Für zehntausende Kinder und Jugendliche in Sachsen startete am heutigen Montag das neue Schuljahr. Außerdem: In Belgien und Deutschland breiten sich großflächige Waldbrände weiterhin aus und die BSG Chemie Leipzig wird von ihrem ehemaligen Trainer angeklagt. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 17. August 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Die Schule in Sachsen geht wieder los

In Sachsen hat am heutigen Montag das neue Schuljahr begonnen. Für etwa 37.7000 Schulanfänger*innen bedeutet es, zum ersten Mal die Schulbank zu drücken. In Leipzig wurden am Wochenende rund 4.880 Kinder eingeschult. Insgesamt startete die Schule in der Messestadt für mehr als 60.000 Schülerinnen und Schüler.

Mit dem Beginn des Schuljahres 2026/2027 wurden außerdem mehrere neue Schulen in der Stadt eröffnet: So zogen zum ersten Mal Schülerinnen und Schüler auf den Bildungscampus am Lene-Voigt-Park in Reudnitz mit dem Bezug des fünfzügigen Neubaus für die Wilhelm-Busch-Schule in der Reichpietschstraße. Weiterhin ging das vierzügige Gymnasium Schraderhaus im Täubchenweg an den Start. Auch die Schülerinnen und Schüler der Petrischule konnten zum Schuljahresbeginn dauerhaft den neuen Schulstandort in der Glockenstraße beziehen.

Pünktlich zum Schulstart: Bahnhofs-Baustelle erledigt

In der Stadt hat man sich bemüht, zum Schulstart auch einige laufende Baustellen zu beenden: Wie die Verwaltung mitteilte, läuft der Verkehr am Leipziger Hauptbahnhof wieder wie gewohnt. Auch die Bus- und Straßenbahnlinien kommen vor Ort wieder ohne Umleitungen aus. Die Hauptlinien verkehren im 10-Minuten-Takt.

Großbrand in Belgien

Im Naturschutzgebiet Hohes Venn an der deutsch-belgischen Grenze kämpfen zahlreiche Einsatzkräfte noch immer mit dort wütenden Flammen. Ein Waldbrand hält die Region seit vergangenem Freitag in Atem. Bewohner*innen in den nahegelegenen Gemeinden Waimes und Bütgenbach in der Provinz Lüttich mussten evakuiert werden, ebenso Teile der Stadtbevölkerung vom deutschen Monschau.

Mehr als 250 bereits im Einsatz stehende belgische Feuerwehrkräfte bekamen am heutigen Montag Unterstützung aus Aachen. Auch aus anderen europäischen Ländern kam Hilfe: Die Niederlande entsandten Löschhubschrauber, Schweden stellte zwei Löschflugzeuge bereit.

Die Bekämpfung des Brandes findet unter schwierigen Bedingungen statt: Anscheinend breitet sich das Feuer in Gegenden aus, in die ein Vordringen nur schwer möglich sei, da es sich zum Teil um s Heidelandschaft und Torfmoor handelt. Deshalb sei man auf den Einsatz von Hubschraubern angewiesen.

Das Feuer ist der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte Belgiens. Rund 3.000 Hektar Fläche sind seit Ausbruch des Brandes am Freitag bereits zerstört worden.

Feuer im Schwarzwald

Ebenso versuchen etwa 350 Einsatzkräfte im Schwarzwald, einem Waldbrand Herr zu werden. Das Feuer bei Schramberg hatte sich über Nacht von Sonntag auf Montag erheblich ausgebreitet. Auch hier erschweren örtliche Gegebenheiten die Löscharbeiten. Bereits etwa zehn bis zwölf Hektar Fläche sind dort durch die Flammen zerstört worden.

Ex-BSG-Chemie-Leipzig-Trainer klagt Verein an

Bereits am gestrigen Sonntag war in einer Mitteilung der BSG Chemie Leipzig zu erfahren, dass der ehemalige Tainer, Miroslav Jagatic, Klage gegen den Verein eingereicht hat. Jagatic war im Dezember 2024 freigestellt worden, erhält aber bis zum Auslaufen seines Vertrages im kommenden Jahr weiterhin volles Gehalt von seinem alten Arbeitgeber.

Bereits im Juni ging seine Entfristungsklage vor dem Arbeitsgericht Leipzig gegen die BSG Chemie Leipzig ein. Das Gericht möge feststellen, dass der befristete Arbeitsvertrag nicht aufgrund der Befristung zum 30.06.2027 endet, sondern darüber hinaus auf unbestimmte Zeit fortbesteht.

Generell gilt: Für die Befristung eines Arbeitsverhältnisses nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) bedarf es grundsätzlich eines Sachgrundes, sonst ist eine Befristung auf maximal zwei Jahre zulässig.

Vonseiten der BSG Chemie heißt es: „Aus Sicht der BSG Chemie Leipzig und zahlreicher anderer Fußballvereine gibt es für die Befristung eines Arbeitsvertrags zwischen Verein und Trainer – auch, wenn dieser schon lange im Verein beschäftigt ist – gute Gründe. […] Verfügt er über diese Motivationsfähigkeit nicht mehr (sogenannter Verschleißungstatbestand), müssen Vereine für die Erreichung der gesetzten sportlichen Ziele in der Lage sein, ihren Trainer von seinen Aufgaben zu entbinden und sich von ihm zu trennen.“

Bisher sei es Usus in der gesamten Fußballbrnache, Trainer aus dieser „Eigenart der Arbeitsleistung“ zu entlassen. Eine höchstrichterliche Entscheidung durch das Bundesarbeitsgericht zur Streitfrage – und damit eine klare Rechtsprechung – gibt es bisher nicht. Sollte Jagatic Recht bekommen, könnte dies, so der Verein, „Auswirkungen nicht nur für unseren Verein, sondern die gesamte deutsche Fußballlandschaft.“

Hitzesommer und hochaktueller Kafka

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Hitzesommer 2026, Teil 1: Tropennächte und Hitzeschutzpläne

Die Tragik des Josef K.: Warum Kafkas „Der Prozess“ auch heute noch hochaktuell ist – ein Gastbeitrag

Hitzesommer 2026, Teil 2: Trockenheit in Binnenschifffahrt und Landwirtschaft

Hitzesommer 2026, Teil 3: Wie schützen wir unser Trinkwasser?

Evakuierung wegen Weltkriegsbombe

Was heute außerdem wichtig war: Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe am gestrigen Sonntag in Heidenau im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge begannen am heutigen Montagmorgen die Evakuierungsmaßnahmen rund um das Gebiet an der Elbe. Davon waren etwa 3.800 Personen betroffen. Nachdem der Bereich geräumt war, konnten die Arbeiten zur Entschärfung beginnen. Gegen 14 Uhr wurde der Sperrbereich wieder aufgehoben.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar