In einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren entstehen derzeit städtebauliche und architektonische Entwürfe für den rund 2,5 Hektar großen Bereich am Bahnhof Plagwitz (Nordteil – West). Um sich ein Bild von diesen Plänen zu machen, sind interessierte Bürger am Freitag, 11. September, zu einer Gläsernen Werkstatt eingeladen: In der VDI-GaraGe (Karl-Heine-Straße 97, 04229 Leipzig) präsentieren Vertreterinnen von drei Architekturbüros zwischen 14 und 20 Uhr ihre Ideen für das Areal, einen Teil des 21 Hektar großen Gleis-Grünzugs im Leipziger Westen.
Die Besucher können vor Ort mit den Mitarbeiterinnen ins Gespräch kommen, lädt das Dezernat Stadtentwicklung und Bau ein, Fragen zu den Entwürfen stellen und ihre Ansichten einbringen. Ab 18 Uhr werden alle Pläne noch einmal vorgestellt, das Verfahren und die nächsten Schritte erläutert.
Die drei Büros haben in dem Wettbewerbsverfahren dann bereits die erste Hürde genommen und sich unter ursprünglich sieben beauftragten Büros durchgesetzt. Die Eigentümerin der Fläche, die LEWO AG, hat dieses Verfahren Anfang Juni auf den Weg gebracht – unterstützt vom Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig. Dabei sollen ein tragfähiger städtebaulicher Entwurf und architektonische Aussagen zu den Hochbauten sowie dem besonderen Charakter des Ortes entwickelt werden. Eine Jury entscheidet im November abschließend über die Pläne.
Grundlage des Verfahrens bildet das Ergebnispapier zum „Kooperativen Beteiligungsprozess zum Bebauungsplan Nr. 380.2 ‚Grüner Bahnhof Plagwitz – Nordteil/West‘“. Es wurde 2023 und 2024 in einem Beteiligungsprozess erarbeitet und mündete in einen Kompromiss zwischen Stadtgesellschaft, Politik, Verwaltung sowie der Eigentümerin zur Entwicklung des Areals. Zentrale Prämisse ist demnach, dass das Gebiet entlang der Ladestraße West zwischen der Naumburger Straße im Norden bis zum Wasserturmplatz bebaut werden kann, südlich davon soll der Freiraum jedoch erhalten bleiben. Die Denkmäler im nördlichen Bereich sowie der Wasserturm sollen durch die Eigentümerin saniert, der Westbahnhof hingegen perspektivisch an die Stadt übergeben werden.
Eine weitere Leitlinie des Ergebnispapiers bezieht sich auf den angestrebten Nutzungsmix von Flächen für Gewerbe, Kreativwirtschaft, Gemein- und Sozialwesen sowie für Wohnen. 30 Prozent der entstehenden Wohnungen im Neubau sollen mietpreis- und belegungsgebunden sein. Zudem ist vorgesehen, dass das Gebiet als Leuchtturmprojekt der klimagerechten Stadtentwicklung hohe ökologische Standards erfüllen soll.
Gläserne Werkstatt, VDI-GaraGe, Karl-Heine-Straße 97, 04229 Leipzig, 11. September, zwischen 14 und 20 Uhr
Weitere Informationen findet man auf der Projekthomepage.
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