Der bekannte Maler und Bildhauer Gerhard Kurt Müller wurde am 1. Oktober 1926 in Leipzig-Probstheida geboren. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zeigt aus diesem Anlass einige frühe Gemälde Müllers aus den 1950er Jahren mit Leipziger Stadtansichten, Schenkungen der Gerhard-Kurt-Müller-Stiftung. Die Ausstellung ist vom 8. September 2026 bis zum 17. Januar 2027 im zweiten Obergeschoss des Alten Rathauses Leipzig kostenfrei Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Die Gemälde belegen einmal mehr die Bedeutung der Stadtlandschaft für das Werk vieler Leipziger Maler, auch wenn Müller sich später von diesem Thema löste. Die Präsentation versteht sich als Ergänzung zu anderen Ausstellungen zum Werk des Künstlers, die auch außerhalb seines Jubiläumsjahres einen Besuch wert sind.
Gerhard Kurt Müller studierte ab 1948 an der späteren Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Zuvor war er als 17-Jähriger 1944 in den Krieg geschickt worden und bis 1948 in Kriegsgefangenschaft gewesen – traumatische Erfahrungen, die Müller sein Leben lang in seiner Kunst verarbeitete.
Nach dem Studium wurde er Professor, zeitweise Rektor der HGB und zu einem der Mitbegründer der bis heute lebendigen und international bekannten Leipziger Schule.
Müller entwickelte einen unverkennbaren, kraftvollen und abstrahierenden Stil. Einflüsse aus Expressionismus und Kubismus sowie eine besondere Nähe zu französischer Kultur und Literatur prägten sein Werk und machten ihn zu einer einzigartigen Künstlerpersönlichkeit in der reichen Leipziger Kunstszene. Gerhard Kurt Müller starb am 16. Oktober 2019 in Leipzig.
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