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Dass es in Leipzig ein Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften gibt, ist den meisten Leipzigern gar nicht bewusst. Dabei wird hier das Organ untersucht, mit dem wir Menschen uns ein Bild von der Welt machen – unser Gehirn. Diese ansonsten sehr stille Forschung wird ab dem 1. August erstmals auch im Leipziger Straßenraum für Aufmerksamkeit sorgen. Vom 1. bis 30. August 2026 bringt das Projekt „science streets“ neurowissenschaftliche Themen auf Werbeflächen in und um Leipzig.

Die künstlerische Leitung des Projekts hat Laura Mayer inne, die Geografie an der Universität Leipzig studiert und auch eine der Illustrationen für die Aktion erstellt hat.

Mit Comics soll das Projekt „science streets“ komplexe Forschung in ganz Leipzig zugänglich machen. An Bushaltestellen, auf Litfaßsäulen, im öffentlichen Nahverkehr in Leipzig und in den S-Bahnen Mitteldeutschlands zeigen elf farbenfrohe Comics, wie Gehirnforschung unser Leben und die Medizin von morgen prägt.

Dabei verbindet es wissenschaftliche Erkenntnisse mit anschaulichen Bildern. Im Fokus stehen Fragen rund um das Gehirn in all seinen Facetten, von seiner Funktionsweise über die Wechselwirkung von Hormonen und Alterungsprozessen bis hin zu den Potenzialen für die Medizin der Zukunft. Über QR-Codes können Interessierte tiefer in die Themen eintauchen: Sie führen zu kostenlosen Interviews mit Forschenden, Hintergrundinformationen und weiteren digitalen Inhalten.

Das Projekt versteht sich als Beitrag zur Wissenschaftskommunikation und wurde über mehrere Monate von Forschenden vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung gemeinsam mit elf Illustratoren und Illustratorinnen entwickelt.

Wissenschaftliche Erkenntnisse in den Alltag bringen

„Wissenschaftskommunikation erreicht häufig vor allem Menschen, die sich bereits für Wissenschaft interessieren – das wollten wir ändern“, erklärt Agata Patyczek, die die wissenschaftliche Leitung von „science streets“ innehat und am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften promoviert. Laura Mayer, Studentin an der Universität Leipzig, leitet das Projekt künstlerisch und ergänzt: „Indem wir Werbeflächen nutzen, bringen wir wissenschaftliche Erkenntnisse in den Alltag und ermöglichen unerwartete Begegnungen.“

Termine zum Kennenlernen

Eine Möglichkeit, die Forschenden und die Illustrator/-innen hinter den Comics kennenzulernen, bietet das „Art & Science Open Air“ im Kulturcafé „Heiter bis Wolkig“ am 5. September 2026. Außerdem laden die Projektmitglieder im Rahmen des „Familienfestspiels“ im Leipziger Rathaus am 26. September 2026 Kinder dazu ein, zu entdecken, wie das Gehirn funktioniert, und eigene Wissenschaftscomics zu gestalten.

Das Projekt „science streets“ wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2026 – Medizin der Zukunft.

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