger sind größtenteils längst in den Ferien. Bei der Leipziger Gruppe hat man hingegen noch lange gerechnet. Am Montag, dem 20. Juli, stellte der Stadtkonzern nun seine Endabrechnung für das Geschäftsjahr 2025 vor. Besonders stolz ist die Geschäftsführung darauf, dass man in den Geschäftsfeldern Energie, Mobilität und Wasser die Summe der Investitionen auf 374 Millionen Euro steigern konnte.
Im Vorjahr waren es noch 331 Millionen Euro gewesen. Mit einem Ergebnis von 32,7 Millionen Euro (Vorjahr 39,2 Millionen Euro) hat die Konzernholding Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (LVV) das Geschäftsjahr 2025 insgesamt positiv abgeschlossen.
„Im zehnten Jahr der Leipziger Marke hat sich die Gruppe als Stabilitätsanker und Garant sicherer Daseinsvorsorge sowie nachhaltiger Gestaltung unserer lebenswerten Stadt etabliert. Mit der begonnenen Wärmewende haben wir die nächste große Etappe eingeleitet, um Leipzigs Lebensqualität noch weiter zu steigern und wichtige Beiträge für unsere Klimaschutzziele umzusetzen“, kommentierte Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger Gruppe, das Ergebnis.
In dem auch eine wichtige Unterstützung für den ÖPNV in Leipzig steckt, denn mit 94,1 Millionen Euro (Vorjahr: 90,6 Millionen Euro) hat die LVV aus eigenen Mitteln die Verkehrsbetriebe unterstützt und so den Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag mit der Stadt Leipzig erneut erfüllt.
„Die Rahmenbedingungen sind leider weiterhin herausfordernd und hochvolatil – sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Die Leipziger Gruppe sorgt dennoch dafür, dass sich die Menschen vor Ort auf Energie, Mobilität und Wasser verlassen können“, erklärte am Montag Karsten Rogall, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Gruppe.
Die wachsende Mitarbeiterzahl spreche auch für die Attraktivität der Unternehmen und ihr steigendes Leistungsvolumen: „Unsere nunmehr rund 5.500 Mitarbeiter – im Vorjahr waren es rund 5.300 – zeigen jeden Tag vollen Einsatz für Leipzigs Gegenwart und Zukunft. Wir haben ein arbeitsreiches Jahr hinter uns und sind stolz auf das Ergebnis. Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Kurs sind und Leipzig kontinuierlich jedes Jahr ein Stück weit lebens- und liebenswerter machen.“
Fahrgastzuwächse bei den LVB
Im Mobilitätsbereich stellten die LVB wieder neue Rekorde auf: Die Fahrgastzahlen stiegen von 166,9 Millionen im Vorjahr auf 171,2 Millionen im Geschäftsjahr 2025. Die Verkehrsbetriebe erreichten somit zum zweiten Mal in Folge die höchsten Fahrgastzahlen seit den frühen 1990er Jahren.
„Dazu trugen erfolgreiche Angebotsverbesserungen bei – auf dem Weg zum Liniennetz der Zukunft“, betonte Rogall. „Neben den zahlreichen Angebotsverbesserungen und Bonusprogrammen beeinflussten die steigenden Absatzzahlen für das Deutschlandticket sowie Großveranstaltungen wie das Turnfest die Entwicklung positiv.“
Die Zahl der ABO-Kunden erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf gut 220.000 (Vorjahr 213.000). Die LVB investierten unter anderem in neue E-Busse sowie Ladetechnologie, in den Erhalt und die Modernisierung der Infrastruktur (zum Beispiel in der Dieskaustraße) und erwarten neue E-Busse sowie Straßenbahnen.
Wasserwerke und Stadtwerke
„Die Wasserwerke stehen mit ihren umfangreichen Maßnahmen bei Netzen und Anlagen erneut für eine langfristig zuverlässige und umweltschonende Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung“, sagt Rogall. „Der Ausbau des Klärwerks Rosental, die größte Einzelinvestition der Leipziger Wasserwerke in ihrer Geschichte, ist gestartet. Das neu gebaute und im Vorjahr eröffnete Sportbad am Rabet, betrieben von unseren Sportbädern, erfreut sich einer hohen Beliebtheit“, betont Rogall. „Auch das ist ein Stück urbane Lebensqualität.“
Die Stadtwerke seien mehr denn je Treiber der Energie- und Wärmewende. „Wir haben unsere PV-Flächen sowohl im ländlichen als auch im urbanen Raum vergrößert. Neue E-Ladestationen sind entstanden. Unsere Solarthermie Leipzig West – die derzeit größte Solarthermie-Anlage Deutschlands – speist seit diesem Sommer grüne Fernwärme ein.“
Darüber hinaus wollen die Leipziger Stadtwerke mit CO₂-freier Abwärme aus der Raffinerie Leuna für warme Wohnungen sorgen: Der im Jahr 2025 dafür gestartete Bau liegt im Plan. Über die 19 Kilometer lange Leitung könnten ab 2028 rund 38 Prozent des Leipziger Fernwärmebedarfs mit grüner Fernwärme abgedeckt werden. Und: Mit dem Fernwärme-Pilotquartier Südvorstadt-Westseite bringen die Stadtwerke Stück für Stück weitere Straßen neu an die Fernwärme.
Im zurückliegenden Geschäftsjahr lag das operative Ergebnis des Konzerns, gemessen am EBITDA, bei 313,1 Millionen Euro (2024: 322,4 Millionen Euro). Der EBITDA-Wert beschreibt den aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens erwirtschafteten Gewinn ohne Berücksichtigung von Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
Der Rückgang im Konzernumsatz, binnen Jahresfrist von 2.652 auf 2.351 Millionen Euro, ist vor allem auf sinkende Preise an den Handelsbörsen für Energie zurückzuführen.
„Diese Entwicklung war 2025 Teil der allgemeinen Normalisierung im Energiemarkt nach davorliegenden turbulenten Jahren“, so Volkmar Müller, kaufmännischer Geschäftsführer der Leipziger Gruppe. „Entscheidend ist aber am Ende das, was unterm Strich steht – und das ist ein gutes Ergebnis.“
Mit seinen Investitionen habe der Konzern Leipzigs Infrastruktur weiter gestärkt. „In den vergangenen fünf Jahren haben wir rund 1,8 Milliarden Euro in Leipzigs Lebensadern investiert. Das war eine starke Leistung.“
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