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1839 gab es den fotografischen Urknall: Die Daguerreotypie wurde vorgestellt und revolutionierte damit die Bilderwelt. Schnell kam diese neue Technik auch nach Leipzig und hatte hier mit Bertha Wehnert-Beckmann, Europas erster Berufsfotografin überhaupt, eine bis heute bedeutende Vertreterin. Von ihrem wechselhaften Leben und ihren fotografischen Wurzeln aus wird auf die Leipziger Fotografiegeschichte vom 19. Jahrhundert bis heute geschaut. Industrielle Revolution ohne Dampf und große Maschinen, aber mit Bildern, die uns bis heute erhalten sind und in Leipzigs bauliche wie menschliche Vergangenheit blicken lassen.

Mit Bertha Wehnert-Beckmann, die 1843 nach Leipzig kam, fasste die nach Louis Daguerre benannte Daguerreotypie auch in Leipzig Fuß. Die abgebildete Daguerreotypie aus dem Revolutionsjahr 1848 zeigt die Vereidigung des Militärs auf die Verfassung in Leipzig am 22. März. Ein echter historischer Moment.

Die Geschichte der Fotografin Bertha Wehnert-Beckmann kann man im 2015 vom Stadtgeschichtlichen Museum herausgegebenen Bildband „Die Fotografin“ nachlesen.

Schauen Sie hinter die Fassade der 1.000-jährigen Geschichte Leipzigs, lädt das Stadtgeschichtliche Museum ein. Bei der 60-minütigen Führung durch die Fototheksleiterin Friederike Degner des Stadtgeschichtlichen Museums werden am Mittwoch, 19. August, sowie am 16. September um 16.30 Uhr einzelne Facetten der Stadtgeschichte und der Sammlung in der Dauerausstellung im Alten Rathaus vorgestellt.

NAHaufnahme: Leipzigs Fotografiegeschichten, Mittwoch, 19. August, und Mittwoch, 16. September, jeweils 16:30 Uhr.

Altes Rathaus, 1. OG, Markt 1, 04109 Leipzig. Eintritt kostenfrei, Führung 3 Euro pro Person

Voranmeldung erwünscht: stadtmuseum@leipzig.de oder 0341/9651340.

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