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Die Bahnen fahren nach Abschluss der Großbaustelle am Hauptbahnhof wieder regulär – doch bei der Gleiserneuerung werden wohl noch Nacharbeiten erforderlich sein. Und: Ein Rohrschaden beeinträchtigte vorübergehend die Trinkwasserversorgung in einigen Ortschaften im Osten Leipzigs. Die LZ fasst zusammen, was am Dienstag, dem 18. August 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Gleisanlage am Hauptbahnhof: Es muss wohl noch nachjustiert werden

Pünktlich mit Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien konnte die Gleisanlage am Hauptbahnhof nach wochenlangen Bauarbeiten wieder freigegeben werden – soweit die gute Nachricht. Doch wie nun bekannt wurde, ist das Ergebnis nicht wie erhofft ausgefallen: „Es gab Qualitätsabweichungen in der Bauausführung“, bestätigte LVB-Sprecher Marc Backhaus am Dienstagnachmittag auf LZ-Anfrage. Der Neubau müsse eigentlich für zehn Jahre der Belastung des täglichen Verkehrs standhalten. Das scheint momentan nicht gegeben.

Die unmittelbaren Konsequenzen sind für Fahrgäste derzeit noch überschaubar: „In der Abwägung haben wir uns für das Fahren entschieden“, so Backhaus. „Die Anlage ist betriebsbereit.“ Der ÖPNV fährt nach Plan. Vorerst gelten im Bereich Kurt-Schumacher-Straße aber 10 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Straßenbahnen. Busse dürfen die Gleise aktuell nicht befahren, was zur Folge hat, dass die Linien 72 und 73 am Hauptbahnhof, Goethestraße Steig J, enden. Ihr Start erfolgt an der Ersatzhaltestelle Hauptbahnhof in Höhe Fußgängerüberweg (Mobi-Turm). Der 89er-Bus bedient einen Ersatzhalt in Höhe Westhalle. Die Haltestelle Hauptbahnhof (Steige A–D) kann er nicht bedienen, auch Nightliner halten am Fahrbahnrand.

Nachbesserungsmaßnahmen an den Gleisen würden mit dem Baupartner abgestimmt und rechtzeitig nach außen kommuniziert, kündigte Backhaus an. Die LVB hatten seit Anfang Juli über die Sommerferien die Gleiskurven an der Westseite des Hauptbahnhofs erneuern lassen. Zudem wurden an der Ostseite Trinkwasserleitungen gewechselt. 

Rohr geplatzt: Menschen zeitweise auf dem Trockenen

Die Trinkwasserversorgung im Osten Leipzigs war in der Nacht zu Dienstag zeitweise gestört. Ursache sei ein Rohrschaden gewesen, dessen Folgen die Gebiete Althen, Borsdorf, Engelsdorf, Paunsdorf und Zweenfurth betraf, teilten die Wasserwerke mit. Es sei zu Druckminderungen und Einschränkungen in der Versorgung gekommen.

Die Feuerwehr war seit 02:15 Uhr im Einsatz. In Borsdorf wurde die Neue Straße gesperrt. Wie die Leipziger Volkszeitung meldet, war die Wasserversorgung am Dienstagmorgen wiederhergestellt. Eine geplatzte Hauptwasserleitung im Borsdorfer Ortsteil Panitzsch habe die Probleme wohl ausgelöst. Inzwischen trete kein Wasser mehr aus.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Erste Bilanz: Welche Auswirkungen hatte die Hitzewoche Ende Juni auf Leipzig und seine Bewohner?

22. August: Figurentheaterzentrum Westflügel Leipzig lädt ein zum Lambe-Lambe-Fest

Hallo Leipzig: So startet Dienstag, der 18. August 2026

Am 22. August ist es wieder so weit: Das Bach-Museum lädt ein zum Sommerfest

10.900 Mieterhöhungen: Petition gegen die stadteigene Wohnungsgesellschaft LWB

Was sonst noch so los war:

Gegen den Freiberger OBM Philipp Preißler läuft ein Disziplinarverfahren: Der 41-Jährige soll kürzlich in einem Leipziger Innenstadthotel randaliert und Polizeibeamte verletzt haben.

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (49, CDU) gibt sich betont gelassen, nachdem zwei BSWler angekündigt hatten, das Regierungsbündnis nicht mehr unterstützen zu wollen. In Thüringen existiert seit Dezember 2024, erstmals in Deutschland, eine sogenannte Brombeerkoalition aus CDU, SPD und BSW. Ein ähnliches Modell war in Sachsen gescheitert.

Besser spät als nie: Mit einem Geständnis begann vor dem Koblenzer Landgericht der Prozess gegen einen Mann, der vor fast 32 Jahren eine US-Touristin ermordet haben soll. Das Gewaltverbrechen vom September 1994 konnte erst jüngst durch neue DNA-Analysen dem Verdächtigen zugeordnet werden, der inzwischen 81 ist.

Die Großfeuer in Belgien wirken sich auch bis nach Deutschland aus.

Kalenderblatt: Vor 50 Jahren verbrannte sich der Pfarrer Oskar Brüsewitz in der DDR

Am 18. August 1976 übergießt sich der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz auf dem Zeitzer Marktplatz in aller Öffentlichkeit mit Benzin und zündet sich an, nachdem er Protestplakate gegen die repressive Kirchenpolitik der DDR an seinem Wartburg befestigt hatte. Vier Tage später wird der 47-jährige Mann an seinen schweren Verletzungen sterben. Obwohl Sicherheitskräfte die Spuren des Fanals schnell beseitigen, können sie nicht verhindern, dass der „Fall Brüsewitz“ in der Bevölkerung bekannt und auch in der westdeutschen Presse thematisiert wird.

Die DDR-offizielle Lesart stempelt den Verstorbenen, der für seine Frömmigkeit und kompromisslose Gegnerschaft zur SED-Politik bekannt war, verleumderisch als Psychopathen ab. Kirchenvertreter, Kritiker und Oppositionskräfte dagegen sehen eine Verzweiflungstat. Von einer „Tat an der Grenze des Verantwortbaren aus einer unvergleichlich starken Bezeugung einer verzweifelten Situation, nicht eines Menschen, sondern eines Landes“ spricht der Kirchenhistoriker Friedemann Stengel heute im Deutschlandfunk.

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