Eine dreitägige Fußball-Party wird ab kommendem Montag in Leipzig gefeiert. Das Fan-Festival auf dem Marktplatz stimmt auf das UEFA Conference League-Finale ein. Hier gibt’s die Details. Eine Party schmeißt auch die sächsische Polizei – Tatortreinigung im Speisesaal inklusive. Und die Sportroute der Stadt hat eine neue Station bekommen. Diese widmet sich der historischen Bedeutung Leipzigs für die Sportwissenschaft. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Conference League: Fan-Festival und Legenden-Kick auf Marktplatz
Vor dem Finale der UEFA Conference League zwischen dem englischen Club Crystal Palace und dem spanischen Erstligisten Rayo Vallecano am 27. Mai im Stadion Leipzig – Anpfiff ist 21 Uhr – lädt die Host City Leipzig zu einem dreitägigen Fan-Festival auf dem Markt vor dem Alten Rathaus ein. Die Veranstaltung läuft vom 25. bis 27. Mai bei freiem Eintritt. Heute haben die Veranstalter weitere Details dazu bekanntgegeben.
Zum Auftakt des Festivals ist am 25. Mai ein Talk mit dem UEFA-Conference-League-Botschafter René Adler, Vertretern der Stadt Leipzig, von RB Leipzig und des Deutschen Fußball-Bundes geplant. Das Rahmenprogramm umfasst zudem Auftritte verschiedener Musikacts und Kinderbands. Neben dem Bühnenprogramm stehen Fußballangebote wie Challenges, Sub-Soccer und ein „Football Cage“ der UEFA im Mittelpunkt. Auf dem Kleinfeld wird unter anderem der Ligapokal der inklusiven Leipziger Fußballliga „Liga für Alle“ ausgespielt. Für den Finaltag ist außerdem ein „Legends Match“ mit Jugendlichen und ehemaligen Fußballprofis angekündigt, darunter Gaizka Mendieta (Spanien), René Adler und Steffen Freund.
Weitere Programmpunkte sind ein CPR-Training der UEFA zur Herz-Lungen-Wiederbelebung, DJ-Auftritte sowie ein offizieller Merchandising-Shop. Die Trophäe der UEFA Conference League wird bereits ab 25. Mai auf dem Markt präsentiert und kann dort fotografiert werden.

Das Fan-Festival ist täglich geöffnet, am 25. Mai von 10 bis 20 Uhr, am 26. Mai von 10 bis 22 Uhr und am 27. Mai von 10 bis 21 Uhr. Die maximale Kapazität der Veranstaltungsfläche beträgt 4.000 Besucher.
Am Finaltag richten die Organisatoren zusätzlich zwei Fan Meeting Points ein. Anhänger von Crystal Palace treffen sich ab 12 Uhr auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz, Fans von Rayo Vallecano auf dem Richard-Wagner-Platz. Von dort startet am frühen Abend ein Fan Walk der spanischen Anhänger zum Stadion. Für das Finale im Stadion Leipzig stehen rund 39.700 Plätze zur Verfügung, über die UEFA-Resale-Plattform sind noch Restkarten erhältlich.
Die Stadt empfiehlt wegen umfangreicher Sperrungen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Nutzung von Park-and-Ride-Angeboten. Besonders rund um das Stadion gelten am 27. Mai umfangreiche Verkehrseinschränkungen. Auch in der Innenstadt kommt es zu Sperrungen und Zufahrtsbeschränkungen. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen umfassen Kontrollen durch Polizei, Ordnungsamt und Sicherheitsdienste. Verboten sind unter anderem Waffen, Feuerwerkskörper und gefährliche Gegenstände. Tiere sind mit Ausnahme von Assistenzhunden nicht zugelassen. Während des Auf- und Abbaus kommt es zudem bereits ab dem 20. Mai zu Teilsperrungen auf dem Markt.
Sportroute Leipzig: Neue Tafel würdigt Rolle für Sportwissenschaft
An der ehemaligen Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) in der Leipziger Jahnallee 59 erinnert seit heute eine neue Station der „Sportroute Leipzig“ an die Bedeutung der Stadt für die Entwicklung der Sportwissenschaft in Deutschland. Die Infotafel verweist auf die traditionsreiche Geschichte der akademischen Sportlehre und die heutige Bedeutung Leipzigs als Standort praxisorientierter Sportwissenschaft.
Bereits seit dem 19. Jahrhundert engagierten sich Persönlichkeiten an der Universität Leipzig für eine akademische Ausbildung von Turnlehrern. Als wichtiger Wegbereiter gilt Hermann Kuhr, dessen Einsatz 1920 zur Einrichtung eines Gymnastischen Instituts an der Universität führte. Fünf Jahre später wurde Hermann Altrock auf eine Professur für Pädagogik der Leibesübungen berufen. Damit entstand 1925 an der Universität Leipzig die erste sportwissenschaftliche Professur Deutschlands.
