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Gestern wurde ein 89-jähriger Rentner in Grünau Opfer eines Raubs und trug leichte Verletzungen davon. Nun erging ein Zeugenaufruf. Und: Das Bundesverfassungsgericht befand, dass das Heizungsgesetz der damaligen Ampel-Regierung vor drei Jahren nicht zu überhastet verabschiedet wurde. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Überfall an Haustür: Unbekannte verletzen 89-Jährigen leicht

Nach einer Raubstraftat in Leipzig-Grünau zum Nachteil eines 89-Jährigen sucht die Polizeidirektion nach Zeugen und hat heute einen Aufruf veröffentlicht. Nach Angaben von Sprecherin Susanne Lübcke ereignete sich der Vorfall am gestrigen Nachmittag, etwa um 17:00 Uhr, am Schönauer Ring.

Der 89 Jahre alte Mann, der nach einem Besuch im Allee-Center nach Hause kam, war demnach gerade im Begriff, seine Haustür aufzuschließen, als zwei Unbekannte ihn überfielen und an der Umhängetasche des Rentners zerrten. Trotz seiner Gegenwehr konnte der Senior nicht verhindern, dass die Täter die Tasche an sich nahmen und Richtung Lyoner Straße flüchteten. Das Opfer wurde leicht verletzt.

Das auf gerade einmal je 15 bis 18 Jahre geschätzte Räuberduo wird nun von der Kripo gesucht, die wegen eines Raubes ermittelt. Hier gibt es Kontaktdaten zur Polizei und weitere Details zu den Verdächtigen.

Heizungsgesetz im Turbo-Modus? Bundesverfassungsgericht weist Klage zurück

Es gibt in Deutschland kein Tempolimit bei der Gesetzgebung und es darf auch künftig keines geben: So urteilte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Donnerstag. Die Richterinnen und Richter des 2. Senats wiesen damit im Hauptsacheverfahren eine Klage mehrerer Parlamentarier ab, unter ihnen der frühere Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (62, CDU).

Im Eilverfahren hatten Heilmann und seine Mitstreiter 2023 noch recht bekommen: Im Kern ging es ihnen um die Beratungszeit zur Reform des Gebäudeenergiegesetzes (umgangssprachlich: Heizungsgesetz). Das umstrittene Gesetz der damaligen Ampel-Regierung habe durch die Schnelligkeit des Verfahrens und kurzfristige Änderungen nicht ausreichend Zeit geboten, sich mit der Materie auseinanderzusetzen, monierten die Kläger.

Nach dem erfolgreichen Eilverfahren waren die zweite und dritte Lesung des Gesetzes im Bundestag vor drei Jahren noch gestoppt worden. Jetzt aber fiel das Urteil anders aus: Heilmann habe keine belastbaren Anhaltspunkte vorgelegt, in seinen Rechten als Abgeordneter verletzt worden zu sein bzw. keine Informationen erhalten zu haben. Entscheidend sei der Austausch von Argumenten, während das Grundgesetz keine Aussagen zur Geschwindigkeit von Gesetzgebungsverfahren im Bundestag zulasse. „Die Verfassung setzt der Beschleunigung von Gesetzgebungsverfahren eine Grenze, aber nicht im Sinne eines bezifferten Tempolimits“, so die Senatsvorsitzende Ann-Katrin Kaufhold. 

Urteil vom 23. Juli 2026 – 2 BvE 4/23

Worüber die LZ heute berichtet hat:

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Was sonst noch los war:

Die Leipziger Autorin Heike Geißler erhält den Sächsischen Literaturpreis 2026.

In Stuttgart wurde eine Frau angegriffen und lebensbedrohlich verletzt. Ein Tatverdächtiger soll gefasst worden sein. Eine weitere Schreckensnachricht von einer Geiselnahme in einer Bank kommt aktuell aus Regensburg.

Frankreich und Spanien kämpfen gegen Waldbrände.

Nach der Unterzeichnung eines Atomdeals mit Saudi-Arabien stellt US-Präsident Donald Trump (80) Bedingungen.

Kalenderblatt: Als Portugal vor 50 Jahren die Diktatur endgültig hinter sich ließ

António de Oliveira Salazar (1889–1970) hatte Portugal von 1932 bis 1968 als diktatorischer Premierminister geprägt. © gemeinfrei
António de Oliveira Salazar (1889–1970) hatte Portugal von 1932 bis 1968 als Premierminister des sogenannten Estado Novo geprägt, einer rechtsgerichteten und brutalen Diktatur, die bis 1974 an der Macht blieb. © gemeinfrei

Am 23. Juli 1976 wird in Lissabon die erste demokratische Regierung Portugals seit mehr als fünf Jahrzehnten vereidigt, angeführt vom Sozialisten Mário Alberto Nobre Lopes Soares († 2017).

Zuvor hatte über 40 Jahre ein autoritäres System unter António de Oliveira Salazar und Nachfolger Marcelo Caetano geherrscht, das 1974 mit der „Nelkenrevolution“ verschwand. Auch in Griechenland und Spanien endeten die Diktaturen etwa zeitgleich.

Portugal, das bis in die Siebziger seinen kolonialen Machtanspruch in Afrika auch mit Gewalt verteidigt hatte, geht nun seinen langen Weg aus der Isolation. So wird das Land am 1. Januar 1986 Mitglied der EU (damals noch Europäische Gemeinschaft, EG) und wandelt sich zur Dienstleistungsgesellschaft.

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