1950 wurde die DHfK als zentrale Lehr- und Forschungsstätte für Körperkultur und Sport in der DDR gegründet. In den folgenden Jahrzehnten erlangte die Einrichtung internationale Anerkennung für ihre wissenschaftlichen Leistungen. 1969 entstand das Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport (FKS), das den DDR-Leistungssport unterstützen sollte. Dort wurde unter staatlicher Förderung und Geheimhaltung auch Dopingforschung betrieben. Aus dem FKS ging nach der deutschen Wiedervereinigung das 1992 gegründete Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) hervor.
Die DHfK wurde 1990 abgewickelt. Drei Jahre später gründete die Universität Leipzig ihre Sportwissenschaftliche Fakultät. Gemeinsam mit dem IAT bildet sie bis heute einen Schwerpunkt praxisbezogener Sportwissenschaft in Leipzig.
Die vom Sportmuseum Leipzig und dem Kulturamt entwickelte „Sportroute Leipzig“ informiert ausgewählten Orten über die rund 200-jährige Sportgeschichte der Stadt. Bislang wurden zehn Stationen mit Infotafeln eröffnet, weitere sollen in den kommenden Jahren folgen.

Tag der Polizei Sachsen: Tatortreiniger im Speisesaal
Die Polizei Sachsen lädt am 30. Mai 2026 zum „Tag der Polizei Sachsen“ nach Leipzig ein. Die Veranstaltung auf dem Gelände an der Dübener Landstraße 4 soll Besucherinnen und Besuchern zwischen 10 und 17 Uhr Einblicke in die Arbeit der sächsischen Polizei geben. Der Eintritt ist kostenfrei.
Im Mittelpunkt des Programms stehen Vorführungen verschiedener Polizeieinheiten. Dabei ist die Reiterstaffel ebenso präsent wie die Diensthundeschule oder auch das Höheninterventionsteam. Außerdem wird gleich viermal der „Workshop Tatortreiniger“ angeboten. Und das ausgerechnet im Speisesaal! Bleibt nur zu hoffen, dass an dem Tag nicht auch noch „Tote Oma“ auf der Speisekarte steht.
Ergänzt wird das Programm durch eine Technikschau, bei der Fahrzeuge und Ausrüstung der Polizei vorgestellt werden – Wasserwerfer, Hubschrauber und Co. sind am Start. Genauso wie das Polizeiorchester Sachsen, Kinderpolizist POLDI und sogar eine Modenschau. Darüber hinaus informiert die Polizei über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im Freistaat.
Für die Anreise empfiehlt die Polizei die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Park-and-Ride-Parkplatzes an der Leipziger Messe. Das Veranstaltungsgelände ist mit der Straßenbahnlinie 16 sowie mehreren Bus- und S-Bahn-Linien erreichbar. Fahrradstellplätze sollen vor dem Gelände zur Verfügung stehen. Parkmöglichkeiten für Autos gibt es direkt auf dem Veranstaltungsgelände nicht.
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Mehrere Straftaten an einem Morgen auf Eisenbahnstraße: 22-Jähriger vor Gericht
Hallo Leipzig: So startet Mittwoch, der 20. Mai 2026
Leipzig-Grünau wird 50 und der Platz vor dem PEP wird aufgehübscht
AfD in Sachsen-Anhalt: Angriff auf die studentische Mitbestimmung
Mit Straßenbahn und Bus zum 33. Wave-Gotik-Treffen
Der rätselhafte Verwandte aus der Eiszeit: Mit den Dusty Diggers den Neandertaler entdecken
Was sonst noch wichtig war:
Der frühere NPD-Funktionär und NSU-Unterstützer Ralf Wohlleben ist heute nach zehnjähriger verbüßter Haft aus dem Hochsicherheitsgefängnis in Burg (Sachsen-Anhalt) entlassen worden. Er war wegen Beihilfe zum Mord in neun Fällen verurteilt worden.
In München hat die Bundesstaatsanwaltschaft ein deutsches Ehepaar mit chinesischen Wurzeln verhaften lassen. Ihnen wird Spionage für China vorgeworfen, sie hätten es auf militärisch nutzbare wissenschaftliche Informationen abgesehen.
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat in Peking den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit militärischen Ehren empfangen. Beide wollen die strategische Zusammenarbeit ihrer Länder vorantreiben. Unter anderem sollen zirka 40 bilateralen Vereinbarungen unterschrieben werden.
Ungarns Ministerpräsident Peter Magyar hat im neuen Amt seine erste Auslandsreise angetreten. Die Wahl fiel dabei auf Polen, wo er Regierungschef Donald Tusk und Präsident Karol Nawrocki trifft. Dabei wird es auch um einen Kurswechsel Ungarns bezüglich der bisherigen Ukraine-feindlichen Haltung gehen.
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